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Vargnatt - Durch Die Stille... (MCD)

Vargnatt - Durch Die Stille... (MCD)
Stil: Black Metal
VÖ: Februar 2012
Zeit: 28:49
Label: Wolfsgrimm Records
Homepage: -

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Nach zwei Demos ist es für das Projekt Vargnatt, hinter dem sich der Multiinstrumentalist Evae verbirgt, nun an der Zeit für eine offizielle MCD. Wie schon das Cover-Artwork von Durch Die Stille..., so der Titel, wurde auch das Booklet sorgfältig mit geschmackvollen Schwarz-Weiß-Illustrationen gestaltet. Zudem fällt auf, dass die Liedtexte in alter deutscher Handschrift abgedruckt wurden, Sütterlin nehme ich an. Das ist zwar originell, hat jedoch den Nachteil, dass sie außer Oma und Opa, falls noch vorhanden, kaum jemand lesen kann. Der Inhalt will also hart erarbeitet sein.

Anders verhält es sich da mit der Musik - die lässt sich vergleichsweise leicht erschließen. In knapp 30 Minauten Spielzeit bietet Vargnatt originären Black Metal, so wie ihn sich die meisten Genrefans auch wünschen: emotional, roh und reduziert. Sicheren Fußes bewegt sich Evae dabei im Spannungsfeld zwischen Wut und Melancholie - sein Anliegen gilt der Melodie und nicht der blinden Raserei. Der Einstieg mit "Geist In Ketten", einem sehr abwechslungsreichen Stück voller schnell gespielter und ruhiger Passagen, das traurige "Schall Und Rauch" oder die sehr intensive Nummer "Traum Von Einer Jugend" nach einem Text von Gottfried Benn zeugen von einem guten Händchen für nachdrückliches Songwriting und Melodien, die auch hängen bleiben.

Und doch bietet Durch Die Stille... auch Anlass zur Kritik. Zum einen gibt es alleine im deutschen Untergrund bereits eine unüberschaubare Zahl an Bands, die in haargenau die gleiche Kerbe schlagen und von denen sich Vargnatt nicht wirklich abgrenzen kann (was nicht weiter tragisch ist, zumal in Kreisen der Zunft innovatives Handeln ohnehin als ketzerischer Akt begriffen wird.) Zum anderen stört ein zu primitiver und undifferenzierter Klang auf dem Level einer Demo-Aufnahme schon sehr die musikalische Darbietung, die zweifelsohne eine etwas professionellere Produktion verdient hätte. Bleibt also zu hoffen, dass hierauf beim nächsten Streich genauso viel Mühe verwendet wird, wie auf die visuellen Darstellungen, dann gibt's auch einen Punkt mehr.

Dagger

3 von 6 Punkten

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