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Interview

Interview mit Metalforce (11.06.2010)

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Die Wege der Datenverarbeitung im Netz sind bisweilen unergründbar und so erreichte uns das schon längst beantwortete Interview der true-metallischen Krieger von Metalforce (ex-Majesty) rund um Tarek Maghary (Vocals und seines Zeichens Mitbegründer und Organisator des allseits beliebten Keep It True) erst diese Woche, nachdem es eigentlich zur Tour mit Manowar im Januar (!) bzw. zur Veröffentlichung des selbst betitelten Debuts hätte erscheinen sollen. Nichtsdestotrotz gibt's im Folgenden Infos rund um die Band und zum True Metal als Lebenselixier respektive werden Einblicke ins Biz gewährt und Anekdoten aus dem Alltag eines Fulltime-Headbangers en masse präsentiert. Viel Freude beim Lesen der bleigeschwängerten Zeilen!
(Zusatzinfo: Metalforce spielen zusammen mit Manowar, Arch Enemy, Holy Hell u.v.a. dieses Jahr auf dem Metalcamp-Festival, das seine Schwerter so entsprechend mit dem Magic Circle-Fest kreuzt.)

HH: Zunächst allerlei nietenbespickte Grüße aus dem Heavyhardes-Lager und meine aufrichtige Gratulation zum Slot auf der anstehenden Death To Infidels-World-Tour, die euch zusammen mit Manowar und Holy Hell unter anderem auch nach Fürth (18.1.), Ludwigsburg (22.1.) und München (Zenith, 25.1.) führt. Scharrt ihr denn schon mit den Hufen und werdet ihr dem Tross auch außerhalb teutonischer Gefilde angehören?

Tarek: Grüße zurück von allen Metalforce-Kriegern! Ja, ich kann dir sagen, wir können es kaum erwarten bis die Tour losgeht. Jeder, der nur einen Funken Heavy Metal im Blut hat, muss auf diese Tour kommen. Mehr Metal als man von diesen drei Bands bekommt, bekommt man nirgendwo anders. Ich kann dir sagen, dass Metalforce bereit ist, die Bühnen der Welt mit starkem Willen und enormer Kraft zu erobern und jeder, der daran zweifelt, sollte auf die Tour kommen und sich eines Besseren belehren lassen.

HH: Die Magic Circle-Community, die ja nicht nur aus Joey DeMaio, Eric Adams und Co. besteht, ist bekannt dafür, ihren Acts alle in den Grenzen des Möglichen liegende Aufmerksamkeit angedeihen zu lassen. Könnt ihr das unterstreichen und welche expliziten Vorteile bringt es für euch als Metalforce unter die Magic Circle-Fittiche genommen worden zu sein?

Tarek: Das kann ich mehr als unterstreichen. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie mit so professionellen und hingabevollen Menschen zu tun gehabt wie bei Magic Circle und wir sind stolz in diese großartige Familie aufgenommen worden zu sein. Wir haben die totale Freiheit, das zu tun, was wir wollen und werden dabei in allen Belangen perfekt unterstützt.

HH: Damit verbindet sich die nächste Frage, denn läuft eine Band wie HolyHell oder ihr nicht dabei Gefahr, zu sehr ins Fahrwasser von Manowar abzudriften und quasi als ewige Vorband zu gelten, vor allem da die musikalischen Schnittmengen relativ großen Umfangs sind?

Tarek: Das glaube ich nicht. Es gibt, denke ich, zwar eine große Gemeinsamkeit bei allen drei Bands, und das ist die absolute Hingabe zu ihrer Musik... und das unterscheidet sie von 99% aller anderen Bands. Jeden Tag in meinem Leben habe ich nur ein Ziel, eine Leidenschaft und eine Berufung: nämlich Heavy Metal.

HH: Die obligatorische Frage, die ihr höchstwahrscheinlich von jedem gestellt bekommt lautet: Warum der Wechsel des Bandnamens von Majesty zu Metalforce auf dem 2008er Magic Circle-Festival?

Tarek: Stimmt. Diese Frage habe ich mittlerweile schon das eine oder andere Mal beantwortet. Es war so, dass ich in einem Traum den Namen Metalforce vor meinem inneren Auge sah und als ich aufwachte, wusste ich genau, dass es mein Schicksal und meine Bestimmung ist, diese Band zu gründen und mit Heavy Metal die Welt zu erobern. Ich kann dir eines sagen, es könnte nicht besser laufen als momentan. Diese Band wird es für immer geben und es liegen ruhmreiche Zeiten vor uns!

HH: Erwiesenermaßen hat sich Majesty seit der Gründung 1997 eine loyale Fanbase erspielt. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie nach dem legendären 2001er Auftritt auf dem Bang-Your-Head noch minutenlang die "Hail, hail to Majesty"-Sprechchöre andauerten, während Paradox schon in den
Startlöchern standen. Stoßt ihr mit dem Namenswechsel die Anhängerschaft nicht ein wenig vor den Kopf und macht dieser denn allein aus verkaufstechnischen Gründen Sinn?

Tarek: Keines von beiden würde ich sagen. Klar waren einige auf dem 2008er Magic Circle Festival erstmal erstaunt, dass nun Metalforce die Bühne betraten aber schon nach kurzer Zeit war klar, dass die Entscheidung richtig war. Als wir dann den neuen Song "Freedom Warriors" spielten und im Publikum Tausende von Fäusten gen Himmel gereckt wurden, war eine Magie spürbar, die man durch nichts in der Welt bezahlen kann!

HH: Können wir uns denn auf der anstehenden Tour auf Klassiker der Marke "Son Of Metal", "Keep It True" oder "Heavy Metal" (zu dem einst kein Geringerer als Ross the Boss ein Solo beisteuerte) innerhalb eurer Setlist freuen?

Tarek: Ich werde jetzt nicht die Setlist verraten, aber wir werden natürlich den Fokus auf das neue Album legen - aber selbstverständlich werden auch einige Klassiker nicht zu kurz kommen. Wer mehr wissen will, muss auf die Tour kommen. Eines kann ich dir allerdings jetzt schon sagen. Wir werden live Arsch treten!!!

HH: Hut ab vor eurem neuen Album Metalforce. Meines Erachtens ist euch mit der Scheibe ein Werk gelungen, das sich durch Abwechslungsreichtum und eine außerordentliche Hitdichte auszeichnet. Um den Bogen zu schlagen: finden sich auf Metalforce noch Kompositionen, die früher im Majesty-Line Up entstanden sind oder sind die elf Songs erst in den letzten zwei Jahren geschrieben worden?

Tarek: Die Songs sind alle in den letzten zwei Jahren entstanden und dabei ist es auch ein großer Vorteil gewesen, dass Jan Raddatz und ich ein eigenes Tonstudio gegründet haben, was uns die Möglichkeit eröffnete, soviel Zeit für die Aufnahmen zu verwenden, wie wir wollten. Falls sich übrigens jemand für unser Studio interessiert, kann er sich gerne die Homepage unter www.highoutputproductions.de anschauen.

HH: Die gekonnt in Szene gesetzte Eingängigkeit vieler Stücke macht Metalforce zur äußerst kurzweiligen Angelegenheit. Vor Publikum sollten Nummern wie "Faster, Louder, Metalforce", "Freedom Warriors" und "Metal Crusaders" hervorragend funktionieren, nicht zuletzt durch die vielen zum Mitsingen oder -grölen einladenden Passagen. Achtet ihr schon beim Komponieren auf die bühnentechnische Umsetzbarkeit und letztlich erwünschte Einbeziehung der
Anhängerschaft? Oder habt ihr darüber hinaus schon den einen oder anderen Song als Testlauf vorstellen können?

Tarek: Das ist eigentlich von Song zu Song unterschiedlich. Beim Komponieren kommt es meiner Meinung einfach darauf an, dass du all deine Gefühle einfließen lässt. Das kann um drei Uhr morgens sein, wenn ich einen Einfall habe oder dann auch beim gemeinsamen Ausprobieren einer Idee mit der Band. Dass ein Song dann live-tauglich ist, kommt meistens von selbst, nachdem wir ihn alle für gut befunden haben und er zu 100% unserem Anspruch nach Perfektion in allen Belangen genügt.

HH: Neben der Verwandtschaft zu Liedgut aus dem Hause Manowar ist meiner Meinung dann und wann eine deutliche Virgin Steele-Schlagseite herauszuhören und in dieser Paarung gelingt es der Platte eine, wenn auch immer höchst true-metallische Eigenständigkeit zu entwickeln. Bewusst genutzter Einfluss oder nur Zufall, der vor allem in "I Rule The Night" und "Thunder And Lightning" aber auch in "Thunderchild" zum Tragen kommt?

Tarek: Beim Songwriting achte ich eigentlich nie darauf, ob sich ein Song nach dieser oder nach einer anderen Band anhört. Ich denke, man kann einfach nicht planen, in welche Richtung eine Komposition dann im Endeffekt gehen wird, da sie das ausdrückt, was du im Herzen fühlst. Heavy Metal ist eine Lebenseinstellung, die man deshalb auch in allen unseren Songs fühlt und erlebt.

HH: Neben dem Opener halte ich "We Are The Fire" und "Melt Thy Steel" innerhalb vieler gelungener Stücke für die ersten Kandidaten mit dem Zeug zum Evergreen. Alle drei Genannten bieten True Metal in Reinform und hätten gut und gerne auf Manowar-Platten wie Louder Than Hell oder Warriors Of The World gepasst bzw. diese bereichert. Wie sehr orientiert ihr euch am Genre als Solches, das ja bekanntlich wenig Raum für Experimente lässt, und seinen unbestrittenen Begründern?

Tarek: Darauf kann ich dir eigentlich wieder die gleiche Antwort geben. Wir orientieren uns bei allem, was wir tun, nur an uns selbst. Natürlich sind wir in unserem Leben auch durch viele Bands beeinflusst worden, aber wir schreiben jetzt nicht den einen Song nach Schema A und den anderen nach Schema B sondern machen das, was wir gut finden und so wie wir uns wohl fühlen.

HH: Überhaupt Stichwort "True Metal". Ganz pauschal gefragt: Was versteht ihr darunter? Ich denke die Frage erfährt ihre Berechtigung dadurch, dass der Begriff, wird er enger ausgelegt, Bands wie Wizard, Sacred Steel, Manowar oder auch Unrest, Black Hawk und Lost Horizon umfasst. Sieht man die Geschichte allerdings unter dem "Keep It True"-Banner, so eröffnet sich vor einem ein Sammelsurium von Combos - Hard Rock bis Death Metal -, die sich als "true" erweisen.

Tarek: Für mich bedeutet "true" zu sein, dass du nicht irgendwelchen Trends folgst, nur weil sie gerade in sind, sondern immer das tust, was deinen eigenen Idealen entspricht. Das kannst du eigentlich auf alle Bereiche des Lebens übertragen. Ich würde niemals irgendetwas im Leben tun, nur weil andere sagen dass ich es tun soll. Ich lebe stets nach einer inneren Wahrheit und das hörst du eben auch in unserer Musik. Heavy Metal bedeutet für mich alles im Leben, egal ob er gerade in den Charts ist oder nicht únd diese Einstellung bedeutet für mich eben "true".

HH: In diesem Sinne darf eventuell auch kritisch gefragt werden, ob der Begriff nicht geradezu prädestiniert dazu ist, Bands anderer Coleur und deren Anhängerschaft als eben "Whimps and Posers" abzutun? Oder umgekehrt gefragt: was wäre denn eurer Meinung nach der "False Metal" (den es in
meinen Augen durchaus gibt)? Wo wären Grenzen zu ziehen?

Tarek: Eben genau das Gegenteil von dem, was ich eben gesagt habe. Bands, die nur Metal spielen, weil er gerade eben in den Charts ist und gut ankommt und dann sofort auf eine andere Musikrichtung umschwenken, falls das mal nicht mehr so ist, sind für mich einfach falsch. Vor allem betrügen sie ihre Fans damit, die alles für ihre Band tun würden.

HH: Da du ja ganz nebenbei auch noch das Keep-It-True-Festival mitorganisiert, kann ich nicht umhin wenigstens eine Frage dazu zu stellen, die mir seit Monaten unter den Nägeln brennt (Mittlerweile, wären das wohl eine Menge mehr! - Fuxx): Wie ist es gelungen, die Legende Fifth Angel nach Süddeutschland zu locken?

Tarek: So etwas klappt nur durch viele Gespräche und Recherchen. Für das Booking des Keep It True Festivals ist ja mein guter Freund Oliver Weinsheimer verantwortlich und ich bin selbst immer stark beeindruckt, wie er jedes Jahr einzigartige Bands für das Festival ausgräbt und diese durch viel Herzblut und Zeit dazu bewegt, bei uns aufzutreten. Außerdem hat es sich mittlerweile, glaube ich, herumgesprochen, dass wir alle Bands die bei uns auftreten, immer sehr fair und respektvoll behandeln, was ja sicherlich bei vielen anderen Festivals keine Selbstverständlichkeit ist.

HH: Wie stehen eigentlich die Aktien für einen Nachfolger des ersten Dawnrider-Albums Fate Is Calling Pt. I (Projekt Magharys, unter dem ein Fantasy-Konzept mit illustren Gastmusikern umgesetzt wurde - Fuxx)? Werden da schon Pläne hinter vorgehaltener Hand geschmiedet?

Tarek: Es wird sicherlich einen zweiten Teil geben, da die Geschichte ja auch noch nicht zu Ende erzählt ist. Wann das aber sein wird, kann ich dir leider noch nicht sagen. Momentan stecke ich meine ganze Kraft in Metalforce und die anstehenden Live-Aktivitäten.

HH: Am 6. März 2010 erwartet uns eine ganz spezielle KIT-Geburtstags-Extravaganza unter dem richtig schön martialisch anmutenden Titel "Bombers and Barbarians", bei der ihr u.a. zusammen mit Ross the Boss und Paradox den anwesenden Gästen die musikalische Untermalung zu einem sicher feucht-fröhlichen Abend liefern werdet. Könnt ihr evt. ein paar mehr Details zu den Festivitäten rausrücken?

Tarek: Das wird wirklich ein fantastischer Abend, den sich die beiden Olivers zu ihrem Geburtstag da ausgedacht haben. Wir freuen uns auf alle Fälle darauf, ein tolles Konzert zu spielen. Mehr Details braucht man, denke ich, gar nicht zu wissen, nur dass es ein Abend voller Metal werden wird und - das langt ja, denke ich auch.

HH: Für die Scheibe und die Tour sei euch nur das Allerbeste zu wünschen und ich freue mich schon auf den Gig in München, die Geburtstagsparty und das nächste KIT. In diesem Sinne "Let The Battle Begin", die letzten Worte gehören euch:

Tarek: Vielen Dank für das Interview. Wir können es kaum erwarten, dass es endlich mit der Tour losgeht und ich kann dir sagen, die Hallen werden mit geballter Heavy Metal Kraft erschüttert werden.

Fuxx

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