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King´s Evil, Scornage & Cause Of Divorce

Titanic City, München 18.05.2004

35 Leute. Ich muss es nochmal sagen... 35 Leute. Wo war der Rest? Bei Disfear im Backstage? Ich glaub's ja eher nicht. Im Biergarten? Bei dem Wetter sehr wahrscheinlich. Jedenfalls waren es an diesem schönen Dienstag ca. 35 zahlende Gäste im Titanic City, um mal wieder irgendwelche freakigen Japsen abzufeiern. Bisschen wenig... hat Japan keinen Exotenbonus mehr? Sind alle von Defiled schon so abgehärtet worden?

Der Abend wurde gegen neun von den Aachenern Cause Of Divorce eingeläutet. Vor anfangs noch knapp 25 Nasen spielten sich die Jungens den Arsch mit nettem Grind platt und schienen sich dabei nicht von der recht kleinen Besucherzahl die gute Laune verderben zu lassen. Vor allem der Sänger schien vor Energie in der Mitte zu zerspringen und auch der Rest der Band (mit Ausnahme des Drummers, der immer recht düster dreinblickte, ansonsten aber wirklich gut und schnell (!!) spielte) war hochmotiviert und hüpfte fleissig auf der winzigen Bühne auf und ab. Gehört hab ich ausser Schlagzeug und Gekreisch dank good ole' Serviette im Ohr (Merke: Ohrenstöpsel helfen nicht, wenn sie daheim in der Schublade liegen) herzlich wenig, nur so'n bisschen Geräusch. Trotzdem vor allem wegen der Performance und dem wahnsinnig schnellen Drummer ein guter Einstieg. Und das allerbeste: die Jungs hatten Tapes für zwei Euro zu verticken. Wer hat's verpennt? Na ratet mal...

Die Invasion der garstigen Aachener nahm aber noch kein Ende, denn Scornage kommen aus dem selben Eck im Westen wie Cause Of Divorce. Die Musik der beiden Bands ist aber keinesfalls vergleichbar, gab es bei Scornage statt böllernden Grindcore böllernden Thrash auf die Nuss. Und was für einen! Mindestens genauso spielfreudig (oder besoffen?) wie ihre Kollegen, musikalisch aber bedeutend abwechslungsreicher und irgendwie auch vernichtender. Massig Tempo, massig sägende Gitarren, massig Haare in der Luft. Und weil's so schön war, gab's zur Feier des Tages noch ein kleines Geburtstagsständchen mit Tequila für den Rex Dildo/Gliedo Horn-Helden Morbid. In der Zugabe wurde dann zur Freude aller mit "Ace Of Spades" nochmal guter alter Röck'n'Röll dargeboten, bevor endgültig Schicht im Schacht war. Sehr coole Band! Unbedingt mal testen!

Bei den Headlinern, Kings Evil, fass ich mich kurz. Mir fehlen eh die Worte. Nur noch geil. NUR noch geil. Der absolute Thrashterror aus Fernost. Abartig. Schnell, brutal, intensiv. Spätestens mit dieser Band hat sich Japan in die Riege der Länder, die's voll draufhaben, katapultiert und steht jetzt auf einer Stufe mit Orten wie der Tschechei oder Holland. Eine gute Stunde lang schwangen diese Freaks die Thrashkeule in alter Dark Angel Manier, dass man schon fast sentimental werden könnte, würde um einen herum nicht im selben Moment die Welt untergehen. Aber das verheerendste war wohl, dass die Jungs nicht nur ihre eigenen, riesigen Songs zockten, sondern die Menge noch zusätlich mit zwei absoluten Klassikern, "Whiplash" von Metallica (bei dem der Sänger und der Gitarrist von Scornage die Japaner mit ihrem Gebrüll tatkräftig unterstützten) und Kreators "Betrayer", zum ausrasten trieben. So muss eine geile Metalshow ablaufen. Zwei Zugaben und johlende, schwitzende, glückliche, bierselige Menschen, soweit das Auge reicht. Mehr davon!

Setlist Cause Of Divorce:
Guilty
Take Me To Your Leader
Incomplete Knowledge
How To Belong To The Scene
Stagnation
Cause Of Divorce
Genius Morbi
The Unloved
Lack Of Loyality
Kollateralschaden
Eat Shit
Circle Of Disharmony
Syntax Error In Line 666

Setlist Scornage:
Society Kills
What Lies Beneath
Sick Of Being Human
Age Of Scorn
Shied Away From Reality
Kings Of The Night
Pain Collector
Devil’s Offer
---
Ace Of Spades

Setlist KingÂ’s Evil:
Victim And Hate
Detonation
Web Of Lies
Punish With Death
Core Dead
Whiplash
Scream
---
Betrayer
---
Stab In The Back

Erinc

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