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Konzert-Bericht

U.G.F., Sucking Leech, Festering Flesh & Cremation

Zeughaus, Passau 03.11.2001

Das Zeughaus in Passau ist eine klasse Konzertlocation. Billige Getränke (Bier DM 3,00, Anti-Alkoholika ab DM 1,50) und eine klasse Atmosphäre zeichnen das Jugendzentrum in Passau aus.

Und so fanden sich dann auch trotz Rocknacht in der X-Point-Halle und Kneipenfestival um die 160 Besucher ein, um sich von den vier Bands eine Vollbedienung in Sachen Grind und Death besorgen zu lassen.

Die erste Band Cremation verpassten wir dank meinem Beifahrer dann auch gleich. Was braucht das Weichei auch einen Schlafsack? Naja, zumindest die zweite Band, Festering Flesh aus Österreich, konnten wir uns in voller Länge geben.

Hm, was soll man über die Band sagen? Etwas unorigineller, wie ich fand, Death Metal mit kultig lustigen Ansagen. Man stelle sich vor: (österreichischer Akzent) "Soo, da näxte Song hoasd *grööööhl gröhl grööööhl* - oh, sooohri, da näxte Song hoasd nadüalich *grööööhl grööööhl gröhl gröhl*!" Das Publikum verhielt sich dementsprechend auch etwas reserviert. Etwas peinlich fand ich auf den Verweis auf ihr Tape am Merchandise-Stand, das laut eigener Aussage in Undergroundkreisen Kultstatus besitzt. Schön für sie...

Als dritte Band spielten dann die Psycho-Grindcoreler von Sucking Leech auf. Wow - die Jungs haben's drauf! Origineller Grindcore, mit Groove-Einschlag, durchaus auch für aufgeschlossenes Metalpublikum konsumierbar. Die Jungs lieferten eine spontane, aber nichts destotrotz professionell wirkende Bühnenshow, bei der gelegentliche Spielfehler nicht weiter negativ auffielen und von der Band auch souverän überspielt wurden. Die Masken, die teilweise etwas an Slipknot erinnern, sollten sie eigentlich nicht mehr nötig haben, gehörten aber laut Sänger Steff schon zum Bühnenoutfit, als das Slipknot-Kasperltheater in Deutschland noch gänzlich unbekannt war.

Momentan wird übrigens gerade an der zweiten CD gewerkelt, die im Gegensatz zur ersten Scheibe mit einer professionellen Produktion aufwarten und das ohnehin sehr gute Songmaterial noch besser in Szene setzen wird. Wir warten drauf. Die erste Demo-CD ist übrigens immer noch erhältlich und uneingeschränkt empfehlenswert.

Zuguterletzt kamen dann U. G. F., die dann auch den hohen Qualitätslevel, den Sucking Leech vorgelegt hatten, locker halten konnten. Bereits das Outfit macht klar, dass sich die Musiker selbst nicht allzu ernst nehmen, die Musik dagegen schon. So gab es einige optische Schmankerl (wer erinnert sich nicht an das rosa Fell mit den Häschen-Ohren *g*?) und dazu Hardcore-lastigen Grindcore, der sich beim anwesenden Metalpublikum grossen Zuspruchs erfreuen konnte. Als Zugabe spielte man dann noch als letzten Song des Abends den Zillertaler Hochzeitsmarsch, was zwar für einige verdutzte, aber auch amüsierte Gesichter sorgte. Wir wollen mehr davon!

Veranstaltet wurde das Festival übrigens von Isolde Malbaden-Productions, die uns auch schon das diesjährige Pfingsten mit den Walpurgis Metal Days versüssten und auch schon für nächstes Jahr grosse Pläne haben.

Andreas

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