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Victimizer (NL) - Tales Of Loss And New Found Serenity

Victimizer (NL) - Tales Of Loss And New Found Serenity
Stil: Death Metal
VÖ: 04. Oktober 2010
Zeit: 45:23
Label: Deity Down Records
Homepage: www.victimizer.nl

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Die Niederländer Victimizer haben nach einem Demo, der ersten Scheibe Devided As One (2003) und der 2007er EP The Spiral Down einen Vertrag mit Deity Down ergattert. Zeit für brutalen Death Metal, der sich nicht nur über Geschwindigkeit definiert. Der Opener "For What Matters Now" belegt eine fesche Death/Thrash-Schlagseite. So kennt man eine Rifffolge von den Niedersachsen Dew-scented und ihrem Killersong "Soul Poison". Das ist kein schlechter Vergleich. Die Melodien wildern tief im brach hinterlassenen Dissection-Feld der frühen 90er Jahre. Ja hallo, sind hier die legitimen Nachfolger am Werk?

Die Vergleiche zu der schwedischen Institution im Gitarrenbereich drängen sich auch im weiteren Verlauf der Platte förmlich auf. "A Psalm To The Fallen" möge als weiteres Beispiel dienlich sein. Dazu Blast as Blast can. Nein, nicht der nukleare Blast, nicht vom Wind verblasen, nein, sondern die hyperschnelle Snare- und Bassdrumbearbeitung des Fellwerkers sind hier gemeint. Das reizt der Drummer bei Wunsch bis zum Anschlag aus und leider ermüden einige Passagen damit rasch. Jeder Song bekommt sein Geblaste. Trotzdem ist es kein klassischer Brutal Death, wie ihn Hate Eternal oder deutsche Kapellen wie Defloration oder Fearer (RIP) runterprügeln, dafür sind die Sixstrings zu melodisch ausgelegt. "To Preserve From Precipice" belegt diese These vortrefflich. Breaks mit kurzen groovigen Parts geben sich mit Dauergeballer die Klinke in die Hand. Dazu growlt Frontsau Niels Feekes als gäbe es keinen Morgen mehr. Nichts für zartbesaitete Gemüter, aber eben noch ein Stück vom Brutal Death Metal made in USA weg.

Dissection-Jünger, die sich The Somberlain und natürlich Storm Of The Light's Bane zu ihrer täglichen Überlebensdosis einpfeifen, müssen ihre Öhrchen spitzen und tragen die Scheibe mit genüsslicher Vorfreude nach Hause. Zuhause gibt es dann kein Halten mehr und man bangt sich das verballerte Köpfchen vom Rumpf. Roh, fies und dennoch mit galanten Melodien versehen. Ein Spagat, der hier vollkommen treffsicher gelingt. Für Genrefans ist Tales Of Loss And New Found Serenity ein unbedingtes Muss in der Sammlung, alle anderen Extremmetaller sollten zumindest mal reinhören.

Siebi

4 von 6 Punkten

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