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Schelmish - Persona Non Grata

Schelmish - Persona Non Grata
Stil: Mittelalter Musik
VÖ: 30. April 2010
Zeit: 64:53
Label: Eigenproduktion
Homepage: www.schelmish.de
MySpace: www.myspace.com/schelmishband

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Die Schelme haben sich selbstständig gemacht. Wurde ihr letztes Studiowerk Die Hässlichen Kinder noch über Napalm Records veröffentlicht, lag diesmal die Komplettregie in den Händen der Band. Das führt dann auch dazu, dass das hier besprochene Album nicht im Handel erhältlich ist, sondern nur über die Website der Band bestellt bzw. bei deren Auftritten auf Mittelaltermärkten käuflich erworben werden kann. Der Qualität war diese Verselbstständigung aber keineswegs abträglich.

Bei Persona Non Grata handelt es sich um ein Album, bei dem der Gesang sehr kurz kommt. Genauer gesagt, sind zwölf der 16 Stücke komplett instrumental gehalten, nur auf vier Songs werden überhaupt Gesänge eingesetzt. Das hat mir anfangs den Zugang zu dieser CD erheblich erschwert, da die Scheibe dadurch etwas leblos wirkt. Das gibt sich aber mit der Zeit einigermaßen, denn auch bei den Instrumentals gibt es einiges zu entdecken. Relativ häufig vermeine ich orientalisch angehauchte Klänge zu vernehmen, meist aber wird eher traditionell instrumentiert und gespielt. Die Melodien sind meist wunderbar gelungen, eingängig und doch erinnerungswürdig. Meist eher fragil im Aufbau, mögen die Stücke für den Rocker oder gar Metaller im Leser ein wenig dahinplätschernd erscheinen, dafür aber wird sich der geneigte Mittelalter-Fan umso mehr am dargebotenen Liedgut erfreuen können.

Der Klang des Rundlings ist gerade für eine Eigenproduktion erstaunlich voll und gleichzeitig warm, das gefällt mir ausgesprochen gut. So können auch alle Instrumente gleichermaßen glänzen, hier geht nichts unter oder wird zu sehr in den Vordergrund gehoben. Dadurch wird auch die keinen Anlass zur Kritik gebende Performance der einzelnen Künstler perfekt zum Konsumenten transportiert. Das Einzige, was mir persönlich nicht sonderlich gefällt, sind die doch sehr schleppend vorgetragenen Gesangspassagen, da macht sich bei mir relativ schnell ein Aufmerksamkeitsdefizit breit. Aber, wie schon weiter oben angesprochen, sonderlich viele dieser Stellen findet man auf diesem Output nicht, was meine Kritik schon wieder relativiert. Mit fast 65 Minuten Spieldauer ist der Silberling geradezu opulent ausgefallen, so dass man über meine gerade geübte Kritik noch lockerer hinweg sehen kann.

Schelmish legen mit Persona Non Grata ein gelungenes Mittelalter-Album vor, welches keinen Fan enttäuschen dürfte. Nur der Metal-Fan sollte vorher probehören, um eine Enttäuschung auszuschließen.

Hannes

4 von 6 Punkten

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