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Cradle Of Filth - Dusk... And Her Embrace - The Original Sin

Cradle Of Filth - Dusk... And Her Embrace - The Original Sin
Stil: Gothic / Black Metal
VÖ: 08. Juli 2016
Zeit: 71:16
Label: Cacophonous Records
Homepage: www.cradleoffilth.com

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Fragt man nach dem Meisterstück von Cradle Of Filth, so dürften die meisten Kenner der Band wohl das 1996er Zweitwerk Dusk And Her Embrace nominieren. Mit seiner kompositorischen Klasse und innovativen Vielseitigkeit verhalf das Album der britischen Band nicht nur zum endgültigen Durchbruch. Der Mix aus Black und Gothic Metal war am Puls der Zeit und lieferte Inspiration für viele Kopisten, die das Original aber nie erreichten. Apropos Original. Das eigentliche Original zu Dusk And Her Embrace blieb - wie wir nun belehrt werden - der Öffentlichkeit zunächst verwehrt. Eine erste Aufnahmesession stammt nämlich aus dem Jahr 1995 und wird nach 21 Jahren über das kürzlich wiederauferstandene Label Cacophonous Records veröffentlicht.

Abgesehen vom deutlich harscheren und primitiveren Sound, der die damalige Pionierarbeit im Übrigen kein bisschen schmälert, gibt es noch ein paar weitere Details, die sich vom 1996er Release unterscheiden. Zunächst ist das instrumentale Intro ein anderes. Außerdem wurde der Opener "Nocturnal Supremacy" 1996 nicht für Dusk And Her Embrace verwendet, sondern erschien - ebenfalls 1996 - auf der EP Vempire - Dark Fearytales In Phallustein. Die Reihenfolge der Songs ist eine andere und - ganz wichtig - der kommerziellste Hit des Albums, nämlich "Malice Through The Looking Glass" war 1995 offenbar noch nicht geschrieben. Dafür gibt es mit "Carmilla's Mask" ein Outro, das es wiederum nicht auf das 96er Werk geschafft hat. Von diesen formalen Äußerlichkeiten abgesehen, gibt es auch kompositorische Differenzen zwischen beiden Versionen. Das nun vorgestellte "Beauty Slept In Sodom" hinkt seiner weiterentwickelten Fassung beispielsweise schon arg hinterher. Es ist also Quatsch, wenn auf dem Promozettel steht, die Menschheit war 1995 noch nicht bereit für dieses Material. Das Material war schlicht und ergreifend noch nicht ausgereift für eine Veröffentlichung. Ganz einfach.

So entspricht die Wildheit und Brutalität dieser Erstaufnahme, die mit dem Untertitel The Original Sin nachträglich gekennzeichnet wurde, eher dem Cradle-Debüt The Principle Of Evil Made Flesh und dürfte in erster Linie für Die-Hard-Fans und Sammler interessant sein. Klanglich machen die Songs einen guten Eindruck, schließlich wurde das Material digital remastered. Als Obolus gibt es noch die Demoversionen zu den Songs "A Gothic Romance" und "Nocturnal Supremacy". Das Artwork stammt allem Anschein nach aus unserer Zeit, kann dem Design der 1996er Dusk And Her Embrace von Nigel Wingrove auf Basis einiger Bilder des Kultfotografen Simon Marsden aber bei weitem nicht das Wasser reichen.

Dagger

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