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Misery Index - Retaliate (Re-Release)

Misery Index - Retaliate (Re-Release)
Stil: Death/Grind
VÖ: 27. Juli 2009
Zeit: 31:24
Label: Metal Mind Productions
Homepage: www.miseryindex.com

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Addiert man die Arbeitslosenquote und die Inflationsrate, so erhält man einen Index, mit Hilfe dessen sich Aussagen über die ökonomischen und sozialen Kosten eines Landes machen lassen. Vor allem in den USA wird dieser Index immer wieder zititert, gerade Jimmy Carter konnte mit Hilfe des Misery Index seine Wahl zum US-Präsidenten forcieren, der gleiche Index aber brach ihm 1980 gegen Ronald Reagan das Genick, denn unter Carter erreichte der Misery Index seinen historischen Höhepunkt. In diesem Zusammenhang hier handelt es sich jedoch um eine Band aus Baltimore, Maryland, die 2001 von Jason Netherton (b., voc.), Mike Harrison (git., voc.) und Kevin Talley (dr.) gegründet wurde. Der Bandname hat dabei aber weniger mit dem erwähnten Index zu tun, als viel mehr mit dem letzten Album der Band Assück.

Bei Retaliate handelt es sich um das Debütalbum der Jungs und das hat es wirklich in sich. Mit einer feinen Mischung aus Death Metal, Grind- und Hardcore hauen Misery Index dem Hörer zehn Songs um die Ohren, die mit der Wucht eines Vorschlaghammers aus den Boxen schallen. Der starke Opener und Titeltrack, das hammergeile "Demand The Impossible" oder "Order Upheld/Dissent Dissolved" zeigen Misery Index eher von ihrer Death Metal-lastigen Seite, während bei "Angst Isst Die Seele Auf" und "Bottom Feeders" mehr der Grindcore-Ursprung der Jungs zu vernehmen ist. Der Rest des hochklassigen Materials bewegt sich irgendwo dazuwischen und glänzt mit gelungenem Songwriting, brutalen Vocals, vielen Nackenbrecherriffs und ausgefeiltem Drumming, was das Herz eines jeden Deathgrinders höher schlagen lässt. Langweilig wird es auf Retaliate zu keiner Zeit und das will bei einem Debüt schon was heißen. Andererseits konnten die Jungs schon bei Dying Fetus weitreichende Erfahrungen sammeln, so dass es eigentlich nicht verwunderlich ist, was für ein Hammerscheibchen hierbei herausgekommen ist.

Das Ganze war vor über sechs Jahren, noch gar nicht so lange her also, aber für Metal Mind Productions trotzdem kein Grund, die Scheibe nicht in überarbeiteter Form neu zu veröffentlichen. Goldene Disc und Digipack sind dabei ein Muss, ebenso wie der im 24-Bit-Prozess überarbeitete Sound, der Retaliate noch einen Tick mehr Druck verleiht. Lediglich mit Bonustracks hat man diesmal sehr geknausert und keinen einzigen hinzugefügt, was die Scheibe für all diejenigen, die das Original besitzen eher weniger interessant macht. Alle anderen aber, die sich mal wieder ordentlich die Gehörgänge durchpusten lassen wollen, müssen hier unbedingt zugreifen.

Lord Obirah

Ohne Wertung

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