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V.F.d.U. - Psychohygiene (2-CD)

V.F.d.U. - Psychohygiene (2-CD)
Stil: Experimental Black Metal
VÖ: 01. Januar 2011
Zeit: CD1 62:03 CD2 46:09
Label: Temple Of Torturous
Homepage: -

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Man freut sich als Redakteur eigentlich immer, wenn man eine schick aufgemachte CD zum Bearbeiten in die Hände bekommt. Das Debut-Werk der aus diesem unseren Lande stammenden V.F.d.U. (steht für Vom Fetisch der Unbeirrtheit) ist so ein Fall. Im schicken, dicken A5-Digibook kommt Psychohygiene als Doppel-CD daher. Aber wie es meistens so ist, folgt die Ernüchterung doch meist recht schnell. Denn schon beim Durchblättern der Seiten des Digibooks bekommt man einen Vorgeschmack, was einen hier wohl musikalisch erwarten wird: hier finden sich Bilder von verstümmelten Leichen, entstellten Menschenkörpern und auch Föten finden sich hier auf den Seiten. Nix für zarte Gemüter.
Entsprechend vorgewarnt schiebt man die erste der beiden CDs vorsichtig in den Schacht und drückt auf Play. Und was mir da als Opener entgegen schallt, ist ebenso schwer zu verdauen. Als Experimental Black Metal wird die Chose hier verkauft. Experimentell und wirr ist der Sound auf jeden Fall, Black Metal dagegen wohl kaum, vor allem nicht auf CD zwei, doch dazu später mehr. Vielmehr hat das Ganze einen eher jazzigen Beigeschmack. Keine Ahnung, ob die Band bei der Aufnahme zum Opener "Filterlose Trunkenheit" selbst betrunken war oder ob man nur dieses Gefühl musikalisch umsetzen will, dieses Stück verdient eigentlich nicht die Bezeichnung Song. Massig Dissonanzen bestimmen hier (wie auch bei den restlichen Stücken) das Klangbild, nur kurzzeitig wird das Stück genießbar, nämlich dann, wenn kräftig Gas gegeben wird. Doch Schluss mit lustig ist dann beim "Gesang", welcher jedoch Gott sei Dank über die Spielzeit der CD hinweg nur spärlich eingesetzt wird. Die gejammerten Textzeilen versteht man nur bruchstückhaft, so als ob man die Vocals rückwärts aufgenommen hätte. Bei den ersten Takten zum folgenden "Anschließendes Verstummen" hegt man noch die Hoffnung, das Schlimmste hinter sich zu haben, lassen die ersten Riffs doch so etwas wie Struktur durchblicken. Doch schon nach kurzer Zeit zerfließt auch diese Hoffnung. Es braucht schon eine gehörige Portion an Willenskraft, wenn man sich diese CD am Stück anhören will. Und ich muss zugeben, beim ersten Versuch scheiterte ich. Beim zweiten Mal war ich besser vorbereitet und tackerte mir den Zeigefinger an den Oberschenkel, so dass die Skip-Taste außer Reichweite war. So zieht sich das Album wahrlich in die Länge.
Wie oben bereits erwähnt hat CD Nummer zwei mit Metal mal so rein gar nix mehr zu tun, hier reiht sich Soundkollage an Soundkollage, Samples und Keys wummern hier um die Wette. Es knarzt und klackt an allen Ecken und Enden, wobei mich speziell das Knarzen an einen Predator auf Speed erinnert.
Und wenn man jetzt noch erwähnt, dass die Erstauflage des Digibooks (die ersten 100 Stück) mit einer eingemachten, präparierten Ratte verkauft wird, kann man sich vielleicht vorstellen, welch kranker Stoff einen hier erwartet. Ob man dafür Geld ausgeben will, bleibt jedem selbst überlassen, der Sound ist es jedenfalls nicht wert.

Ray

1 von 6 Punkten

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