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Violent Eve - Exile

Violent Eve - Exile
Stil: Melodic Death/Metalcore
VÖ: 19. April 2013
Zeit: 42:24
Label: Noisehead Records
Homepage: -

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Melodic Death Metal und Metalcore machen Violent Eve aus Spanien. Exile heißt dabei ihr neuestes Werk und soll nun in meiner Anlage beweisen, was es kann. Doch zunächst noch ein paar hard facts: 2009 gegründet durch Gitarrist David Ramos und Schlagzeuger Edu Brennes. Sänger/Shouter Zyrus und Bassist Dani Fernandez haben neben der zweiten Gitarre Diego Lopez dann die Band vervollständigt, bevor es 2011 ins Studio ging für des Debüt Eleven Reasons To Kill. Zwei Jahre später nun also das Zweitwerk.

Ich bin erst einmal irritiert, da bei den Promomaterialien ein Intro mitgeliefert wurde, das aber ansonsten nirgendwo vermerkt wurde. Und auf das ein weiteres Intro folgt. Ich gehe davon aus, dass erst der zweite Track "Forgiveness" das eigentliche Intro sein soll. Typisch ruhig und irgendwie nicht zum Rest passend, daher reichlich üblich spielen zwei Gitarren in Akustik- bzw. beinahe schon Bluesmanier, werden ausgefaded und dann beginnt das Gestampfe, Gegrowle und das Geriffe, welches man vom Metalcore her kennt. Genommen wurde ein kleiner Teil Death Metal (insbesondere Melodien), ein größerer Teil Metalcore (vor allem Rhythmik). Was mich beim Ersteindruck weniger begeistert, ist das Shouting. Es ist maximal durchschnittlich, wobei es nicht nur am Shouter selbst, sondern auch an der Abmischung der einzelnen Spuren liegt, da die Stimme einfach sehr schwach wirkt. Die Instrumente haben deutlich mehr Power bekommen, was ungewöhnlich ist und nicht sonderlich gut wirkt. Was positiv auffällt, sind die eher ungewöhnlichen Songstrukturen, die Violent Eve gerne einmal einbaut, und auch die Wechsel in den Tempi. Direkt der erste Song nach dem Intro "Through The Universe" zeigt hier die Bandbreite, die man sonst auch auf der Scheibe erhält.

Wo mich Zyrus mehr überzeugen kann, sind die Parts, in denen er clean singt. Da zeigt er mehr Potential und klingt nicht dermaßen nach Durchschnitt. Es fällt aber auch auf, dass der Gesang/das Shouting im Verlauf der Scheibe besser abgemischt wirkt, sich besser in den Gesamtklang einbindet. Dennoch bleiben die reinen Shoutingparts lange Zeit auf der Scheibe hinter dem klaren Gesang zurück. Was sich auch noch während der Scheibe ändert, ist ein wenig die Genrezuordnung. Denn der Metalcore mag bleiben, aber was sich breit macht, ist Thrash Metal. Gerade der Gesang kann klar im Bereich des Thrash Metals angesiedelt werden, aber auch Gitarren und die Songkompositionen lehnen sich deutlich stärker an den Thrash Metal, während der Death Metal dagegen klar in den Hintergrund gerückt wird.

Was ebenfalls auffällt, ist, dass man das Alles irgendwie schon gehört hat. Es ist nichts Neues dabei, es gibt nichts, was einen nicht doch lieber zu anderen Bands greifen lässt. Auch wenn die Produktion insgesamt ordentlich ist, die Scheibe nicht wirklich missfällt, so ist sie auch kein Dauergast im Player. Gehört und gut ist.

Violent Eve zeigt gute Ansätze, aber es mangelt stark an Eigenständigkeit und den entscheidenden Prozenten an Innovation und klarem Konzept, die eine Scheibe zu einer richtig guten Scheibe werden lassen. Am Besten hat mir der Titelsong "Exile" zugesagt.

Sophos

3 von 6 Punkten

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