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Konzert-Bericht

Cremation, Festering Saliva, Fetus Christ & Illegimitation

Titanic City, München 20.11.2003

Kaum kommen hier im Forum wieder Diskussionen über eine bescheidene Münchener Szene zum Vorschein, schon wird man eines besseren belehrt! So passiert im Titanic City beim Abschlußgig der Bavaria Blasting Tour 2004. Für Münchner Undergroundverhältnisse (und wohl auch für Titanic Verhältnisse!) mit ca. 220 anwesenden Personen ein richtig außergewöhnlicher Besucheransturm, gespickt mit viel Metal-Frischfleisch und den üblichen Verdächtigen. Geile Stimmung, sehr guter Sound, viel Gebange und noch mehr Alkohol. Ein gutes Vorzeichen für die anstehende "Winter-Metal-Konzert-Saison"...

Zu früher Stunde (20.15 Uhr) aber vor schon zahlreich vorhandener Kulisse eröffnete der noch sehr junge Vierer von Illegimitation aus Landshut das Konzert. Und als ob das Publikum schon danach gierte, wetterten die Jungs mit ihrer abwechslungsreichen Mischung aus Death- & Blackmetal los. Hervorzuheben ist in erster Linie der erst 16jährige Schlagzeuger, der schon in so jungen Jahren wirklich Ahnung vom Drumming hat und seine Aufgabe auch am zwischenzeitlich für ein Intro entfremdete Chello entsprechend souverän meisterte. Musikalisch waren viele gute Ansätze und Ideen zu erkennen, die die Band auf jedenfall ausbauen sollte. Als Zugabe eines relativ kurzen Sets gab man dann noch eine Coverversion von Vader ("Foetus God" vom "Back From The Blind"-Album!) zum besten, die sich gewaschen hatte. Respekt vorm Nachwuchs. (An dieser Stelle sein noch erwähnt, das die beiden Frontmänner Steffen und Ketzer gleichzeitig auch die Organisator dieser Tour waren!!!)

Nach kurzer Umbaupause (evtl. auch "zu kurzer" aufgrund der tropischen Temperaturen und der dadurch nötigen Flüssigkeitsaufnahme, die durch die Anzahl der Durstigen nur schleppend von der Bar bewätigt werden konnte) eröffneten die Deathgrinder von Fetus Christ mit einem Intro der "Happy Tree Friend" (Zeichentrick-Sadomaso, unbedingt mal in "google" suchen!) ihr Set. Ein eigends aus Weißwasser uns Augsburg angereister "Fanclub" machte den Gig für den Fünfer fast zum Heimspiel. Sich immer in der oberen Hälfte der Geschwindigkeitsskala bewegend, aber dennoch abwechslungsreich präsentierte man sich dem Münchener Publikum. Es ist schwer, einen musikalischen Vergleich zu anderen Bands zu ziehen, drum überlasse ich das den Anwesenden dieses Abends, weil - Geschmäcker sind verschieden und genauso Meinungen! Nach ner guten halben Stunde war auch hier schon Schluß und vom Band lief ein sehr kultiges "Super Mario"-Thema als Outro (oder war das in Königsbrunn, scheiß Alk!). Ein Beweiß, das bei den Jungs von Fetus Christ der Spaß einen großen Stellenwert hat.

Zu Festering Saliva muss ich jetzt darauf hinweisen, das ich als Bassist der Band hier nur subjektiv und wenig schreiben will, weil man sich bei Selbstbeurteilungen nach Außen immer auf dünnem Eis bewegt. Jedenfalls gönnten wir dem Publikum eine etwas längere Pause zum durchschnaufen und eröffneten mit unserm Intro vom "Old Christian Soul"-Demo. Neben fünf alten Songs gabs auch vier Neue, die nicht auf der noch aktuellen CD "The Isle Of Nightmares" sind. Für uns ein sehr geiler Gig aufgrund der von Anfang an fetten Stimmung vor der Bühne und gleichzeitig auch eine gelungene Heimpremiere für unseren neuen Klampfer Gert. Also, wir konnten garantiert nicht meckern...

Bei Cremation aus Pfarrkirchen - dem Headliner der gesamten Tour - wurde dann leider der Sound meines Erachtens ein weniger schlechter, das man am ehersten am Drumming hörte. Trotzdem bolzten die Drei um Fronter Alex gnadenlos ihren amilastigen Deathmetal unters Volk, das nach den voran gegangenen drei Band immer noch nicht müde war (Und ich betone es gern nochmal - viele Frischfleich in den ersten Reihen vor der Bühne!!!). Also auch für die Niederbayern ein gelungener Auftritt, der mit der "I want you to suffer" Aufforderung und dem danach folgenden Opener der aktuellen Cremation-CD "Hate Contermination" abgeschlossen wurde.

Bleibt mir als Mitglied des Tourtroßes nur zu sagen, das es für alle 4 Bands ein fetter Gig mit geilem Publikum und ner genialen Stimmung der absolute Höhepunkt der Tour war, die nächstes Jahr im Herbst ne Wiederauflage erleben soll...
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