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Von Branden - Flammenreich

Von Branden - Flammenreich
Stil: Avantgarde Black Metal
VÖ: 26. Oktober 2012
Zeit: 46:23
Label: Apostasy Records
Homepage: www.vonbranden.de

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Vor acht Jahren haben sich Musiker von Mephistopheles, Nightfall und Mandrake dazu entschieden, unter dem Namen Von Branden ein dunkles Projekt ins Leben zu rufen. Drei Jahre später erschien das Debut Scherben, welches bei meinem geschätzten Kollegen Sophos auf eher durchwachsene Gegenliebe stieß. Danach wurde es ruhig um Von Branden. Nun aber, fünf Jahre nach dem Debut, wird ein neues Langeisen nachgeschoben.
Gäbe es ein musikalisches Pendant zum Begriff Hoffnungslosigkeit, es müsste Von Branden heißen. Denn was die drei Jungs hier zelebrieren, ist ganz große Melancholie, Negativität, Hoffnungslosigkeit. Eigentlich die perfekte Schreibe für diese Jahreszeit, wenn nicht gerade zweistellige Plusgrade im Lande herrschen würden. Schon der Opener "Für Die Nächste Ewigkeit" ist ein wahres Lehrstück geworden, wie man mit unterschiedlichsten Tempi bei gleichbleibendem musikalischem Thema den Hörer fesseln kann. Von ruhigen Momenten über Midtempo bis hin zu rasenden Double-Bass-Attacken reicht hier die Palette. Ergänzt wird das ganze von den verzweifelten Schreien von Solarian von Branden, der sich im Laufe der Scheibe mal der deutschen, mal der englischen Sprache bedient, wobei mir persönlich die Songs in unserer Muttersprache besser gefallen. Der Titelsong beginnt einigermaßen flott und zugegeben auch etwas sperrig, schraubt dann aber das Tempo merklich nach unten, ehe ganz ruhige Gitarrenklänge, mit einigem Hall unterlegt, allein das Geschehen bestimmen. Danach nimmt der Song wieder an Intensität zu und steigert sich nach und nach in pure Melancholie. Gekonnt wird im Laufe der Scheibe auch mit den ein oder anderen Dissonanzen gespielt, die sich dann im treibenden Midtempo verlieren ("Sehnsucht"). "Verlust" wird dagegen mit einer gar lieblichen, ja fast schon im Mainstream ansiedelbaren Melodie eingeläutet. Ebenso das finale "Desert Sand", das sogar noch etwas "glatter" ausfällt. Gegen Ende verliert die Scheibe leider etwas am kalten Gefühl, das einen Großteil des Albums ausmachte.
Nichtsdestotrotz kann man diese Scheibe allen Avantgarde-Blackies uneingeschränkt empfehlen.

Ray

5 von 6 Punkten

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