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Folkodia - Battlecry

Folkodia - Battlecry
Stil: Viking Metal
VÖ: 04. März 2010
Zeit: 49:13
Label: Stygian Crypt Productions
Homepage: -

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Ein Bekannter meinte vor gar nicht allzu langer Zeit, dass "im Folk Metal doch alles gesigned wird, was eine Gitarre halten kann". Das mag zwar böse klingen, aber manchmal hat man das Gefühl, dass es nicht einmal nötig ist, die besagte Gitarre richtig herum zu halten, um einen Vertrag zu bekommen. Dabei liest sich die Vita der bei Folkodia beteiligten Musiker (u. a. Folkearth, Swordbearer und Uruk-Hai) doch ganz lecker...

Das multi-nationale Projekt Folkodia besteht aus zwölf Musikern aus acht verschiedenen Ländern, wurde Ende 2007 gegründet und legt mit Battlecry nun schon den dritten Longplayer vor. Bei diesem Arbeitstempo könnte man den Verdacht bekommen, dass es sich möglicherweise um ein paar musikalische Schnellschüsse handeln könnte. Mangels Kenntnis der älteren Werke kann ich das nur beim aktuellen Output beurteilen, aber hier scheint der Begriff "Schnellschuss" definitiv angebracht, denn irgendwie passt auf dem Album so gar nichts zusammen. Und das verwundert angesichts der beteiligten Künstler doch arg. Ich will damit nicht einmal sagen, dass alles auf dem Album schlecht wäre, nein, einige nette Ideen wurden schon in die Stücke integriert, aber die Ausführung geht, gelinde gesagt, deutlich ins Höschen. Man nehme als Beispiel "Blood Red Axes", bei dem nach der Einleitung eine weibliche Stimme ertönt, die sich wohl ein Duett mit der Leadgitarre liefern soll. Das klingt dann so was von schief und zehennagelaufrollend, dass einem Angst und Bange werden kann. Hier ist nichts, aber auch gar nichts, auf einander abgestimmt. Und das ist nur eines von vielen Beispielen, bei denen die Multikulti-Truppe von einer rhythmischen Katastrophe zum nächsten melodischen Desaster stolpert.

Irgendwie klingt das Album, als hätten die beteiligten Musiker ihre Parts völlig unabhängig voneinander (und wohl auch ohne das Wissen, was die anderen machen) eingespielt und das Mixing wurde von jemandem erledigt, der überhaupt nicht wusste, wie das Endprodukt klingen sollte. Am ehesten kann man noch die Parts anhören, bei denen wenig Musiker beteiligt sind, das sind die Missklänge noch am wenigsten auffällig, obwohl auch hier nicht wenige rhythmische "Experimente" zu hören sind, die für mich schlicht und ergreifend falsch klingen.

Nein, auch wenn hier namhafte Musiker am Werke sind, Battlecry klingt einfach schlecht gespielt und zwar sehr schlecht. Oder schlecht geschrieben, was im Endeffekt aber aufs Gleiche rauskommt. Dann doch lieber Folkearth...

Hannes

2 von 6 Punkten

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