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Various Artists - Live At Wacken 2010 (2-CD/Blu-Ray)

Various Artists - Live At Wacken 2010 (2-CD/Blu-Ray)
Stil: Heavy Metal
VÖ: 12. August 2011
Zeit: CD1 65:20 - CD2 64:10 - Blu-Ray ca. 100 Min.
Label: zyx Music

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Alljährlich steht rechtzeitig zur Neuansetzung des größten Metalfests des Planeten auch die Dokumentation der vorjährigen Ereignisse in Wort und Bild (sowie Ton) zur Verfügung. So kann der geneigte Schlachtenbummler, aber auch das durch mittlerweile durchgängig mediale Präsenz (Spiegel Online! also Leute, bitte!) angelockte, staunende Bürgersleute-Publikum erleben, was genau denn dieses Tollhaus auf dem platten Land im Norden der Republik jedes Jahr ausmacht.

Versammelt ist hier zunächst einmal auf zwei CDs und einer Blu-Ray ein bunter Blumenstrauß von Bands, die 2010 gewaltig auf den Putz hauten. In dem fetten Paket liefert CD 1 in erster Linie Futter für die Ballerfraktion, die sich mit Arch Enemy "Taking Back My Soul" (Frau Gossow grunzt, dass es eine Art hat), Dew Scented, Fear Factory ("Mechanize"), Unleashed, Lock Up, Ektomorf und Dead Means Nothing die Vollbedienung holen kann. Etwas aus dem Rahmen fallen die auf der Erfolgswelle des Kinofilms daherschwimmenden Anvil ("School Love", "Metal On Metal", deren Fronter Lips sogar auf Konserve fein kauzig rüberkommt, die Isrealis von Orphaned Land ("The Path") und die Mittelalter-Freunde von Corvus Corax.

CD 2 bietet dann eher Material für die Anhänger klassischer Metal-Klänge und wird vom Höhepunkt des Gesamtpaketes eröffnet: unterstützt von Hansi Kürsch und Van Canto, zelebriert Chris Boltendahl mit "Rebellion" eines der ganz großen Grave Digger-Stücke als wunderbare, anfangs akustische Fassung. Der deutsche Schlachtpanzer UDO liefert bei "Man And Machine" sowie "Animal House" gewohnte Qualitätsarbeit, die Reiter brettern alles nieder ("Revolution"), mit Endstille gibt's dann doch wieder auf die Mütze, und auch Voivod schlagen härtere Töne an. Die Deutschen von The New Black drehen gut auf ("More Than A Man"), Astral Doors feiern den wahren Dio/Rainbow-Sound ("Call Of The Wild"), bevor dann die Allstar-Truppe Skyline die Wacken-Hymne "We Are The Metalheads" schmettert.

Die Blu-Ray kredenzt dann als Zugabe wahlweise in 2- oder 3D den 100-Minuten-Film Road To Wacken, der auf amüsante Art den Weg der fiktiven spanischen Frauen-Metal-Kombo Princess Of The Night schildert und dazwischen immer wieder Live-Clips einbaut. So kommen wir dann noch in den auch optischen Genuss von Edguy (das witzige "Lavatory Love Machine", das starke "Tears Of A Mandrake"), Overkill ("The Green And Black" - Bobbie Blitz wieder unverschämt fit!), Atrocity (fette Strapse-Show - aber "The Great Commandment" ist auch als Metal kein guter Song, lieber Alex Krull...), UDO ("Man And Machine"), die Unterhemdenfraktion The Bosshoss ("Stallion Batallion" - unschlagbar!), Skyline, Stratovarius ("Hunting High And Low"), ein sehr kurzes "School's Out" von Alice Cooper und eben Grave Digger, die mit voller Schotten-Rock-Show beeindrucken und neben den erwähnten Herrn Kürsch und Van Canto auch noch die omnipräsente Doro zu "The Ballad Of Mary" in feinem Kleid (!) auf die Bühne holen. Die Filmhandlung ist dabei eigentlich vollkommen wurschd, das ist alles spaßig und nicht leidlich professionell gemacht, es geht um die Musik, so viel steht fest.

Über die Qualität lässt sich definitiv nicht meckern, allerdings muss schon die Frage erlaubt sein, warum man denn einen so wenig repräsentativen Ausschnitt aus dem Festival zeigt - immerhin waren 2010 auch Champions-League-Vertreter wie Iron Maiden, Slayer, Immortal, Mötley Crüe und W.A.S.P. am Start, die man hier vergeblich sucht. Nun denn, das mag man auf Rechte-Probleme oder Befindlichkeiten der jeweiligen Kombos zurückführen müssen - schade ist es allemal.

Holgi

4 von 6 Punkten

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