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Cattle Decapitation - Monolith Of Inhumanity

Cattle Decapitation - Monolith Of Inhumanity
Stil: Deathgrind
VÖ: 04. Mai 2012
Zeit: 42:59
Label: Metal Blade
Homepage: www.cattledecapitation.com

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Sie mögen kein Fleisch. Aber das ist okay so, dann bleibt mir mehr. Sie mögen auch keine Menschen, zumindest nicht die menschliche Gesellschaft an sich. Gut, die meisten davon können mir auch gestohlen bleiben. Aber sie mögen und machen extreme Musik und ab da wird die Sache interessant, denn auch ich mag solche Klänge. Die Rede ist natürlich von Cattle Decapitation, welche dieser Tage mit ihrem nunmehr bereits fünften Album zu Potte kommen.

Dabei ist die Erwartungshaltung meinerseits ziemlich hoch, immerhin war ich 2009 vom direkten Vorgänger doch sehr angetan. Im Großen und Ganzen können sie meine Erwartungen auch erfüllen, an manchen Stellen sogar übertreffen, denn das Songwriting zeigt sich 2012 noch variabler als noch vor drei Jahren. Neben den schon auf The Harvest Floor eingeflochtenen Melodien kommt auf dieser Scheibe auch eine gewisse Epik zu tragen, besonders deutlich im abschließenden "Kingdom Of Tyrants", das sogar ein leichtes Black Metal-Feeling erahnen lässt. Auch wird über die ganze Spieldauer erfreulich geschickt an der Temposchraube gedreht, wuchtige Slam-Parts bilden einen schicken Kontrast zum vorwiegend gebotenen High Speed-Geblaste und erinnerungswürdige Melodien nehmen der Musik nichts an ihrer Brachialität, sondern betonen diese nur.

Travis Ryans Gesang hat für mein Dafürhalten im direkten Vergleich zum Vorgänger noch an Facettenreichtum gewonnen und präsentiert sich alles andere als gleichförmig, was im Extrem-Sektor schon eine Extra-Erwähnung wert sein sollte. Die Gitarrenarbeit ist exzellent ausgefallen, sowohl was die Rhythmus- als auch die Lead-Arbeit betrifft und Schlagzeuger David McGraw zeigt sich sowohl variabel als auch technisch auf allerhöchstem Niveau. Manchmal wird das Drumming gar übermächtig, was aber weniger an einer Profilneurose des Drummers liegt als an der Produktion des Rundlings. Diese lag in Händen von David Otero und verdient die Beschreibung "extrem dynamisch". Die Scheibe kracht und knallt, dass es eine wahre Freude ist, fast schon zu viel der Freude. Denn obwohl sie bei allem Druck kristallklar daherkommt, wirkt sie für meinen Geschmack auf Dauer ein bisschen arg poliert. Aber während ich anfangs wirklich so meine Problemchen mit dem Sound hatte und fast schon davon erschlagen wurde, habe ich mich im Laufe der Zeit so langsam daran gewöhnt, es dauert halt ein wenig. Das an 2001: Odyssee im Weltraum angelehnte Artwork macht was her und am Umfang habe ich auch nichts auszusetzen.

Bis auf meine anfänglichen Probleme den Klang der Scheiblette betreffend habe ich an Monolith Of Humanity nicht gefunden, was ich auszusetzen hätte. Und da zücke ich halt mal wieder die Höchstnote für die Kalifornier, wenn auch diesmal nur knapp.

Hannes

6 von 6 Punkten

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