5 Headbänga online
22.10.2020 Versus Goliath
24.10.2020 Arroganz
27.10.2020 Thundermother
30.10.2020 Tuxedoo
31.10.2020 Halloween im Backstage
04.11.2020 Velvet Viper
Reviews (10185)
Navigation
Artikel des Tages
Review:
Amorticure

Interview:
Widow

Live-Bericht:
Commander

Video:
Meshuggah
RSS RSS
Atom Atom
In eigener Sache

Valid XHTML 1.0 Transitional

Valid CSS!

Valid RSS

Valid Atom 1.0

 

Review

CDs von Master kaufenZur Druckversion dieses ArtikelsDiesen Artikel als PDF speichern

Master - The Witch Hunt

Master - The Witch Hunt
Stil: Death Metal
VÖ: 27. September 2013
Zeit: 51:41
Label: FDA Rekotz
Homepage: www.master-speckmetal.net

buy, mail, print

Für die einen ist Paul Speckmann Kult, weil er sich nie von seiner Vision des Death Metals abbringen hat lassen und sein Ding immer stur durchgezogen hat. Für die anderen ist er genau deswegen zu Recht nie wirklich durchgestartet. Auf welcher Seite man jetzt auch steht, zumindest muss man ihm für sein Durchhaltevermögen Respekt zollen.

Nach dieser Einleitung aber sollte schon klar sein, wohin die Reise auf dem 2013er Release von Master musikalisch gehen wird. Death Metal ganz alter Schule mit deutlichen Verweisen an den Thrash noch älterer Couleur, auf The Witch Hunt wird nichts geboten, was man von einem Master-Releases nicht auch erwartet hätte. Das zeugt auf der einen Seite von musikalischer Konstanz, auf der anderen Seite kann solch eine Weiterentwicklungs-Verweigerung auf Dauer auch eintönig werden. Nun, wirklich eintönig wird es auf der Scheibe nicht, dazu hat Meister Speckmann genug Energie in seine Songs gepackt. Aber das Gefühl, so etwas früher schon mal gehört zu haben, stellt sich leider auch ziemlich rasch ein. Vor allem der inflationär eingesetzte Uffta-Uffta-Beat ist hier der große Gleichmacher. Dazu kommt noch, dass sich die Stücke in ihrer Intensität und ihrem Aufbau doch arg ähnlich sind, was zwar für den einzelnen Song an sich nicht weiter tragisch ist, für das ganze Album aber zu einem gewissen Aufmerksamkeitsdefizit seitens des Hörers führen kann.

Ganz sicher nicht zu so etwas führt die Leistung der Protagonisten. Ist die Scheiblette instrumental noch durchaus passabel in Szene gesetzt, kann man das von des Meisters Sangeskünsten keinesfalls sagen. Pseudo-versoffenes Gelalle übelster Machart, neben dem die Artikulationsfähigkeiten der Neigungsgruppe Jägermeister an jedem Bahnhof elfenklar gen Himmel tönen, damit gewinnt Herr Speckmann keinen Blumentopf. Auf Dauer finde ich das nicht nur nervend, sondern sogar abstoßend. Dafür ist die Produktion ordentlich oldschoolig ausgefallen und rumpelt charmant durch die Walachei. Die an sich recht umfangreiche Spieldauer führt aber wegen der weiter oben angesprochenen Kritikpunkte fast schon zur Abwertung, gut 30 Minuten hätten es hier auch getan und niemand hätte das Gefühl, es würde etwas fehlen.

An sich würde The Witch Hunt irgendwo im wertungstechnischen Niemandsland dümpeln, aber das angesprochene Gestammel am Mikro führt zwangsläufig dazu, punktetechnisch deutlich abzurutschen. Das ist mit Sicherheit nicht die Scheibe, die Master bräuchten, um endlich durchzustarten.

Hannes

2 von 6 Punkten

Zur Übersicht
Zur Hauptseite

Weitere Berichte und Infos
Weitere Reviews
Nächstes Review: Mordbrand - Imago
Vorheriges Review: Enthroned - Sovereigns

© www.heavyhardes.de