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Interview

English VersionInterview mit Sarkom (06.02.2009)

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Logo Sarkom

Das norwegische Trio hat mich mit ihrem zweiten Album Bestial Supremacy sehr überzeugen können, lebt in ihm doch der typisch norwegische Black Metal Spirit. Also flugs mal eben ein paar Fragen via Datentransfer in den hohen Norden geschickt. Sänger Unsgaard hat sich meiner Fragen angenommen und kurz (meistens im wahrsten Sinn des Wortes) geantwortet.

HH: Hi! Wie geht's dir? Ich denke, nicht jeder kennt euch bereits, würdest du also bitte kurz etwas über euren Werdegang erzählen? Was war der Grund, die Band ins Leben zu rufen?

Unsgaard: Nun, Sarkom wurde von Eirik Renton (Drums, Bass) und mir im Jahr 2003 gegründet, John Espen Sagstad (Guitar) stieß kurz danach zu uns. Wir nahmen ein Demo auf bevor wir einen Vertrag mit Twilight Vertrieb unterschrieben haben, die unser Debut Album Aggravation Of Mind 2006 veröffentlichten. Seitdem haben wir einige Gigs in Europa gespielt und nun wurde im November unser zweites Album Bestial Supremacy - Precision In Pure Darkness endlich veröffentlicht. Du fragst, warum wir die Band gegründet haben? Ich weiß nicht. Warum gründen Menschen eine Band? Ich denke, wir fühlten, dass wir etwas tun müssen anstatt nur an der Seitenlinie zu sitzen und nichts zu tun, vor allem weil wir sehr viele Ideen hatten.

HH: In Norwegen ist es ja fast schon normal für Musiker, in verschiedenen Bands zu spielen. Auch Sarkom wurde aus Mitgliedern anderer Bands gegründet. Was sind die Unterschiede von Sarkoms Black Metal im Vergleich zum Black Metal eurer anderen Bands?

Unsgaard: Renton hat erst vor kurzem die Drums bei Urgehal übernommen, aber das ist auch schon die einzige Black Metal-Band, bei der irgendeiner von uns involviert ist. Zudem schreibt Renton bei Urgehal keine Texte, also ist es auch sehr unterschiedlich zu Sarkom.

HH: Welche Musik bevorzugst du, was sind deine Einflüsse?

Unsgaard: Wenn es sich hier um Metal dreht, dann ist Black Metal die einzige Wahl für mich. Neben Black Metal höre ich noch Filmmusik und Pop/Elektro. Ich denke, ich bin von allen diesen Musikstilen beeinflusst, am meisten jedoch von Black Metal.

HH: Was bedeutet dir Black Metal? Was die Black Metal-Interpretation von Sarkom?

Unsgaard: Ich höre nun diese Musik schon seit Jahren, und es hat mir sehr viel bedeutet und tut es nach wie vor. Black Metal ist ein bedeutender Faktor, wie ich mich persönlich und geistig entwickelte. Im Guten wie im Bösen... Darkthrone - Panzerfaust ist ein großartiges Beispiel für Black Metal, denke ich. Auch unser neues Album Bestial Supremacy - Precision In Pure Darkness ist ein gutes Black Metal-Album geworden, aber ich sehe Sarkom nicht ausschließlich als eine Black Metal-Band. Wir machen, was wir wollen und dieses Mal ist einfach ein eher schwarzmetallischer Sound draus geworden.

HH: Was für Reaktionen habt ihr bislang für euer neues Album erhalten? Habt ihr dies so erwartet?

Unsgaard: Mehr oder weniger was ich erwartet habe. Die Fans scheinen es zu mögen, aber ich weiß, dass wir nichts "Neues" erschaffen haben. Das war aber auch gar nicht die Intention mit diesem Album. Wir wollten einfach nun ein qualitativ gutes Black Metal-Album machen und das war's.

HH: Wie sieht es mit Religion aus? Glaubst du an Gott oder irgendetwas anderes? Was macht für dich das Leben lebenswert?

Unsgaard: Nein. Das ist eine gute Frage.....ich weiß nicht.... Aber nachdem ich überhaupt erst hier bin, möchte ich mich von anderen unterscheiden. Und das ist auch einer der Gründe, warum ich eine Band haben wollte.

HH: Um was dreht es sich bei den Songs von Bestial Supremacy? Kannst du uns etwas über die Songs erzählen? Behandeln sie nur Fiktives oder haben sie einen realen Bezug?

Unsgaard: Es geht um meine Gefühle, meine Sicht der Dinge, Träume, wie ich bin und wie Dinge sein sollten usw. Nicht jeder Song hat eine spezielle Aussage, aber andererseits ergänzen sie sich auch untereinander. Wie ich schon sagte entsprangen sie meinem Gedanken, also ist es eher, wie die Dinge gekommen sind und wie ich in die Zukunft sehe... Im Gegensatz zu anderen Band versuchen Sarkom nicht, eine bestimmte Aussage zu treffen. Während du also die Texte liest, wirst du beim Versuch der Interpretation nichts Aufregendes finden... außer du fokussierst dich auf das, was du fühlst wenn die Worte aus deinen und nicht meinen Gedanken kommen.

HH: Ein neues Album wird normalerweise als besser als das Vorgängeralbum angekündigt. Aber in eurem Fall wurde es als noch primitiver als Aggravation Of Mind beschrieben. Soll dies ein Schritt in Richtung zu den Anfängen von Black Metal sein?

Unsgaard: Hmmm... ja, ich denke, so kann man es sehen. Aufs Wesentliche konzentriert, dieses Album geht einfach geradeaus und ist einfach zu hören. Dass es als primitiver als das erste Album angekündigt wurde heißt jedoch nicht, dass es nicht besser ist. Ich denke Bestial Supremacy ist um einiges besser als das erste Album. Kälter, böser, besser!!!

HH: In letzter Zeit wird Black Metal von der Nazi-Szene unterwandert. Wie denkst du über diese Entwicklung. Sollte Metal politisch sein?

Unsgaard: Metal oder nicht... Wenn jemand Politik in seiner Musik transportieren will, soll es mir recht sein. Aber ich würde mir nie Musik nur wegen der Texte anhören. Wenn die Musik scheiße ist, ist es mir egal, wie gut die Texte dazu sind. (Da macht es sich jemand einfach - Ray)

HH: Habt ihr Pläne, Bestial Supremacy mit einer Tour zu promoten, z.B. hier in Deutschland (außer beim Ragnarök Festival)?

Unsgaard: Ja, wir gehen auf eine kleine Tour mit Shining und Koldbrann im Februar/März. Erwartet keine Gnade!!!

HH: Das Cover zeigt uns eine Menge toter Körper. Was bedeutet das Bild: Black Metal = Tod?

Unsgaard: Nein, das ist nicht der Grund. Aber in diesem Fall stellt das Bild genau das dar, was ich im Kopf hatte, als ich die Texte schrieb. Also, wenn du dir unsere Musik als Kunst betrachtest, passt dieses Bild der als tote Körper arrangierten Skulpturen perfekt.

HH: Danke für das Interview. Die letzten Worte gehören dir.

Unsgaard: Komm zu einer unserer Shows mit Shining und Koldbrann. Hört euch zwei Songs vom neuen Album auf www.myspace.com/sarkom an und schaut euch das Video für den Opener "Inferior Bleeding" an. Zudem werden unsere beiden Alben diesen Winter/Frühling über Bloodred Horizon Records auf Vinyl veröffentlicht. Und im April kommt "To Ruin Something That Was Never Meant To Be", eine 7" über Aftermath Music. Danke für deine Zeit, wir sehen uns auf Tour.

Ray

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