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Sinister - Legacy Of Ashes

Sinister - Legacy Of Ashes
Stil: Death Metal
VÖ: 17. Dezember 2010
Zeit: 37:45
Label: Massacre Records
Homepage: www.sinister-hailthebeast.com

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Sinister haben einen neuen Bassisten und sind somit wieder eine komplette Band.
Diese Neuigkeit ist zwar an sich nicht uninteressant, hat aber mit diesem Review nicht viel zu tun, da die Band Legacy Of Ashes noch als Trio eingezimmert hat. Warum ich es dann erwähne? Na ja, irgend einen Anfang braucht's halt...

Ging ich an die Rezension des direkten Vorgängers The Silent Howling noch recht unbedarft heran (böse Zungen behaupten, das mache ich immer noch oft), hatte ich diesmal doch nicht gerade geringe Erwartungen an die Langrille, denn das 08er-Album der Niederländer hatte doch gewaltigen Eindruck beim Schreiberling hinterlassen. Natürlich war die Hauptfrage, ob die Holländer ihr Niveau halten können oder nicht und zumindest ein eingeschränktes "ja" ist da durchaus gerechtfertigt. Auf dem aktuellen Output macht die Band ihrem Namen alle Ehre, sehr düster und bösartig geht es durchweg zu. Dabei geben sich Sinister anno 2010 aber nicht mehr ganz so episch wie noch zwei Jahre zuvor, die Songs sind kürzer und kompakter geworden, kommen recht schnell auf den Punkt, lassen dadurch aber auch ein wenig von der Grandiosität der Vorgängersongs vermissen. Nicht, dass die Stücke dadurch schlecht geworden wären, nein, es handelt sich bei den Tracks immer noch um richtig gute Death Metal-Songs, aber es fehlt mir im Vergleich das Besondere, welches den 2008er Opus ausgezeichnet hat.

Technisch gibt es wie damals auch nicht das Geringste anzumeckern, was natürlich nicht sonderlich verwundert bei einer Band, die mit einer Unterbrechung seit 1988 aktiv ist. Der frühere Drummer Adrie Kloosterwaard beherrscht die Szene immer noch mit seinen markanten Growls, Drum-Tier Edwin gehört zu den Besseren seiner Zunft und auch die Saitenarbeit kommt durchgehend auf den Punkt. Ich weiß zwar nicht, wer die Bassläufe eingespielt hat, aber auch dieser Mensch versteht sein Handwerk. Die Produktion knallt heftigst und liefert den nötigen Punch, um die Songs ansprechend zu präsentieren, das Cover ist wie immer recht brauchbar, nur beim Umfang gibt es den Verlust von etwa zehn Minuten im Vergleich zum Vorgänger zu beklagen, unverschämt kurz ist die Scheibe dadurch aber noch lange nicht geworden.

Legacy Of Ashes schafft es nur teilweise, das schwindelerregend hohe Niveau von The Silent Howling zu halten, ist aber dennoch ein richtig gutes Death Metal-Album geworden. Fehlkäufe sehen anders aus.

Hannes

5 von 6 Punkten

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