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Gorath - Apokalypsis (Unveiling The Age That Is Not To Come)

Gorath - Apokalypsis (Unveiling The Age That Is Not To Come)
Stil: Progressive Black Metal
VÖ: 02. September 2011
Zeit: 49:04
Label: Twilight Vertrieb
Homepage: www.gorath.be

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Auch auf dem fünften Album weichen die Belgier nicht von ihrem Pfad ab... und machen es dem Hörer wieder schwer, dieses Sound in Worte zu kleiden. Wie schon auf den vorherigen Alben begehen Gorath Pfade abseits der Pfade, scheren sich nichts über Regeln und Grenzen.
Apokalypsis trägt seinen Namen nicht zu Unrecht, so viel sei schon einmal verraten. Denn die sieben Kompositionen verkünden von eben dieser. Hier regiert Chaos neben Vernunft, Ruhe neben dem Sturm. Bereits der Opener "Before The Throne Of The Demiurge" verlangt dem Hörer einiges ab, und das bei einer Spielzeit von knapp zehn Minuten. Der Song beginnt ruhig, unheilvoll, man wartet förmlich darauf, dass der Gehörnte aus dem Sack gelassen wird. Und dann ist es auch soweit. Nach einem Moment der Ruhe prescht der Song ordentlich nach vorne los, stoppt abrupt, nimmt dann aber wieder unvermittelt seine Fahrt auf. Dann wieder ruhige Klänge, jedoch nicht von der melodischen Art, Dissonanzen werden eingebaut, eingestreut, um die Atmosphäre des Songs noch weiter zu verdichten. Hier passiert wahrlich eine Menge während der Spielzeit. Etwa in die gleiche Kerbe schlägt "The Seven Seals", hier werden jedoch zudem groovige Parts mit verwurstet. Nach dem kurzen und ruhigen Zwischenspiel "Wrath Of God" werden bei "Le Porteur De Lumiere" doomige Klänge angestoßen. Der Song ist eine mächtig breite Walze, die schier alles unter sich begräbt. Nach diesem doch recht eingängigen Song ist aber Schluss mit "Mainstream", "Beast From The Earth And The Sea" kehrt zurück zu progressiver Kost. Schon zu Beginn wird klar, das wird kein einfacher Song, hier wird wieder die volle Aufmerksamkeit abverlangt, um auch ja jedes Detail zu erhaschen (was allerdings einige Hördurchläufe erfordert). Mitten im Song wird das Tempo ruhig, teils auch spacig, bevor ein Gebet zu hören ist. Danach schraubt sich der Song langsam über chillige Klänge bis hin zur schwarzmetallischen Eruption wieder in die Höhe. "Whore Of Babylon" kann wieder nur als Zwischenstück gewertet werden, ehe das finale "Millennium (Thousand Years Of Darkness)" treibend den Schlussakt einläutet.
Mit diesem Album haben Gorath wieder ihre Ausnahmestellung im Musik-Biz untermauert, denn hier wird wahrlich keine einfache Kost kredenzt. Ruhige Klänge zerbrechen an Soundwänden, Aggressivität verliert sich in spacigen Soundcollagen, Dissonanzen enden in schönen Melodiebögen. Freunde experimenteller Klänge sollten ihre wahre Freude an dieser Scheibe haben.

Ray

5 von 6 Punkten

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