9 Headbänga online
24.07.2021 Lacrimas Profundere
24.07.2021 The Hirsch Effekt
27.07.2021 Machete Dance Club
30.07.2021 The Disaster Area
31.07.2021 Ohrenfeindt
31.07.2021 Thundermother
Reviews (10257)
Navigation
Artikel des Tages
Review:
Tragic Cause

Interview:
Metal Church

Live-Bericht:
W.A.S.P.

Video:
Everrain
RSS RSS
Atom Atom
 

Review

CDs von Eye Of Purgatory kaufenZur Druckversion dieses ArtikelsDiesen Artikel als PDF speichern

Eye Of Purgatory - The Lighthouse

Eye Of Purgatory - The Lighthouse
Stil: Death Metal
VÖ: 18. Juni 2021
Zeit: 35:49
Label: Transcending Obscurity Records
Homepage: www.facebook.com/eyeofpurgatory

buy, mail, print

An:
Rogga Johansson
589420 Gamleby, Kalmar
Schweden

Lieber Rogga,
nun ist es aber mal gut. Meinst Du nicht, Du übertreibst ein bisschen? Dass Du der größte Workaholic im gesamten Death Metal bist, wissen wir ja alle. Aber die Geschwindigkeit, mit der Du momentan ein Album nach dem anderen vom Stapel lässt, ist schon atemberaubend. Deine Kritiker sagen doch eh, dass sich das alles irgendwie ähnlich anhört, auch wenn über jeder Scheibe ein anderes Logo hängt. Ist halt typisch schwedischer Death Metal der Marke Stockholm, also Old School. Freilich hat das alles Hand und Fuß, was Du so machst, und ich muss zugeben, dass ich bisher noch kein einziges auch nur halbwegs misslungenes Album von Dir im Player hatte. Aber wer soll denn das alles kaufen? Alleine im letzten Jahr hast Du bei 13 Alben mitgewirkt. Heuer sind es auch schon satte zehn Alben, und wir haben gerade mal Juni! Wo soll das nur alles hinführen?

Na, egal. Hören wir uns Deinen neuesten Streich einfach mal an. Bei Eye Of Purgatory arbeitest Du ja mit Deinem Ribspreader-Kollegen Taylor Norberg und mit Jeramie Kling von Venom Inc. zusammen. The Lighthouse heißt das gute Stück und das Artwork von Juanjo Castellano ist einmal mehr ein echter Hingucker geworden. Das instrumentale Intro baut Atmosphäre auf, hält sich aber so kurz wie nötig, und dann... aber hallo! Dieses eröffnende Riff des Titeltracks ist einfach nur göttlich und will meinen Schädel schon seit Tagen nicht mehr verlassen! Was für ein Brett! Unglaublich heavy mitsamt der obligatorisch sägenden Gitarren, aber eben auch hymnisch und melodisch! Dazu kommen noch ein paar Keyboard-Motive, wie sie in ähnlicher Form immer wieder auf diesem Album auftreten werden und für Deine Bands eigentlich eher ungewöhnlich sind. Auch bei den nächsten Nummern bleibt das Niveau in Sachen Songwriting verdammt hoch. Songs wie das treibende "Fornever To Awaken" und das komplett im lässigen Midtempo gestickte und mit extra-melodischen Gitarren veredelte "Pieces Of A Fading World" treffen voll ins Schwarze. So könnte man nun weiter die Songs der Reihe nach besprechen und würde nicht umhin kommen, auch noch "Where Slowly Life Fades" und den Rausschmeißer "Rebirther" positiv hervorzuheben. Am Ende kann man sich aber kurz fassen bzw. auf den Punkt kommen: Rogga, Du hast es einfach drauf! Freilich ist Deine Handschrift auch auf diesem Dreher unverkennbar, die Songs sind aber durch die Bank ein echtes Fest für alle, die auf Schweden-Death abfahren. Drum kann man Dir und Deinem ungezügelten Arbeitseifer auch gar nicht böse sein. Solange immer wieder solch feine Alben dabei herausspringen!

Außerdem hätte es ja eh keinen Sinn, Dir ins Gewissen zu reden, um Deinen Fans und deren Geldbörsen eine kurze Verschnaufpause zu gönnen. Schließlich hat Dein Stamm-Label Transcending Obscurity für den kommenden Monat schon die nächste Scheibe von Dir angekündigt Ich sag nur Necrogod. Bitte schau nur drauf, dass auch in Zukunft die Qualität stimmt. Du weißt ja: Qualität ist besser als Quantität. Bislang bringst Du das beides prima unter einen Hut. Das muss man Dir lassen!

Viele Grüße aus good old Germany.
Stay heavy!

Dagger

5 von 6 Punkten

Zur Übersicht
Zur Hauptseite

Weitere Berichte und Infos
Weitere Reviews
Nächstes Review: This Ending - Needles Of Rust
Vorheriges Review: Witch Cross - Angel Of Death

© www.heavyhardes.de