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Gorgoroth - Instinctus Bestialis

Gorgoroth - Instinctus Bestialis
Stil: Black Metal
VÖ: 12. Juni 2015
Zeit: 31:18
Label: Soulseller Records
Homepage: www.gorgoroth.org

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Spricht man von ursprünglichem, norwegischem Black Metal, so wird man übereinkommen, dass die Band Gorgoroth sicherlich zu den letzten noch verbliebenen Bastionen aus der alten Zeit gehört, die diesen Stil auf einigermaßen kommerzieller Ebene aufbereitet. Ihr letztes Manifest Quantos Possunt Ad Satanitatem Trahunt mit dem heimgekehrten Pest am Mikro war ein Pfund mit dem die Truppe um Mastermind Infernus bedenkenlos wuchern konnte. Doch nun hat sich das Besetzungskarussell um eine weitere Runde gedreht. Für die Vocals verantwortlich zeichnet ab sofort der mit 27 Jahren noch recht junge Serbe Atterigner, den manch einer von den Bands Triumfall und Terrörhammer her kennen mag. Mit seinem verhältnismäßig tiefen Vortragsstil bringt er nicht nur neuen Wind in die Band, sondern schiebt das Liedgut auch ein gutes Stückchen in Richtung Death Metal. Möglicherweise wird dieser Eindruck noch verstärkt, da der Schwede Thomas Asklund, der einige Jahre bei Dissection im Boot war und bei Gorgoroth nun die Felle verklopft, die Songs aufgenommen und gemischt hat.

Von dieser leichten Kurskorrektur abgesehen spielt sich auf Instictus Bestialis so einiges im Midtempo ab. Tatsächlich legt die Band auch offenkundig viel Wert auf den Faktor Melodie. Los geht es aber erst einmal traditionell mit ordentlicher Geschwindigkeit. Der Opener "Radix Malorum", der locker auch auf Under The Sign Of Hell einen festen Platz gefunden hätte, strotzt nur so vor Gorgoroth-typischen Riffs und ist bester Beweis, dass die Truppe nach wie vor den Knüppel möglichst bedrohlich schwingen kann. Als richtig schwerer Brocken Schwarz-Stahl, durchsetzt mit einigen Schichten Doom, entpuppt sich das folgende "Dionysian Rite", wohingegen "Ad Omnipotens Aeterne Diabolus" regelrecht hymnische Züge annimmt. Ähnlich verhält es sich mit dem melodisch stampfenden "Burn In His Light", in dem sogar ein ausgiebiges Gitarrensolo untergebracht wurde. Spätestens hier werden sich Anhänger der brutaleren Schaffensfase der Band mit Alben wie Destroyer vermutlich kopfschüttelnd abwenden. In Summe ist Instinctus Bestiales aber doch ein sehr abwechslungsreiches Album geworden, bei dem sich Melodie und Härte sowie Geschwindigkeit und Groove einigermaßen in der Waage halten. Einziger Wermutstropfen ist einmal mehr die magere Spielzeit von nur 31 Minuten. Andere verhökern so etwas noch als EP zum Nice-Price und bei fünfeinhalbjähriger Schaffenspause seit dem letzten regulären "Longplayer" Quantos Possunt Ad Satanitatem Trahunt (der brachte immerhin 35 Minuten aufs Polycarbonat) hätten schon ein oder zwei Stücke mehr drin sein können.

Dagger

5 von 6 Punkten

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