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General Surgery - A Collection Of Depravation

General Surgery - A Collection Of Depravation
Stil: Grindcore
VÖ: 27. März 2012
Zeit: 68:17
Label: Relapse Records
Homepage: www.generalsurgery.nu

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Zeitgenossen, die Wert auf feingesponnenes Liedgut, technische Höchstleistungen und Lyrics mit thematischem Tiefgang legen, können schon mal zum nächsten Review weiterblättern, denn all das hatten General Surgery noch nie zu bieten und daran wird sich wohl auch in Zukunft nichts ändern. Hoffentlich zumindest...

Denn die Allgemeinchirurgen metzgern sich auch auf ihrer aktuellen Langrille durch brandiges Gedärm, dass es eine wahre eitrige Freude ist. Obwohl der Begriff aktuell in diesem Zusammenhang möglicherweise ein falsches Licht auf den Output wirft, denn neues Liedgut hat die Scheibe nicht zu bieten. Stattdessen bekommt der Käufer eine Sammlung von Stücken geboten, die bisher nur auf Split-CDs, Vinyl-EPs, vergriffenen Singles und ähnlichem zu hören waren. Und da es eine ganze Menge solcher Tonträger gab, kommt dabei eine gar stattliche Menge an Songs zusammen mit einer für die Schweden ganz untypisch opulenten Spieldauer. Gut, durch diese Art der Zusammenstellung haben ein paar Stücke ihren Weg auf den Rundling mehrfach gefunden, aber störend ist das keineswegs. Und wer jetzt befürchtet, dass bei Material aus derart obskuren Quellen die Qualität des Klangs zwischen "grottig" und "schauderhaft" schwankt, der sei mit dem Hinweis beruhigt, dass das Material von Scott Hull einem digitalen Remastering unterzogen wurde. So klingen die Metzelarien überraschend fett und gar nicht nach Proberaum.

Aber der Klang und der Umfang wären nur die halbe Miete, wenn nicht auch das Songmaterial selbst etwas taugen würde. Und das tut es ohne Zweifel, die blut- und eitertriefenden Tracks machen eine gar boshafte Freude, was wohl auch daran liegt, dass sie mit eben selbiger geschrieben und eingezimmert wurden. Und als wäre das noch nicht genug, bietet diese Compilation auch noch ziemlich viel Abwechslung, denn die grindenden Chirurgen drehen recht häufig an der Temposchraube.

Der einzige kleine Wermutstropfen ist darin zu sehen, dass das Material "nur" die Phase seit der Wiederbelebung der Band 2003 abdeckt, ältere Stücke sucht man hier vergebens. Aber das wurde ja mit dem Re-Release der Debüt-EP Necrology vor einem knappen Jahr schon erledigt, womit der komplette Backkatalog von General Surgery wieder problemlos erhältlich wäre. Schönes Ding, kann ohne Abstriche empfohlen werden.

Hannes

Ohne Wertung

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