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Primal Fear - Unbreakable

Primal Fear - Unbreakable
Stil: Power Metal
VÖ: 20. Januar 2012
Zeit: 57:28
Label: Frontiers Records
Homepage: www.primalfear.de

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Isses echt schon zweieinhalb Jahre her, dass Primal Fear ihr letztes Studio-Langeisen am Start hatten? Vielleicht kam mir die Zeit auch deswegen nicht so lang vor, weil es ja 2010 ein Zwischenspiel in Form des Live-Krachers Live In The USA gab. Wie dem auch sei, Zeit wurde es auf jeden Fall für neues Songmaterial, wobei "neu" hier wörtlich zu nehmen ist, denn wie Mat Sinner in einem Interview von sich gab, ist keines der Stücke älter als ein dreiviertel Jahr.

Trotz des engen Zeitraumes, in dem das Material geschrieben wurde, hat der Longplayer einen gar löblichen Umfang, fast eine Stunde Power Metal bekommt der Käufer da für sein sauer verdientes Geld geboten. Und zum ersten Mal seit dem 2004er Output Devil's Ground ist auch der Adler in seiner ursprünglichen, figürlichen Form auf dem Cover-Artwork wieder zurück. Sollte diese Äußerlichkeit darauf hindeuten, dass hier eine musikalische Rückbesinnung stattgefunden hat? Nun, Experimente wie auf den letzten Alben findet man auf Unbreakable keine mehr, insofern freut sich der Traditionalist im Rezensenten natürlich. Aber das Fehlen von überraschenden Elementen macht das aktuelle Werk der Schwaben keineswegs eintönig oder langweilig, die Herren haben genug musikalische Bandbreite in petto, um auch mit einem straighten Metal-Album glänzend unterhalten zu können. Wo auch immer Mat & Co die Melodiebögen und Hooks her haben, da kann es jetzt nicht mehr viel davon geben, so viel von selbigen hat die Band um Goldkehlchen Ralf Scheepers auf dem Tonträger untergebracht. Das betrifft sowohl knackige Rocker wie "Blaze Of Glory" oder "Marching Again", der deutlich an Helloween erinnert als auch episch-grandioses Material wie "And There Was Silence" und auch die erste Single "Bad Guys Wear Black" durch ihren stampfenden Rhythmus und den sich sofort im Gedächtnis festsetzenden Chorus punkten. Einzig die Ballade "Born Again" ist mir deutlich zu schmalzig ausgefallen, aber der aufmerksame Leser dürfte meine Aversion gegen solche Schmachtfetzen ja kennen und einordnen können.

Natürlich gibt es an der Umsetzung des Materials keinerlei Kritikpunkte, Primal Fear war noch nie eine Band, die sich in dieser Hinsicht irgendwelche Blößen gab und das hat sich auch mit diesem, nunmehr neunten Album keineswegs geändert. Besonders Herr Scheepers liefert wieder eine Glanzleistung am Mikro ab, aber auch der Rest der Band steht dem in nichts nach. Auch die Produktion kann dieses hohe Niveau halten und präsentiert den Sound von Primal Fear knackig wuchtig und glasklar, ohne übermäßig glattgebügelt zu wirken.

Unbreakable ist die beste Scheibe der Schwaben seit Seven Seals. Punkt! Und hätte die Höchstwertung bekommen, gäbe es da nicht ein paar Songs, die "nur" gehobener Durchschnitt sind sowie mein Problem mit der "ein klein wenig zu gefühlvollen" Ballade. Ansonsten aber gibt's nicht viel zu kritteln an dieser Scheiblette. Auf der ersten Digipack-Pressung gibt es übrigens den Song "Night Of The Jumps" und das Video zu "Bad Guys Wear Black" als Bonus.

Anspieltipps: "Bad Guys Wear Black", "And There Was Silence", "Where Angels Die", Unbreakable (Part 2)

Hannes

5 von 6 Punkten

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