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Deus Otiosus - Murderer

Deus Otiosus - Murderer
Stil: Death Metal
VÖ: 13. März 2011
Zeit: 41:18
Label: FDA Rekotz
Homepage: -

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Deus Otiosus bedeutet grob übersetzt "untätiger/müßiger Gott", sprich, es bezeichnet den Beamten unter den übernatürlichen Wesen. Gefällt mir durchaus, diese Idee, vielleicht sollte ich mir diesen Titel ans Türschild meines Büros kleben. Ob das wohl jemandem auffällt?

Wie dem auch sei, die untätigen Götter, um die es hier geht, kommen aus Dänemark und machen Musik. Death Metal genauer gesagt und zwar solcher der düsteren Art und Weise, der ein paar Spuren schwarzmetallischer Anteile aufweist. Was er aber weniger aufweisen kann, das sind Spannungsbögen. Irgendwie schleppt sich die Scheibe recht unspektakulär vor sich hin, im besten Falle leicht unterhaltsam, schlechtestenfalls geradezu langweilig. Ein paar recht melodische Leads können durchaus gefallen und wenn's dann mal etwas zügiger zur Sache geht, kann man die Mucke auch anhören, meist aber rumpeln die Songs belanglos vor sich hin. Hat man alles so oder ähnlich schon mal gehört, meistens aber eine ganze Ecke besser oder zumindest einprägsamer. Man kann nicht einmal behaupten, dass die Stücke schlecht wären, es bleibt nur einfach selten etwas hängen, zu austauschbar klingt das Songmaterial.

Einen großen Anteil an der vertonten Eintönigkeit hat Shouter Anders Bo Rasmussen, der über die ganzen gut 40 Minuten in einer einzigen Tonlage völlig ohne das geringste bisschen Dynamik vor sich hin röchelt. Ich habe keine Stelle gefunden, an der er aus seinem monotonen Singsang auch nur andeutungsweise ausbrechen kann. Der Rest der Band agiert auf relativ solidem Niveau und kann zwar keine Ausrufezeichen setzen, weist aber auch keine Ausfälle auf. Die Abmischung der Scheiblette ist halbwegs brauchbar geworden, ein wenig mehr Schmackes wäre zwar nett gewesen, aber allzu dünnbrüstig ist sie auch nicht. Der Umfang ist okay, dafür aber ist das Coverbildchen richtig grottig ausgefallen.

Göttlich ist Murderer auf keinen Fall geworden, teuflisch gut auch nicht. Dafür sehr durchschnittlich mit Tendenz zur groben Langeweile. Schlicht und ergreifend belanglos.

Hannes

2 von 6 Punkten

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