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Emergency Gate - The Nemesis Construct

Emergency Gate - The Nemesis Construct
Stil: Modern Metal
VÖ: 30. April 2010
Zeit: 46:50
Label: Twilight Zone Records
Homepage: www.emergency-gate.com

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Soilwork!!! Das war das erste, was mir nach dem Einlegen der neuen Emergency Gate-Scheibe durch den Kopf ging. Gerade mal ein Jahr, nachdem Kollege Dagger das Vorgängeralbum Rewake mit unserem beliebten Teufelchen gekürt hat, liegt schon der Nachfolger The Nemesis Construct in den Regalen gut sortierter Plattenläden. Offensichtlich hatten die Jungs um Ex-Suidakra-Sänger Matthias Kupka trotz der Touraktivitäten mit Kreator und Caliban Anfang des letzten Jahres und der Stippvisite auf unserem Münchner Helion-Festival noch genug Zeit, sich um neue Songs zu kümmern. Ich würde sogar behaupten, dass Emergency Gate das Touren sogar recht gut getan hat - wie sonst kann man sich die dreizehn frischen und energiegeladenen Hämmer auf der aktuellen Scheibe erklären, mit denen jetzt zum wiederholten Male der Versuch angetreten wird, das Teufelchen zu ergattern.

The Nemesis Construct zeigt schon mit dem Opener "Alternative Dead End", wo es lang geht: fette Gitarren im Stakkatostil, ein vernünftiges Tempo, amtliche Grunts und melodische, fast poppige Refrains, die den Songs gelungene Sahnehäubchen aufsetzen, ohne dass der ganze Laden zu arg an Härte verliert. Das folgende Stück "Nothing To Loose" hängt da kaum hinterher, führt aber den allgegenwärtigen Synthesizer noch prägnanter als tragendes Element des Emergency Gate-Sounds ein. Während des nächsten Songs bleibt mir erstmal kurz die Luft weg. Das ist doch - tatsächlich: Tom Englund! Da trällert doch glatt Evergreys Lichtgestalt Tom Englund den Refrain. Wie geil! "Dark Side Of The Sun" ist ein herrlicher Mid-Tempo-Groover geworden, der wieder mit starkem Keyboardeinsatz und einer unglaublichen Spannung zwischen den doch recht verschiedenen Gesangsstilen von Tom und Matthias beeindruckt. Bei "Story Of A Psychopath" ist allein schon das disharmonische Eröffnungsriff ein Garant für einen Gassenhauer und "An End To The Age Of Man" kommt abermals mit frischen und verspielten Synthiehooks, insbesondere beim Solo, aus den Boxen gebrettert. Viele Bands verprellen ja mit solch technoiden Spielereien gerne mal die angestammte Fanschar, aber in diesem Falle bin ich fest davon überzeugt, dass das Experiment, wie auch damals bei Soilworks Natural Born Chaos, voll aufgeht. Egal, wie viele Synthies die Jungs da reinklopfen, die Songs bleiben einfach heavy und knallen wie Sau.

Aber damit sind wir noch lange nicht am Ende. Der Doppelschlag aus dem hitverdächtigen Kracher "Point Zero", in dem man mal hören darf, wie gut Herr Kupka sein Organ im Griff hat, und dem heftigen Genickbrecher "Excite!" machen verdammt Lust darauf, die Nackenmuskulatur mal wieder aufzuwärmen. Das melancholische, aber nicht weniger heftige "As My Bride Cries Blood" beginnt mit einem morbiden Intro und entwickelt sich zu einem heftigen Stampfer, bevor mich "This Time" mit einer bemerkenswerten Mischung aus In Flames und Industrialsounds mal durchschnaufen lässt. Aber nur kurz, denn "Green Mile" zieht das Tempo schnell wieder an, bringt ein paar bestechende Schwedenriffs mit und endet in einem überraschenden, balladesken Klavieroutro. "Diary Of Nightmares" entwickelt sich zu einer Dampfwalze vor dem Herrn und das variable "In Vain" ruft Erinnerungen an vergangene Sentenced-Tage wieder wach. Zu guter Letzt bleibt noch das fast schon als episch zu bezeichnende "World Escape", welches The Nemesis Construct mehr als standesgemäß beendet.

Wobei - wenn es euch genauso geht wie mir, dann werdet ihr ebenfalls nicht ans Ende denken, sondern sofort wieder den Play-Knopf drücken oder gleich die Repeat-Taste reinhauen, denn es ist einfach zu schade, das Album nur einmal zu hören. Respekt, meine Herren, das Teufelchen ist euch zum zweiten Male gewiss. Weltklasse!

Sebbes

6 von 6 Punkten

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