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Interview

English VersionInterview mit Medeia (19.10.2008)

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Mit ihrem zweiten Album Cult konnten die Finnen Medeia ein Werk vorlegen, das sehr brutal aber gleichzeitig sehr abwechslungsreich ausgefallen ist. Warum das Quintett sich für Medeia als Bandnamen entschied und was Cult mit Fischen zu tun hat, darüber gab Gitarrist Samuli Peltola Auskunft.

HH: Media war die Frau von Jason in der Tragödie Medeia von Euripides. Darin wurde Medeia von ihrem Ehemann betrogen und brachte aus Rache einige Leute über den Jordan, darunter die Geliebte ihres Mannes sowie die beiden Söhne von Medeia und Jason. Wieso habt ihr euch für Medeia als Bandnamen entschieden?

Samuli: Man kann die Geschichte der Medeia auf vielfältige Art und Weise interpretieren. Vielleicht ist das einer der Gründe, warum wir diesen Namen gewählt haben, weil er sehr kontrovers ist. Es ist meiner Meinung nach auch ein sehr starker Name und nicht zuletzt impliziert dieser Name für mich eine gewisse Bosheit, Grausamkeit und Macht.

HH: Im Promozettel zur Scheibe ist davon die Rede, dass ihr Alternative Death Metal spielt, was nicht gerade eine Standardbeschreibung eines Stils ist. Kannst du bitte kurz erklären, was "Alternative Death Metal" bedeutet?

Samuli: Wir sind nicht mal nahe dran, reiner Death Metal zu sein, aber diese Kategorie passt noch am besten zu uns. Ich denke, diese Bezeichnung beschreibt unseren Sound ziemlich gut, wenn man sich mal daran gewöhnt hat.

HH: Cult ist schon eure zweite Platte, aber die erste, die ihr unter dem Banner von Fullsteam Records veröffentlicht. Wie läuft die Zusammenarbeit?

Samuli: Perfekt, zumindest bis jetzt. Beide Seiten arbeiten hart und ich glaube, sie haben realisiert, dass wir weiterkommen und das Interesse ihrerseits steigt dauernd an.

HH: Cult ist meiner Meinung nach ein sehr interessantes Album, auf dem ihr verschieden Stile vor allem aber Death Metal, einige Hardcore-Einflüsse und sogar ein paar Black Metal-Sachen kombiniert. Woher stammen eure Einflüsse?

Samuli: Ich denke, wir hören generell viele alte Sachen, aber Bands wie Carcass und Konsorten haben uns sehr beeinflusst. Ich persönlich höre alle Arten von Metal, meistens aber Death Metal. Ich denke, wir kombinieren einfach Sachen, die wir mögen und es gibt in jedem Genre etwas, das man mag.

HH: Wenn man sich die Songs anschaut, bemerkt man die zeitweise progressiven Songstrukturen, die Cult auch für längere Zeit interessant machen. Wie siehst du das?

Samuli: Ich hoffe doch, obwohl es gar nicht unsere Absicht war, so progressiv zu klingen. Es kann auch einfach sein, dass die Songs ein wenig schräg sind, weil wir keine sonderlich guten Songschreiber sind. Nein, mal im Ernst, wir mögen es, hin und wieder einige schwierige Sachen zu machen, aber wir versuchen gleichzeitig die Songs so zu schreiben, dass sie funktionieren.

HH: Was ich auch sehr interssant finde, sind die klassischen Keyboardpassagen von Laura Dziadulewicz. Wie wichtig ist das Keyboard für eure Musik? Werdet ihr das beibehalten?

Samuli: Wir werden diese Sachen auch in Zukunft verwenden, sie sind inzwischen ein Teil unserer Musik. Laura ist klassische Pianistin und sie kann sich so am besten ausdrücken, so wie ich mich über viel Verzerrung ausdrücke.

HH: Nachdem ihr euer erstes Album Quantum Holocaust World Domination draussen hattet, verließ euer Sänger Teemu Karjalainen die Band und wurde durch Keijo Niinimaa ersetzt, der seine Stimmbänder auch als Frontmann von Rotten Sound quält. Warum hat Teemu die Band damals verlassen?

Samuli: Er hat sich in der Band einfach nicht mehr wohl gefühlt, er ist aus meiner Sicht mehr ein Solokünstler bzw. Studiomusiker.

HH: Wie kam dann der Kontakt mit Keijo zustande? Warum wolltet ihr mit ihm arbeiten und was war der Grund, warum er bei Medeia eingestiegen ist?

Samuli: Keijo hat sich zuerst als Gitarrist versucht, aber das hatte sich erledigt, als Laura zur Band kam und wir beschlossen hatten, dass wir keinen weiteren Gitarristen brauchen. Wir kannten uns also schon, als Teemu ging und es war irgendwie ganz natürlich, dass wir Keijo fragten, ob er bei uns einsteigen will.

HH: Keijo ist also ein richtiges Bandmitglied?

Samuli: Fuck yeah!!!

HH: Das Schlimmste an Cult ist die Spielzeit von ca. 30 Minuten, was in meinen Augen ein wenig kurz ist. Warum gibt es nicht mehr Musik auf Cult zu hören?

Samuli: Da schiebe ich die Schuld auf unseren Drummer Janne und auf Keijo, diese Bastarde wollen die Songs immer schneller spielen als geplant. Aber im Allgemeinen schreiben wir auch kurze Songs, vielleicht ändert sich das in Zukunft.

HH: Neben eurer offiziellen Homepage habt ihr wie viele andere Bands auch eine MySpace-Seite. Welche der beiden Seiten ist wichtiger für die Band? Warum ist das so?

Samuli: Die MySpace-Seite, weil sich dort so ziemlich alles abspielt.

HH: Cult war vor seiner Veröffentlichung auch als Stream auf MySpace zu hören. Wie hat sich das auf die Verkäufe von Cult ausgewirkt?

Samuli: Ich weiß nicht, aber ich hoffe, es hatte einen positiven Effekt. Für mich ist es aber wichtiger, dass wir mit unserer Musik viele Menschen erreichen, als dass wir viele Alben verkaufen.

HH: Heutzutage benutzen viele Leute YouTube und MySpace, um ihre privaten Videos zu verbreiten, aber auch Bands und Labels nutzen diese Plattformen, um ihre Videos zu präsentieren. Vor einigen Jahren war es kaum möglich, sein Video an den Mann zu bringen, weil MTV und alle diese Sender keine oder kaum noch Metal-Videos gezeigt haben. Lohnt es sich inzwischen wieder, Videos zu einer Scheibe zu machen?

Samuli: Hast du unser Video zu "Cold Embrace" gesehen? Das Budget dafür betrug ca. 200 Euro, wir erwarten also nicht, dass es sonderlich profitabel ist.

HH: Kannst du uns ein bisschen mehr dazu erzählen? Wer führte Regie, wo wurde es gedreht, wie war es, das Video aufzunehmen?

Samuli: Oh, du hast das Video also gesehen, schön! Wir haben selbst Regie geführt und wurden beim Dreh von ein paar Freunden unterstützt. Wir wollten dabei so "Immortal" wie möglich sein während wir in unserer Heimatstadt Spaß haben. Wir haben als einen sonnigen Tag damit verbracht, Bier zu trinken und rumzuhängen. Einige Leute waren dabei ziemlich schockiert, wir eingeschlossen.

HH: Stell dir vor, Cult wäre ein Tier. Was für ein Tier wäre das und warum?

Samuli: Was wäre wohl das schwulste Tier, verdammt, ich glaube nicht, dass Tiere schwul sein können. Aber wie wäre es mit einem Pavian oder etwas ähnlichem! Vielleicht wäre auch ein großer Fisch in Ordnung, etwa ein Delfin? Und erzähl mit jetzt bitte nicht, das sei kein Fisch!

HH: Wann können wir euch hier in Deutschland live erleben?

Samuli: Wie kommen sobald wie möglich!

HH: Vielen Dank für deine Zeit und weiterhin viel Erfolg! Zum Abschluss ein paar Worte?

Samuli: Zum Wohl!

Lord Obirah

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