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Harpyie - Blindflug

Harpyie - Blindflug
Stil: Mittelalter-Rock
VÖ: 01. Juni 2012
Zeit: 41:10
Label: Trollzorn
Homepage: www.harpyien.de

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Harpyie sind neu - stimmt! Harpyie sind anders - na ja, diesen Slogan der Presseinformation gilt es schon genauer zu hinterfragen. Auf ihrem Debütalbum Blindflug bieten uns die sieben Musikanten aus deutschen Landen Mittelalter-Rock, wie man ihn im Grunde genau so seit geraumer Zeit kennt. Die Zutaten, sprich Instrumente, sind dieselben und auch in punkto Gesang orientiert man ich bei Harpyie an den Standards der Großen dieser Zunft, eben so wie es beinahe alle machen. Na gut, von Zeit zu Zeit agieren Harpyie schneller und auch metallischer als das Gros ihrer Genossen, doch damit ist das Rad noch lange nicht neu erfunden.

Der vermeintlich frische Wind entpuppt sich also eher als laues Lüftchen. Davon abgesehen beherrschen sie ihre Instrumente sehr gut, die sechs Herren und das Mädel, es fehlt ihnen aber noch an mitreißenden Gassenhauern - einem unverzichtbaren Gut in diesen Gestanden. Zudem wirkt Aellos gesanglicher Beitrag, der sehr dominant abgemischt wurde, oft noch unausgegoren, taumelt in den höheren Lagen und lässt schlicht und einfach das gewisse Etwas vermissen.

Da böte der Albumtitel dem kritischen Rezensenten eine steile Vorlage, aber so böse will man ja gar nicht sein. Der spritzige Auftakt mit "Hundertdreyssig", das rasante Stück "Hexe Und Halunken" und die finale Ballade "Irrlichter" mit gesanglicher Darbietung von Geigenspielerin Mechthild und harmonischem Gitarrensolo zeigen die Harpyie von ihrer attraktiven Seite. Schön anzusehen sind zudem das Cover-Artwork und auch die Gestaltung der Homepage. So richtig überzeugen kann mich das Federvieh auf seinem Jungfernflug am Ende aber dennoch nicht - noch nicht.

Dagger

3 von 6 Punkten

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