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Emberstorm - Memories Of Time

Emberstorm - Memories Of Time
Stil: Progressive Power Metal
VÖ: 08. Dezember 2009
Zeit: 48:24
Label: Eigenproduktion
Homepage: www.emberstorm.net

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Zwei Männer, ein Gedanke, ein Projekt. Einerseits fallen da endlose Diskussionen über die mögliche musikalische Ausrichtung innerhalb einer mehrköpfigen Band weg, andererseits muss man gegebenenfalls auf Gäste und schlechterdings die digitale Technik zurück greifen, um seine musikalischen Vorstellungen adäquat umsetzen zu können. Alles trifft auf Emberstorm, das Kind von Peter Strömberg (Git., Bass, Keys), in dessen eigenem Studio das Album Memories Of Time entstand, zu. Sein Partner war dabei Vocalist Peter Selin und heraus kam dabei eine Scheibe Power Metal der progressiven Spielart, die irgendwo zwischen Falconer und Savatage einzuordnen wäre. Eigenständigkeit kann man Memories Of Time nicht absprechen, Power wird entsprechend dem Genre transportiert und auch kompositorisch wird die Scheibe höheren Ansprüchen gerecht. Aber: die insgesamt sterile Produktion und vor allem Mr. Drumcomputer schmälern den Hörgenuss.
Der Opener "Never Ending" entstand bereits 2007 in Zusammenarbeit mit Schlagzeuger Kim Söderberg - schade, dass diese nicht fortgesetzt wurde. Uptempo-Perioden geben sich mit sphärischen Key-Parts die Klinke in die Hand und Selin beweist, dass er beileibe kein Schlechter ist. Im mit schönen Melodien verzierten "Elegy For Lady Servile" weiß Strömberg zwar solotechnisch zu glänzen, aber spätestens hier fängt das E-Drumming an, gehörig zu nerven. Das in orientalischen Fahrwassern driftende "Cursed For Eternity" bleibt dagegen trotz der eingestreuten (eher deplatziert wirkenden) Screams Johnny Berglunds zur Gänze blass. Das orchestral in Szene gesetzte Instrumental "Horizon's Call" gefällt hingegen (kein Schlagzeug!) und leitet über in "Day Of Destiny", das ein tolles Piano-Arrangement beherbergt und zwar düster, aber mit viel Energie daher kommt. Kurz entfallen einem die Gedanken an den PC, vor allem da der stärkste Song folgt: "The Winter's Night Of Fate" - eine einfallsreiche Acoustic-Ballade, aufgequickt mit einem formidablen Solo und einem Streichersatz. Sehr gelungen und stark gesungen! Der epische Rocker "Emberstone" wäre mit all seinem Bombast, den interessanten Gesangslinien und Breaks und einem Sänger in Hochform ebenfalls Power Metal höherer Klasse, wäre da nicht wieder der Klick im Ohr zurück. Auch "Tides Of No Belief" zeigt sich in Überlänge und kompositorischer Ausgereiftheit, diesmal eingesungen von Mio Jäger. Verrückte Prog-Passagen wechseln sich mit bunten Gesangsparts ab, gänzlich springt der Funke, vor allem durch das etwas schleppende Tempo, aber nicht über. Abschließend wird es mit "Out Of Reach" - einem weiteren Instrumental - noch einmal etwas wilder, wobei die starke Gitarrenarbeit Srömbergs lobend hervorgehoben werden muss.
Klare zweischneidige Geschichte. Handwerklich mehr als Mittelklasse, Ideen sind unzählige da und wurden entsprechend stimmig miteinander arrangiert. Aber eben der Drum-Sound... ich ringe mich zu knappen vier Punkten (klar drei bis vier) durch, da man allen Songs die hinein gesteckte Arbeit von Könnern anhört und zumindest Prog Power-Freunde Gefallen an Memories Of Time finden werden.

Fuxx

4 von 6 Punkten

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