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Interview

Interview mit Six Reasons To Kill (19.06.2008)

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Six Reasons To Kill haben vor Kurzem ein Mords-Album vom Stapel gelassen, woran sich noch einige Bands messen lassen werden müssen. Grund genug, um Schlagzeuger Flo ein paar Löcher in den Bauch zu fragen. Diese beantwortet er bereitwillig und lässt ein paar interessante Details zum Vorschein kommen.

HH: Servus Six Reasons To Kill, erst einmal wie geht es euch? Wie ist so die Stimmung im SRTK-Lager?

Flo: Die Stimmung ist durchweg positiv und eigentlich ganz hervorragend. Das Album ist am 6.6.2008 erschienen und wir freuen uns auf die anstehenden Konzerte. Wir wollen die neuen Stücke natürlich auch live promoten und sind gespannt, wie die Leute das Material auf den Konzerten aufnehmen werden. Natürlich ist das Publikum noch nicht so mit den neuen Songs vertreut. Bisher haben sie aber immer sehr geil darauf reagiert und konnten schon beim zweiten Refrain von Bleeding Stereo mitsingen oder so. Das ist dann natürlich ein gutes Zeichen und ein geiles Gefühl.

HH: Wie sind bisher die Reaktionen auf euer neuestes Machwerk ausgefallen?

Flo: Durchweg positiv. Ich freue mich, dass wir so viele gute Kritiken haben. Wir haben ja mit unserem neuen Shouter Thorsten den Sound noch ein bisschen verändert. Aber das scheint offenbar ganz gut anzukommen. Thorsten öffnet Türen bei den Leuten, die uns vorher eher kritisch gegenüber gestanden haben. Jetzt plötzlich kommen größere Magazine auf uns zu und wollen ein Interview mit uns machen oder schreiben gute Reviews. Da geht schon einiges im Augenblick, und das ist natürlich erfreulich und positiv zu werten.

HH: Ihr habt euch ja mit dem Nachfolger von Reborn genau drei Jahre Zeit lassen! Das ist eine Menge für eine Band, erzählt doch mal, was ihr in der Zwischenzeit so getrieben habt und warum es solange gedauert hat, das neue Werk herauszubringen.

Flo: Wir waren trotz der reichlich langen Zeit zwischen den Veröffentlichungen nicht ganz untätig und haben seit der Veröffentlichung von Reborn viele Shows und Festivals gespielt und sind mit Burning Skies durch Europa getourt. Dann haben wir 2006 begonnen, neue Songs zu schreiben. Ende 2006 hat uns Chris, der alte Six Reasons To Kill-Shouter, verlassen. Glücklicherweise haben wir in Thorsten recht bald einen würdigen Ersatz gefunden, der uns so dermaßen mit seinen Qualitäten in den Arsch getreten hat, dass wir uns die Zeit genommen haben, die bereits fertigen Stücke nochmals zu überarbeiten und neue Stücke zu schreiben, die dem Hörer die Schuhe ausziehen sollten. Die Band ist seitdem zu einer homogenen Einheit verschmolzen und mittlerweile haben wir das stärkste Line-Up aller Zeiten. Und so klingt halt auch die neue Platte: Kraftvoll, aber dennoch charakteristisch.

HH: Stell den Thorsten doch mal unseren Lesern genauer vor und erklär mir, warum es zu dem Wechsel kam.

Flo: Bei Christian hatten sich einige berufliche Perspektiven aufgetan, die ein weiteres Engagement bei Six Reasons To Kill nicht mehr zuließen. Also kein Streit oder so was. Thorsten ist eigentlich Sänger bei der Limburger Hardcore-Band Bubonix. Wir kennen die Jungs mittlerweile schon ein paar Jahren von gemeinsamen Shows und so war Thorsten kein Unbekannter für uns. Als Christian seinen Austritt erklärte, bot Thorsten uns seine Qualitäten als Sänger an. Christian hatte ein extrem präsentes Organ, das sehr druckvoll und ultravoluminös rüberkam. Thorsten bietet dafür aber ein breiteres stimmliches Spektrum. Der Typ ist hammervariabel. Und das ist total geil. Außerdem war er der einzige Kandidat, der Christian in punkto Charisma auf der Bühne das Wasser reichen kann. Und das alles hat uns eben überzeugt.

HH: Ist der neue Vokalist auch für die markanten Veränderungen im euren Sound verantwortlich, dass, nach meinen Befinden, um einiges schneller geworden ist?

Flo: Gute Frage. Ich denke ja. Christian hatte immer Probleme mit dem schnellen Parts und hat dann dafür plädiert, anstelle der schnellen Parts lieber Mid-Tempo zu spielen. Jetzt, wo wir einen Shouter heben, dem das nix ausmacht, leben wir uns vielleicht mehr in diese Richtung aus. Du bist übrigens der erste, der mich danach fragt. Another Horizon ist tatsächlich unser schnellstes Album bisher.

HH: Das Artwork wurde ja mal wieder von Glashaus angefertigt, aber was will es uns diesmal sagen? Steckt da eine Message dahinter?

Flo: Man erkennt eine Horizontlinie auf dem Coverartwork, in der ja auch der Albumtitel Another Horizon steht. Mit den Höllenkreisen im Hintergrund gibt es einen deutlichen Verweis auf Dantes "Göttliche Komödie". Die Hölle wird in dieser Geschichte aus dem 14. Jahrhundert als Trichter dargestellt, der bis zum Erdmittelpunkt führt und in neun Höllenkreise unterteilt ist. Die Kreise stehen also für das Inferno und symbolisieren Tragik und Schicksal. Die Türme auf dem Kopf von dem Typen symbolisieren so was wie Aussicht und Erkenntnis und daraus resultierender Zuversicht. Da entsteht also ein "visuelles Spannungsfeld" zwischen diesen Polen, und das ist halt gewissermaßen eine Analogie zum Textkonzept auf Another Horizon, das ja auch zwischen diesen Gefühlszuständen pendelt.

HH: Six Reasons To Kill haben ja den Ruf, eine exzellente Live-Combo zu sein, wann werden die Fans endlich das Glück haben, eure Shows auf DVD betrachten zu können? Oder zumindest in Form einer Audio-CD eurem Treiben auf der Bühne zu lauschen?

Flo: Wir müssen halt mal sehen, wie sich so was realisieren lässt. Geplant ist das mittelfristig nicht, aber wenn sich da eine Möglichkeit ergeben würde, hätte von uns niemand etwas dagegen. Professionelle DVD-Produktionen sind aber sehr teuer und aufwendig. Sonst würden Bands wahrscheinlich nur DVDs auf den Markt werfen. Es gilt also, erstmal Material zu sammeln und dann zu sichten. Wenn wir davon genug zusammen haben, kann man mal über eine solche Idee nachdenken. Vielleicht auch als Zugabe zu einem neuen Album.

HH: Wie sehen die Pläne jetzt aus? Wird es eine umfassende Europa/Welt-Tournee geben, um das neue Material zu präsentieren?

Flo: Als nächstes stehen erstmal einige Festivals ins Haus. Und im Herbst werden wir dann auch auf Tour gehen, um das Album in den Clubs zu promoten. Dazu kann ich aber im Augenblick noch nix Konkretes sagen, wann und wo das laufen wird.

HH: Ich hab ja nun mittlerweile schon des Öfteren von Vergleichen mit Killswitch Engage gelesen und der Song "Observer" geht auch stark in diese Richtung! Ist euch das bewusst, dass ihr in diese Richtung tendiert, oder ist die ganze Sache nur ein Zufallsprodukt und die Vergleiche nerven euch langsam?

Flo: Ja, ich hab das auch schon gelesen und bin danach auch schon befragt worden und ich kann darin beim besten Willen nichts Schlechtes sehen. Im Gegenteil: Ich habe schon schlimmere Vergleiche gehört. Ehrlich gesagt ist mir das aber Latte, ob die Leute uns mit Killswitch Engage, Soilwork, Throwdown oder sogar P.O.D. vergleichen. Solange es den Leuten gefällt, ist es gut. Ich finde, jeder Vergleich greift bei genauerem Hinhören irgendwann zu kurz. So was wie "Massgrave Memorial" wird man zum Beispiel vermutlich nicht bei Killswitch Engage zu hören bekommen. "Observer" ist natürlich ein bewusst komponierter Song, aber ich finde, er passt vom Konzept her auch noch zu Six Reasons To Kill.

HH: So genug der Fragerei! Vielen Dank für deine Zeit und deine Geduld! Die letzten Worte, sind die deinen!

Flo: Danke für das kurzweilige Interview, und die Zeit, die du dir dafür genommen hast. Man merkt, dass du dich mit unserer Platte beschäftigt hast. Weiterhin möchte ich jedem Leser Another Horizon ans Herz legen. Lohnt sich! Checkt unsere MySpace-Seite für einen Höreindruck und unsere Homepage für regelmäßige News. Ich hoffe, man sieht sich auf Tour.

Basti

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