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Electric Boys - And Them Boys Done Swang

Electric Boys - And Them Boys Done Swang
Stil: Funk Metal
VÖ: 03. Juni 2011
Zeit: 44:36
Label: Escape Music
Homepage: www.electricboys.com

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Dass die schwedischen Elecric Boys von jeher nicht in das Schema des Standard-Glam Rocks passten, ist kein Geheimnis, wenn ihr Look in den späten 80ern, frühen 90ern auch auf das Gegenteil hindeutete. Nein, Conny Bloom (Voc., Git.), Andy Christell (Bass) und Co. Haben ohne jeden Zweifel dazu beigetragen, eine eigene Spielart auf der hartmetallischen Landkarte zu platzieren, die des Funk Metal. Beeinflusst von Größen wie Jeff Beck, auch Aerosmith und vage auf einer Linie mit Extreme und entfernter Lenny Kravitz fanden die Schweden eine musikalische Nische, machten es sich dort gemütlich und avancierten in Szenekreisen ganz nebenbei zum Kult-Act..., der sich jedoch nach Freewheelin' (1994) erstmal auflöste. Ihr Hit "All Lips 'N Hips" dürfte jedoch einigen von uns noch locker in den Ohren klingeln und wird bis heute in gepflegten Metal Discos aufgelegt. Nun das Comeback: And Them Boys Done Swang. Und allen Fans der Combo sei gesagt: den einmal beschrittenen Weg gehen die Electric Boys konsequent weiter.
Ein erfrischendes Album mit vielen, vielen Highlights und einer inneren Vielfalt an Songs, die zwar allesamt den Roten Faden des Funk Metal entlang schippern, jedoch auf je eigene Art und Weise. Da hätten wir den Uptempo-Opener "Reeferlord", ein In-Your-Face-Rock n' Roller in dem sich zackige Strophen mit den typischen Groove-Parts abwechseln. Toller Refrain obendrauf, klasse Einstieg. Für ausgefallene Namen hatten die Boys schon immer ein Faible. "Father Popcorn's Magic Oysters" wäre hierzu ein passendes Beispiel. Allerdings lässt sich im Titel auch eine Hommage an die Beatles bzw. deren Psychedelic Turn heraus lesen und der Titel hält, was er verspricht. Orientalische Klänge im sphärisch gestalteten Refrain, in ein Wechselspiel mit funkigen Strophen-Passagen gesetzt und exzellente Vocals seitens Blooms. Bei "Ten Thousand Times Goodbye" dürfte dann ein anderer 60er-Heroe Pate gestanden haben, der auf den Namen Jimi Hendrix hört. Eine wunderbare Nummer im Stil von "Little Wing" oder "The Wind Cries Mary" des Großmeisters, nach dem mit "The House Is Rockin'" sofort wieder das Groove-Gaspedal durch gedrückt wird. Langweilig wird es auf der Scheibe zu keiner Sekunde. Bei Tracks wie "Welcome To The High Times" oder "Put Your Arms Around Me" kommt darauf sogar ein Feeling auf wie es einst Sly And The Family Stone in die Hallen zauberten und "The Day The Gypsies Came To Town" spielt mit Blues-Einflüssen a'la Howlin' Wolf genauso wie es streckenweise in Richtung Stoner Rock der Marke Orange Goblin schielt. Richtig stark.
Eine der Überraschungen des Jahres und eine absolut kurzweilige Angelegenheit, inszeniert von Ausnahmemusikern, die allem Anschein nach wieder Blut geleckt haben, ihre ganz eigene Art metallischer Klangkunst in die Welt hinaus zu tragen.

Fuxx

5 von 6 Punkten

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