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Unherz - Sturm & Drang

Unherz - Sturm & Drang
Stil: Deutschrock
VÖ: 27. Juni 2014
Zeit: 50:34
Label: Massacre Records
Homepage: www.unherz.de

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Unherz aus Rheinland-Pfalz sind schon geraume Zeit unterwegs, schließlich liegt mit Sturm & Drang nun schon das inzwischen vierte Album des Vierers in den Startlöchern. Wie das nunmal bei Labels so ist, wird auch gleich mal ordentlich los gepoltert, von einer ungeschliffenen Mischung aus den Böhsen Onkelz, Frei.Wild und den Toten Hosen ist hier die Rede... nun, ich würde es eher als eine relaxtere Version der beiden erstgenannten Bands bezeichnen, denn wer nun einen ähnlichen Deutsch-Punk-Rock erwartet, wird etwas enttäuscht.
Nach dem kurzen Intro rockt der Opener "Der Für Dich" schon mal ordentlich drauf los. Ein treibender Opener, der mit seiner eingängigen Melodieführung vor allem beim Refrain punkten kann. Dem steht auch das nachfolgende "Zeugen Der Zeit" in nichts nach, lediglich gegen Ende wird eine Gitarrenmelodie ausgepackt, die mich fatal in die 80er zurück versetzt, erinnert mich die Melodie doch an "It's A Sin" von den Pet Shop Boys. Danach wird es bei der "Pogobraut" etwas ska-lastig, irgendwie passt der Song nicht so recht zu den bereits gehörten und wirkt holprig und wie ein Fremdkörper. Natürlich darf auch die obligatorische Ballade nicht fehlen ("Der Erste Schritt"), genauso wenig wie "Ein Lied Für Unsere Feinde"... anscheinend kommt heutzutage keine Deutsch-Rock-Band mehr ohne so einen Song aus, egal wie lang der musikalische Werdegang überhaupt schon ging. Danach wird wieder los gerockt, "Wir Sind Hier" geht wieder gut nach vorne los. Mit einem leichten Country-Einschlag versehen ist "Viva Rock'n'Roll" und geht dadurch etwas in Richtung BossHoss. Mit dem ruhigen "Minerva" findet das Album seinen ruhigen Ausklang.
Auf der Digipack-Version gibt es als Bonus noch zwei Livemitschnitte zu hören, bei denen der Mischer wahrlich keinen guten Tag hatte, sind die Gitarren doch nur, wenn überhaupt, ansatzweise zu hören.

Unterm Strich ist Sturm & Drang ein gutes Deutsch-Rock-Album, das aber mit den vom Label genannten Bands hauptsächlich die Muttersprache gemeinsam hat. Textlich ist auf jeden Fall alles im grünen Bereich, die vier Jungs haben was zu sagen und drücken dies auch entsprechend aus. Lediglich etwas mehr Dreck, mehr Rotz-Rock, mehr Aggressivität, mehr Kick wäre schön gewesen.

Ray

4 von 6 Punkten

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