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Necrotic Disgorgement - Documentaries Of Dementia

Necrotic Disgorgement - Documentaries Of Dementia
Stil: Brutal Death Metal
VÖ: 25. Juni 2013
Zeit: 41:22
Label: Comatose Music
Homepage: -

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Ich liebe sprechende Bandnamen. Da weiß ich dann sofort, was mich erwartet und ob mir das aktuelle Baby der jeweiligen Kapelle gefallen könnte. So stellt ein Name wie Necrotic Disgorgement sofort und unzweifelhaft klar, dass die dahintersteckende Combo keine Blümchenpflücker-Mucke zu machen pflegt. Was sich übrigens auch recht schnell bewahrheitet.

Denn nach dem Intro langen die Sickos aus Ohio sofort in die Vollen und prügeln den schon vorgewarnten Rezensenten das volle Pfund um die Ohren. Dying Fetus standen hier unüberhörbar Pate, ebenso Katalepsy sowie diverse andere Trümmercombos. Was dieses Album aber zu etwas Besonderem macht, ist nicht das sture Festhalten am bewährten Knüppel-aus-dem-Sack-Geprügel, nein, die Amis wissen sehr wohl um den Wert der Tempo-Variation, auch wenn sich ein Großteil des Materials doch mit Lichtgeschwindigkeit ins Gehör bohrt. Doch die Tempowechsel sind nicht das Einzige, was aufhorchen lässt, denn auch ein paar sehr beachtliche Passagen, die mich deutlich an Fleshgod Apocalypse erinnern, haben ihren Weg ins Prügel-Dickicht gefunden und verpassen diesem einen ungewöhnlichen, aber sehr gelungenen Anstrich. Dadurch hat das Quintett aus Columbus eine Schlachtplatte geschaffen, die trotz einer Spieldauer von über 40 Minuten an keiner Stelle langweilig oder auch nur eindimensional wirkt. In diesem Genre beileibe keine Selbstverständlichkeit...

Technisch ist eigentlich auch alles in Ordnung, denn trotz aller Raserei verlieren die fünf Herren nie die Kontrolle über ihr Handwerkszeug. Besonders hervorzuheben ist dabei Drummer Jason Trecazzi, der bei aller Raserei nicht stupide den ewig gleichen Blastbeat durch den Äther jagt, sondern durchaus auch mal variabel zu klöppeln versteht. Auch das Gegrunze von Jimmy Javins ist beachtlich und erinnert mehr als einmal an Sean Beasleys Organ. Das Artwork passt zum musikalischen Massaker, der Umfang ist wie schon geschrieben lobenswert und klanglich ist der Rundling eigentlich recht gelungen. Eigentlich heißt aber, dass es doch was auszusetzen gibt und das ist der unglaublich künstliche Klang der Drums. Vor allem die Stehtrommel klingt so übertrieben getriggert, dass es mir fast schon den Spaß an der Mucke nimmt.

Documentaries Of Dementia ist eine wirklich verdammt gelungene Metzelorgie, die eigentlich jedem Blut und Eiter-Fanatiker runterlaufen müsste wie siedendes Wundsekret. Wenn da nicht der absolut unpassende Drumsound wäre, gäbe es von mir die Höchstnote, so bin ich aber schon fast versucht, zwei Punkte abzuziehen. Aber nur fast, ein Zähler Abzug reicht auch, was in der Endabrechnung zu einem Daumen nach oben führt.

Anspieltipp: "Icepick Ear Sodomy"

Hannes

5 von 6 Punkten

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