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Interview

Interview mit A Life Divided (04.11.2004)

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A Life Divided sind einer der hoffnungsvollsten Newcomer im Metalzirkus. Gerade deshalb, weil sie für Abwechslung und Innovation stehen, was man heutzutage nur ganz selten zu hören bekommt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die bekannten Labels immer das gleiche Produkt nur in anderer Verpackung auf den Markt werfen und eine Band diesen Kalibers stiefmütterlich links liegen lassen. Jedoch ist es diese Eigenständigkeit, mit der die sympathischen Jungs aus Geretsried punkten. Am Rande des Rocksommers im Olympiapark stellten sich bei nasskaltem Wetter und sibirischen Temperaturen mit einer frischen Tasse Gerstenkaltschale Sänger Jürgen und Drummer Karl den Fragen.

HH: Dies ist Euer Inti-Debüt für Heavyhardes, und beim Debüt fragt man erst mal die "spannendste" Frage: Wie ging's denn eigentlich los?

Karl: Ich weiß nicht, ob Dir Cydonian was sagen, das war unsere Band vor A Life Divided. Wir hatten auch ein Label mit Rising Sun und die Band ist dann unglücklich auseinander gebrochen. Mehr oder weniger weil der damalige Sänger Zoff mit unserem Gitarristen gehabt hat, dem Toni, der jetzt auch noch dabei ist und - ja gut - dann haben wir halt gesagt, alles klar, wir brauchen einen neuen Sänger und der Erik (Songwriter, Gitarrist und Soundtüftler - Siebi) hat den Jürgen schon gekannt. Die sind miteinander aufgewachsen, dann haben wir den Jürgen angehauen, ob er nicht Bock hätte, bei uns zu singen. Das war eigentlich überhaupt nicht seine Musik, weil Cydonian so in die Progmetal-Richtung ging.

Jürgen: Es klang eben auch sehr 80er-lastig...

Karl: ... ja, so ein bisschen Queensryche, ich fand das sehr geil. Auf alle Fälle, als dann der Jürgen in die Band gekommen ist, und bloß noch Jürgen und Erik das Songwriting gemacht haben, hat sich auch der Sound komplett verändert. So ist eigentlich A Life Divided entstanden, wir hießen noch weiterhin Cydonian, aber irgendwann haben wir gesagt, das passt nicht mehr zu dem Sound, den wir machen. Wir wollten auch einen anderen Namen und dann haben wir uns auf A Life Divided geeinigt. Der Tobi (Bass - Siebi) ist irgendwann dazugekommen und das war es eigentlich.

HH: Bleibt der Unterschied vom Prog-Metal zum heutigen Sound. Wolltet ihr euch generell musikalisch verändern und habt deswegen auch den geeigneten Sänger gesucht? Waren die Schwierigkeiten des Splits von Cydonian deswegen, weil einige Bandmitglieder in eine andere Richtung gehen wollten?

Karl: Ja auch. Das Problem war, dass Cydonian eigentlich ein reines Projekt vom Toni war. Der hat die komplette Platte gemacht und wir haben ihm eigentlich nur geholfen. Er hat uns gefragt, wie schaut's aus, ob ich das Schlagzeug spielen könnte, Erik Keyboard und so und ob wir ihm da helfen. Klar. Es hätte ja nie einer gerechnet, dass wir damit ein Label kriegen. Und dann, Label bekommen, haben wir gesagt, bleiben wir bei der Band. Wobei es eigentlich nicht mein Stil war und auch nicht der von Erik. Wir wollten eigentlich schon immer das machen, was wir jetzt machen und das hat sich mit dem Jürgen ergeben.

Jürgen: Als sie mich dann gefragt haben, war ich eigentlich ein bisschen reserviert und hab' gemeint, ich singe zwar, aber... Wir können ja mal was probieren und so. Dann habe ich Blut geleckt, denn es klang frisch und neu und dann war ich irgendwie voll drin. Dann wollte ich auf einmal alles machen. Erfahrung hatte ich schon, ich war vorher immer in kleinen Bands.

HH: Ihr seid woher und wie lange gibt's Euch in dieser Besetzung schon?

Jürgen: Wir drei (er meint sich, Karl und Toni - Siebi) kommen aus Geretsried, Tobi ist aus Miesbach und unser Keyboarder kommt aus München. Die haben weite Anfahrtswege zum Proben. (lacht)
Seit ziemlich genau zwei Jahren haben wir angefangen zu proben. Erst wir drei am Anfang und dann so nach und nach kamen die anderen dann dazu. Also letztes Jahr um die Zeit war die Platte fertig und seitdem sind wir eigentlich kontinuierlich nur am live spielen und schauen, dass wir das Zeug an den Mann bringen und versuchen ein paar Leute zu überzeugen.

HH: Live spielen ist ein gutes Stichwort. Wie kann man sich das vorstellen für eine Band ohne Label, die also alles selber in der Hand hat? Wie kommt man eigentlich da zu Gigs und wie seriös sind die Angebote?

Jürgen: Bisher war es eigentlich recht positiv, da kümmere ich mich immer drum. Ich lasse mal 50 Mails los. Ich kann es mir selber nicht erklären, da kommt immer was zurück. Ich kenne es noch von meinen alten Bands, da war es wesentlich schwieriger. Vielleicht liegt es auch am Sound, dass wir den Nerv so ein bisschen treffen. Viele Veranstalter, obwohl wir noch keinen Namen haben, sagen, ich bin überzeugt von Euch, ihr spielt dann als erste. Das ist dann kein Scheiß, es ist ganz stattlich, da haben wir echt Glück. Auf diesen Gigs trifft man die und die Band und dann bietet die dir einen Gig an. Das macht natürlich Spaß. Das hier heute Abend ist unser Höhepunkt bisher.

HH: Trotzdem geht es tourtechnisch weiter.

Jürgen: Das ist die "All The Freaks Tour". Wir sind auf dem Sampler von Brainstorm. Brainstorm sind eine Promotionfirma, die sich zum Ziel gemacht hat, Newcomerförderung ein bisschen anzutreiben und haben einen Sampler gemacht. Nur Bands ohne Deal. Von diesem Sampler haben sich Bands zusammengeschlossen und eben eine Tour organisiert. Da spielen - es sind zwei Sampler - circa 40 Bands und die spielen in Deutschland so auf Austauschbasis Gigs. Und im Herbst werden wir dann noch eine eigene Tour machen. Unsere erste, da sind wir schon ganz gespannt - im Oktober. Von Osnabrück nach Hamburg, Berlin, Nürnberg und Bad Aibling, dem Nabel der Welt. (Gelächter)

HH: Kommen wir zur Qualität der Songs. Wie entstehen bei Euch die Songs und wie sind die Songs von Virtualized entstanden? Noch Überreste von Cydonian-Material?

Jürgen: Nach dem Split war noch kein Rohmaterial da, relativ unkonventionell, auch wenn's nicht so romantisch ist. Erik und ich machen die meisten Songs am Computer relativ fertig und die proben wir dann. Bei der Platte sind die Sachen dann ein bisschen anders entstanden - ist klar - ich meine, wenn er dazu spielt oder der Gitarrist. Es ist zwar noch relativ nah am Demo, aber man merkt schon irgendwie, dass es mit der ganzen Band einfach organischer ist. Das Songwriting geht im modernen Zeitalter so. (lacht) Ich oder Erik machen einen Song am Computer und schicken uns das Zeug dann, ich sing drauf oder er baut ihn um. Ich muss sagen, der Erik ist mehr der Soundtüftler, das ganze Keyboardprogramming und diese Beats, das macht schon er. Ich bin eher der Mann für die Melodien.

HH: Stichwort Sound. Ich finde, eure Scheibe hat einen ziemlich amtlichen Sound. Jetzt ist die Frage: Du hast ein Studio. Selbst soviel Erfahrung oder wie kommt's?

Jürgen: Mit einem Kumpel zusammen aus meiner alten Band betreibe ich das Studio. Es war nicht einfach. Der Vorteil ist natürlich, dass man so lange rumprobieren kann, bis es einem gefällt. Auf der anderen Seite sind wir auch nicht die Obercracks. Wir haben es zusammen gemischt und natürlich immer mit den Stimmen aller Beteiligten abgesprochen. Ist das besser, das weniger und das lauter. Also Cracks sind wir nicht, wir haben halt einfach rumprobiert und natürlich weiß man ein paar Kniffe, so klingt's so und so klingt's so. Insgesamt haben wir drei Monate gebraucht, bis die Platte dann fertig war. Das war ein ganz schönes Gezeter - ich will mich aber nicht beschweren. Es wartet ja auch keiner auf uns, da haben wir uns alle Zeit der Welt gelassen.

HH: Habt ihr von außen auch noch eine Meinung eingeholt?

Karl: Wir haben schon bisschen Hilfe geholt. Als die Platte fertig war, haben wir den Peter Rixner aus Tegernsee hinzugeholt. Er hat auch ein eigenes Tonstudio und hat auf dem Gebiet schon ewig lange Erfahrung. Wobei er eigentlich immer mehr weg von der Musik und hin zum Film tendiert. Aber wie gesagt, er ist schon eine Ikone auf dem Gebiet. Wie das Ganze fertig war, haben wir ihn mal eingeladen, er soll sich das anhören.

HH: Im Booklet steht auch eine Managementfirma. Wie kommt man denn dazu - zufällig oder Ausschnitt von Songs einfach mal hingeschickt ?

Jürgen: Ich kenne die. Das ist ein alter Kumpel von mir. Der hat auch schon meine vorherige Band gemanagt. Dann war ewig Funkstille und er ist auf mich zugekommen und hat gefragt, ob ich nicht was am Start hätte. Ich habe ihm was geschickt und er war so begeistert, dass er unbedingt mit uns zusammen arbeiten wollte. Es ist vor allem seine Aufgabe, hausieren bei den Plattenfirmen zu gehen. Er kommt ja aus der Plattenindustrie, er ist seit acht Jahren Promoter bei verschiedenen Plattenfirmen.

HH: Ihr habt keine Plattenfirma im Rücken. Wie stehen die Chancen auf einen Deal? Würdet ihr sagen, wir machen es lieber weiterhin selber, keiner redet uns rein, da haben wir unsere Ruhe.

Jürgen: Das ist ein kleiner Teufelskreis, würde ich sagen. Also wie gesagt, momentan sind die Zeiten eher schwierig und ich will mich jetzt nicht rausreden, er hat es versucht. Irgendwie war die Resonanz nicht so dramatisch schlecht aber sie war jetzt auch nicht so, dass man sagt, jetzt geht's los! Es war alles ein bisschen verhalten - so möchte ich es mal formulieren.

HH: Wie seid ihr denn auf den Rock Hard Unerhört-Sampler gekommen?

Jürgen: Das war wieder unser Manager. Er kennt die Leute beruflich und es war eigentlich gar nicht so sicher, dass wir da überhaupt draufkommen. Die haben uns eigentlich zuerst eine Absage erteilt und dann hat er halt noch mal nachgehakt und dann wurde eben der Song "A New Order" genommen, weil er gut in deren Konzept passte.

HH: Irgendwelche Auswirkungen direkt danach gespürt?

Karl: Eigentlich gar nichts muss ich sagen. Nichts spürbares, dass die CD Verkäufe so gravierend nach oben geschossen wären.

Jürgen: Wir haben halt mehr CDs verkauft, weil ein paar Leute auf uns aufmerksam geworden sind, aber es war jetzt nichts großartiges. Es waren so um die 30 CDs, die wir sonst nicht verkauft hätten.

HH: Wie viele habt Ihr pressen lassen?

Jürgen: Wir haben zuerst mal 500 Pressen lassen und jetzt zwei Mal nachpressen lassen, also nochmal 1.000. Wir haben noch einige. Kann man auf diesem Wege Werbung machen, dass die Leute fleißig bestellen. Schön wäre es.

HH: Jetzt ist Hauptsongwriter Erik offiziell nicht mehr dabei. Warum?

Jürgen: Bei ihm war es vor allem das Live spielen, das ist in der letzten Zeit auch ein bisschen mehr geworden und wir sind auch fast jedes Wochenende irgendwo anders. Er ist nicht der Mensch dafür. Er macht es gerne zuhause am Computer, er macht auch gerne Musik und er hat auch Bock drauf, aber will eben nicht acht Stunden im Auto hocken und dann ein Open Air spielen. Wir als Rest sind auch mehr in Feierlaune. Der ausschlaggebende Punkt war, dass es ihm auf der Straße zu viel wurde.

HH: Heißt das dann, die Stelle bleibt unbesetzt? Sucht ihr noch live jemanden?

Jürgen: Wir suchen auf jeden Fall live noch jemanden. Wir haben jetzt noch nicht richtig gesucht, aber es steht auf unseren News. Wir wollen auf jeden Fall in Zukunft mit zwei Gitarristen spielen, im Sound gerade sind so viele Harmonien drin, da braucht es eigentlich schon zwei.

HH: Warum ist gerade ein Alphaville-Cover ("Sounds Like A Melody") auf Eure Scheibe gekommen?

Jürgen: Ja, das war Erik's Idee. Er meinte, das passt zu unser Musik. Er hat das Arrangement an unseren Sound angepasst und das war's. Mir gefällt es prima und die Reaktionen darauf sind sehr gut.

HH: Ihr spielt nicht unbedingt "reinen" Metal. Wie sieht der A Life Divided-Fan aus?

Jürgen: Es ist ganz unterschiedlich, ich meine, es ist schon ein Metalalbum, kann man schon sagen. Ich meine, es wird nie ein Popperherz irgendwie höher schlagen lassen. (lacht) Aber so eigentlich Querbeet, also alle Leute, egal auf welche Musik sie jetzt stehen, die einigermassen irgendwie offen sind. Gerade auch Gothic-Leute, was mich auch voll wundert. Es gibt echt viele, denen es einfach ganz gut gefällt oder Mädchen, die halt manche Melodien super gern mögen. (lacht) Es ist schon ganz lustig.

HH: Gibt es schon neue Songs?

Jürgen: Also wir haben schon wieder einen Haufen neuer Songs. Zwei sind auf unserer Homepage. Wir schreiben jetzt mal weiter und wenn die Zeit reif ist, dann werden wir wieder Gas geben und die Lieder richtig aufnehmen. Aber es ist noch keine Zeit da. Wir sind uns alle noch nicht so ganz einig. Ich denke, so Ende diesen/Anfang nächsten Jahres.

HH: Macht ihr das abhängig von einem Plattendeal?

Karl: An dem liegt es jetzt eigentlich nicht, dass wir jetzt nicht aufnehmen oder erst dann aufnehmen. Das machen wir schon eher von dem abhängig wie viele gute Songs wir haben. Wenn wir sagen, wir haben jetzt genug Songs, die uns allen taugen, und man kriegt eine Platte voll, dann wird halt aufgenommen. Ganz einfach. Momentan ist Jürgen am experimentieren mit seinem Gesang.

HH: In welche Richtung?

Karl: Ja, er schreit jetzt auch, das finde ich ganz spannend, weil des eher so mein Stil ist. (lacht) Wir haben einen ganz neuen Song, der erst seit kurzem fertig ist, und das ist halt genau mein Ding. Deswegen will ich noch ein bisschen warten mit den Aufnahmen, weil ich gespannt bin, was in nächster Zeit noch in dem Stil erschaffen wird und ich hätte halt dann lieber gerne eher solche "Rotzsongs" auf der Platte. Wir haben jetzt bald 20 Songs beieinander, also könnten wir schon locker wieder eine Scheibe aufnehmen. Ich würde aber noch gerne warten und ich glaube, die anderen auch. Genau bis halt wirklich jeder sagt, ok, jetzt machen wir eine Platte und jeder ist komplett damit zufrieden. Es pressiert uns nicht.

HH: Das hört sich gut an, aber bei fünf oder sechs Leuten macht es das ganze eigentlich schwierig, bis jeder mit den Songs zufrieden ist oder etwa nicht?

Karl: Wurscht (lacht), weil ja dann eh ich bestimme...

Jürgen: Das haben wir bei der Virtualized auch gemacht. Wir haben abgestimmt. Wir haben Zettel verteilt und jeder hat seine Favoriten aufgeschrieben, also einfach abgestimmt, also ganz demokratisch.

HH: Das hört man ja ganz selten, meist kristallisiert sich einer als der Superdiktator.

Jürgen: Nene, da sind wir ganz demokratisch. (lacht)

HH: Andres Thema. Projekte. Ich habe euern Basser Tobi in Balingen getroffen. Der Tobi hatte noch eine Band namens Defcon 4. Gibt es noch weitere Betätigungsfelder in der Band?

Jürgen: Ich bin momentan sehr ausgefüllt.

Karl: Bei mir wäre es so, wenn sich was ergeben würde, was mir gefällt klar, würde ich schon machen.

HH: Kann auch eine ganz andere Musikrichtung sein?

Karl: Es sollte schon im Rock- oder Metal-Bereich sein. Kein Funk oder so. Da bin ich wahrscheinlich auch der falsche Mann dafür. Aber wenn sich da was ergeben würde, wäre ich jetzt nicht abgeneigt, einfach aus Lust am Musik machen.

HH: Drei wohnen in Geretsried, einer in München, Tobi in Bayrischzell. Wie oft wird geprobt?

Jürgen: Zwei Mal in der Woche, das klappt halt meistens nicht immer. Das muss man schon so sagen, es ist halt einfach schwierig. Ich meine, der Tobi hat 75 km einfach und der Keyboarder 50 km und das gestaltet sich einfach schwierig. Soweit es geht, versuchen wir es schon hinzukriegen, dass alle vollzählig da sind.

HH: Der Erik wird aber heute auch live dabei sein.

Karl: Jaja, sicher.

HH: Wie gesagt, der heutige Gig findet im Rahmen des Theatron-Rocksommers statt. Jetzt haben wir heute etwas mäßiges Wetter und ein Fußballspiel war ja auch noch, die Bayern gegen Hertha BSC. Irgendwas mitverfolgt?

Karl: 1:1, glaube ich...

HH: Scheiße oder nicht gut, seid Ihr Bayern-Fans?

Karl: Fußball ist mir eigentlich relativ wurscht.

Jürgen: Auch wurscht.

HH: Mir ist es eigentlich auch wurscht, weil ich kein Bayern-Fan bin. Trotzdem schade, bei diesem miesen Wetter waren knapp 60.000 Zuschauer, da könnte man sagen, dass viele bei so einem Sommerfest ja auch hängen bleiben. Wird wohl eher nicht so sein. Wie sind Eure heutigen Erwartungen?

Jürgen: Spaß haben. Meine Mutter fährt das Auto heim, wir wollen danach noch weggehen. Ich sehe das jetzt so als krönenden Abschluss des Jahres. Es ist natürlich schade, dass bestimmt weniger Leute da sein werden als normal.

HH: Ihr spielt doch auch die "All Freaks Tour"? Immer mit dem selben Billing?

Jürgen: Ne, Ne, das wechselt. Aber da habe ich echt keine Ahnung, wer da wie mitspielt oder nicht.

HH: Auf dem Free and Easy vom Backstage habt ihr auch schon mal?

Jürgen: Ja, das ging leider nicht, wir hatten diesen 04.09. in Berlin, der wurde uns auch für's Backstage angeboten und den musste ich dann absagen. Dann wurde Berlin abgesagt und dann habe ich das Backstage wieder angerufen und dann ging das nicht mehr. Scheiße gelaufen, aber so läuft es meistens...

HH: Wie läuft es live mit dem Equipment? Stellt das der Veranstalter?

Jürgen: Also wir haben noch nie selber eine PA mitgeschleppt. Wir nehmen meistens schon das komplette Equipment mit.

HH: Zeitlimit heute?

Jürgen: Eineinhalb Stunden, um 22 Uhr muss Schluss sein.

HH: Thema Zukunft. Wo wollt ihr mit der Band hin?

Jürgen: Asientour!!!

Karl: Asientour wäre der Traum...

HH: Warum eine Asientour?

Karl: Weil wir beide auf Asiatinnen stehen. (Gelächter)

HH: Da tut man sich ein bisschen schwer in München und Umgebung.

Karl: Jahaaaaaa, des is ja des. (bayerischer O-Ton, zwecks Authentizität so belassen - Siebi)

HH: Wobei, mittags am Marienplatz. Da stehen viele Japanerinnen.

Jürgen: ... mit ihrem Fotoapparat.

HH: Zum Abschluss wünsche ich Euch für heute viel Glück. Ich hoffe, dass doch noch einige Leute kommen. Das letzte Wort gehört Euch.

Karl: Wir würden uns sehr über Gästebucheinträge freuen zum Thema CD oder was auch immer. Wie es die Leute finden und solche Themen. Sowas ist mir z.B. immer sehr wichtig, irgendwelche Kritik der Leute...

HH: Asiatische weibliche? Sagen wir gleich ein Alter dazu?

Karl: Mia is des wurscht, i steh a auf oide. Is wurscht, aber jede Asiatin kommt umsonst aufs Konzert. (Gelächter)

Siebi

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