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Hion Martell - Will Cure Any Disease

Hion Martell - Will Cure Any Disease
Stil: Old School Glam Rock, Country, Rock
VÖ: 17. November 2010
Zeit: 38:39
Label: Viskningar Och Vral/Plugged
Homepage: www.hionmartell.com

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Nimmt man die Photos der fünf Musiker Christer Nilsson (Voc., Git.), Ulf Hagberg (Git., Voc.), Hakan Nilsson (Drums, Voc.), Stefan Larsson (Bass) und Peter Subäck (Keys), welche die Vorstellung eines Teams aus Informatikern, Architekten oder gar Medizinern nähren könnten (vernünftig, sachlich, ehrgeizig mit geschärftem Blick für die Wirklichkeit), als Ausgangspunkt, um auf den Sound von Hion Martell (Fingerzeig in Richtung des berühmten Cognac) zu schließen, so dürfte kaum einer auf Glam Rock der alten Slade-, T-Rex- oder 10CC-Schule und gemäßigte Country-Klänge tippen. Genauso wenig lässt sich mitunter aus der Mucke die skandinavische Herkunft - Schweden - des Quintetts ableiten. Es lohnt sich also ein Blick hinter die Fassaden, das heißt in unserem Fall: let the music do the talking. Und da hat das neueste Opus der Band Will Cure Any Disease einiges zu bieten.
Beispielsweise dürfen im Opener "Perfect Remedy" die einst von Marc Bolan ins Leben gerufenen "Telegram Sam" und "Metal Guru" mit einem vergnügten "Get It On" auf den Lippen (beim zweiten Track "Built Like A Boxer") ihre Wiederauferstehung feiern. In "Fed Up" stößt dann soundmäßig der Wizzard (vgl. "See My Baby Jive") hinzu und bei "Any Disease" und "Don't Mess" stattet Gary Glitter dem launigen Treiben einen Besuch ab, woraus sich nach und nach eine flotte 70er-Glamour-Party entwickelt, bei der die Spielfreude der Beteiligten sich eins zu eins auf den Hörer überträgt.
"Wasting Time" erweist sich tief im alten Kiss-Sound verwurzelt, genauso wie die den Spaßfaktor bis zum Ende hoch haltende Abschlussnummer "B.D.M. (Beer Drinking Music)", während demgegenüber "Brand New Day" (fast schon ein wenig zu offensichtlich) Velvet Undergrounds "Sweet Jane" ins Gedächtnis ruft.
All dies reicht eigentlich schon allemal aus, um von einem mehr als gelungenen Album sprechen zu dürfen, doch mit den beiden wunderbaren Country-Balladen "(Don't Cry) Mary Anne" (kein Leonard Cohen-Cover; dessen Song heißt: "So Long, Marianne") und "In The Meadows", wobei einem bei letzterer Rick Nelsons "Garden Party" vor dem inneren Ohr erscheint... und sich dort bis tief in die Nacht fest setzt, können Hio Martell noch mal zwei echte Highlights setzen: sugarsweet mit einem Augenzwinkern aufs Theater gebracht.
Metal wird hier natürlich keiner gespielt, was jedoch die "Let the good times roll"-Atmosphäre, die die ganze Scheibe durchzieht, kein bisschen trübt. Überraschend erfrischend! Es ist den Schweden allemal zu gönnen, dass sich für ihre Mucke ein Publikum findet. Einen Fan mehr, der hier wohl verdiente fünf Punkte raus rückt, haben sie auf jeden Fall gerade dazu gewonnen.

Fuxx

5 von 6 Punkten

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