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Artillery - One Foot In The Grave, The Other One In The Trash

Artillery - One Foot In The Grave, The Other One In The Trash
Stil: Thrash Metal
VÖ: 27. Juni 2008
Zeit: ca. 70 Min.
Label: Metal Mind Productions
Homepage: www.artillery.dk
MySpace: www.myspace.com/artillerythrashmetal

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Lang, lang ist's her, dass sich Artillery mit einem Paukenschlag aus der Versenkung zurückmeldeten. B.A.C.K. hieß das famose Scheibchen, das Artillery 1999 wieder zurück ins Gespräch brachte. Danach gab es einige Live-Auftritte, u.a. beim Wacken Open Air bevor es wieder sehr still um die Stützer-Brüder Morten und Michael wurde. Acht Jahre nach dem fulminanten Comeback gab es mit Through The Years eine formidable 4CD-Box, die alle Alben der Band plus Bonusmaterial plus jede Menge Liner-Notes und Infos rund um Artillery enthielt. 2007 war auch das Jahr, in dem sich Artillery wieder zu Wort meldeten und ein neues Album sowie Live-Auftritte ankündigten, allerdings ohne den etatmäßigen Sänger Flemming Rönsdorf, der auf allen bisherigen Studioalben der Band zu hören war. An seiner Stelle darf nun Søren Adamsen dem Publikum Beine machen und von dessen Qualitäten kann man sich auf One Foot In The Grave, The Other One In The Trash überzeugen.

Søren macht seine Sache beim Auftritt auf dem Metal Mania Festival in Polen insgesamt sehr gut. Zu Beginn des Auftritts ist er ein wenig scheu und hält sich noch etwas zurück, erst ab der Mitte des Gigs entledigt er sich seines Shirts und seines Käppi um im weißen Muscle-Shirt eine schweißtreibende Performance abzuliefern. Sehr gute Leistung muss man sagen, auch wenn man die extreme Stimme von Flemming etwas vermisst.
Und der Rest der Bande? An den Drums sitzt Carsten Nielsen, der die Alben Fear Of Tomorrow, Terror Squad und By Inheritance eintrümmern durfte und auch hier einen exzellenten Job abliefert. Tightes und präzises Drumming sind auch heute kein Problem für den nicht mehr ganz so jungen Nielsen. Davor pumpt Peter Thorslund die tiefen Frequenzen ins Publikum, ist meist sehr auf sein Instrument fixiert und reißt sich auch bewegungstechnisch kein Bein aus. Der berühmte Bierdeckel bietet ihm genügen Freiraum, um ausgiebig stehen zu bleiben. Das gleiche Bild bei den Stützer-Brüdern, sicherlich sind sie nicht mehr die jüngsten, aber den Eindruck zu erwecken, mit der Bühne verwachsen zu sein, nimmt den technisch astrein vorgetragenen und exzellent gespielten Thrash-Granaten dann doch etwas den Schwung. Hier hätte ich mir, wenn schon keine jugendlich-energische, dann doch eine altersmäßig professionelle Bühnenperformance erwartet und nicht nur einfaches Rumgestehe. Abgesehen davon pfeffern die Jungs ihre nicht gerade langsamen Songs energisch durch die PA, wobei ich sagen muss, dass gerade die Gitarre von Morten zumindest beim Stereo-Sound auf meiner Flimmerkiste so gut wie gar nicht zu hören ist, während Michael mit seinen Soli ebenfalls beim Stereo-Sound fast die ganze Band übertönt. Abgesehen davon passt der Sound ebenso wie das Bild und der Schnitt, der nicht zu hektisch ausgefallen ist.

Nachdem man die gut 70 Minuten Konzert schließlich geschafft hat, erwarten den Zuschauer noch einige Bonusschmankerl in Form von Interviews, einem Live-Bootleg, dreier Videos aus frühen Jahren und diversem PC-Schnickschnack, was diese DVD ordentlich abrundet. Zwar ist die Perfomance beim hiesigen Gig insgesamt nicht Weltklasse, doch Artillery liefern eine ganz ordentliche Leistung ab, die sich vor allem im professionellen Zusammenspiel niederschlägt. One Foot In The Grave, The Other One In The Trash ist kein Muss für den Thrash-Fan, kann man sich aber ohne größere Bauchschmerzen zulegen.

Lord Obirah

Ohne Wertung

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