9 Headbänga online
19.09.2020 The Spirit
19.09.2020 J.B.O.
19.09.2020 Milking The Goatmachine
21.09.2020 Master
22.09.2020 Jinjer
24.09.2020 Magical Heart
Reviews (10169)
Navigation
Artikel des Tages
RSS RSS
Atom Atom
In eigener Sache

Valid XHTML 1.0 Transitional

Valid CSS!

Valid RSS

Valid Atom 1.0

 

Interview

English VersionInterview mit The Haunted (29.11.2006)

CDs von The Haunted kaufenZur Druckversion dieses Artikels

buy, mail, print

Logo The Haunted

Mit ihrem neuen Longplayer The Dead Eye haben sich die Schweden irgendwie zwischen die Stühle gesetzt. Die einen lieben das Album, während die anderen mit der neuen (alten?) Ausrichtung nicht mehr viel anfangen können. Gitarrist Anders Björler nahm sich meiner Fragen an und beantwortete diese recht kurz, wortkarg und knapp.

HH: Hallo, wie geht's dir? Ich hoffe doch gut, nachdem The Dead Eye nun veröffentlicht ist?

Anders: Ja, wir fühlen uns soweit ganz gut. Auf diese Scheibe sind wir ganz besonders stolz, denn es stellte sich heraus, dass sie sehr nah an unseren eigentlichen Vorstellungen ist.

HH: Wie waren denn bislang die Reaktionen auf die Scheibe?

Anders: So ziemlich gemischt, aber überwiegend positiv.

HH: Gibt es bereits jetzt etwas, was du ändern würdest oder seid ihr nach wie vor mit dem Ergebnis zufrieden?

Anders: Ich bin mit allem noch hochzufrieden. Vor den Aufnahmen haben wir viel mit Tue Madsen (Produzent) geredet, und wir hatten dieselben Vorstellungen. Er hat mit dem Produzieren und dem Mixen eine wirklich gute Arbeit geleistet. Zudem waren wir dieses Mal sehr gut vorbereitet, als wir ins Studio gingen. Alle Songs waren bereits im Voraus fertig, so dass wir viel Zeit hatten, sie in ihre finale Versionen zu bringen. Und ich denke, das sieht man am Ergebnis. Normalerweise möchte man immer hinterher etwas ändern, doch dieses Mal hat alles gepasst.

HH: The Haunted 2006 unterscheiden sich doch ziemlich von den früheren The Haunted. War das nur eine normale Entwicklung oder steckt sogar etwas Kalkül dahinter?

Anders: Ich denke, wir sind in vielen Bereichen wieder zurück zu unserem ersten Album gekommen. Meiner Meinung nach liegen die Unterschiede zwischen Made Me Do It und One Kill Wonder nur an den unterschiedlichen Sängern. Natürlich haben wir auch eine melodischeren Richtung eingeschlagen und haben das Songwriting höher bewertet. Die "Entwicklung", wie du es nennst ist nicht wirklich geplant gewesen. Wir wollten einfach ein paar Dinge ändern, nachdem wir mit Revolver nicht zufrieden waren. Wir experimentierten einfach mehr an unserem Konzept herum. Vor allem unseren Sound gestalteten wir dynamischer. Nicht nur die ganze Zeit volle Verzerrung und schnelle Drums.

HH: Welche anderen Künstler beeinflussen euch? Ich finde "The Medication" oder "The Prosecution" klingen ein klein wenig wie In Flames....

Anders: Wir hören keinen New Metal. Unsere Einflüsse sind Old School Metal und Hard Rock vermischt mit unseren persönlichen Vorlieben außerhalb des Metals. Das kann alles sein, von John Coltrane bis Tom Waits.

HH: Was sind die Gründe für Peter Dolvings Comeback?

Anders: Er wollte wieder der Band angehören und wir dachten, dass sei eine gute Idee, da ihn die Fans seit dem ersten Album an kennen. Einen dritten Sänger in der Band zu haben, wäre etwas seltsam gewesen.

HH: Was bedeutet der Albumtitel Dead Eye?

Anders: "Dead eye" bedeutet "Spot on" oder "im Visier".

HH: Wie entstehen bei euch Songs? Schreibt jeder von euch Songs?

Anders: Wir haben nicht wirklich oft Jam-Sessions. Beinahe alle Riffs entstehen bei uns zu Hause. Wenn jemand neue Ideen hat und diese den anderen vorspielen will, dann treffen wir uns im Proberaum und versuchen daraus einen Song zu basteln.

HH: Ihr wart ja viel auf Tour in den letzten Jahren. Gibt es irgendetwas besonders Seltsames oder Lustiges, was du erlebt hast?

Anders: Ich weiß nicht. Ich habe die meiste Zeit geschlafen.

HH: Eine neue Band zu gründen ist heutzutage bestimmt viel schwerer als früher (obwohl es damals bestimmt auch nicht einfach war). Was ich allerdings damit meine ist, die Ausrüstung ist billiger, es gibt eine große Anzahl an bereits bestehenden Bands und natürlich das Internet, das es einem ermöglicht, seine Musik weltweit zu verkaufen. Wenn du die Wahl hättest, würdest du heutzutage noch einmal eine Musikerkarriere von null starten?

Anders: Nun, da hast du recht. Es gibt viel zu viele Bands heutzutage. Jeder will Schauspieler, Filmregisseur, Rockstar, Journalist oder was auch immer werden. Und ich denke, dass es das Computerzeitalter auch erleichtert, diese Träume zu verwirklichen. Aber, ob ich eine neue Band heutzutage gründen würde... natürlich, denn ich liebe es, Musik zu machen.

HH: Es gibt so viele Bands und talentierte Musiker aus Schweden oder Skandinavien. Kannst du dir das erklären?

Anders: Nein, ich habe keine Ahnung warum das so ist.

HH: In Deutschland gibt es immer wieder Diskussionen darüber, ob Heavy Metal politisch sein sollte oder nicht. Manche befürworten dies, andere wollen Musik und Politik streng trennen. Wie denkst du darüber? Hat ein Musiker eine Art Verantwortung in diese Richtung?

Anders: Wenn du mich fragst, passen Musik und Politik nicht zusammen. Obwohl ich denke, dass die Liedtexte sehr wichtig sind, aber du kannst politisch orientiert sein, ohne moralisierend zu sein.

HH: Wie sieht es mit einer Tour bei euch aus? Oder werdet ihr auf irgendwelchen Festivals 2007 zu sehen sein?

Anders: Wir werden viel unterwegs sein 2007. Und wir werden auf so vielen Festivals wie nur möglich spielen.

HH: Was hältst du von Religion? Glaubst du an Gott? Oder an etwas anderes? Was macht das Leben in deinen Augen lebenswert?

Anders: Ich glaube daran, dass man seiner inneren Stimme folgen sollte und seinen Zielen treu bleiben sollte. Sieh zu, dass du Geschichte schreibst, indem du irgendetwas geschaffen hast. Versuche deine Zeit sinnvoll zu nutzen. Ich glaube nicht an höhere Gewalt oder spirituellen Mist. Wenn du stirbst, dann stirbst du. Und es wird nichts nach dem Tod kommen.

HH: Wie würdest du den Sound von The Haunted nur mit Geschmack beschreiben?

Anders: Süß.

HH: Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen und meine Fragen beantwortet hast. Die berühmten letzten Worte gehören dir.

Anders: Ich gebe keine letzten Worte mehr.

Ray

Zur Übersicht
Zur Hauptseite

Weitere Berichte und Infos

© www.heavyhardes.de