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Exciter - Death Machine

Exciter - Death Machine
Stil: Thrash Metal
VÖ: 22. Oktober 2010
Zeit: 40:45
Label: Massacre Records
Homepage: www.hemidata.se/exciter

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Es gibt sie wohl in jeder Sparte, diese Bands, die irgendwie schon immer mit dabei waren, die zu den ersten des jeweiligen Stils gehörten, die immer wieder recht passable bis gute Alben auf den Markt brachten und die dennoch nie in die erste Riege aufsteigen konnten. Anvil wären da so eine Band und eben auch die hier rezensierten Exciter, die zwar ein paar beachtliche Scheibletten in ihrem Backkatalog haben, aber irgendwie immer im Schatten erfolgreicherer Speed/Thrash-Kapellen standen.

Ob sich das mit Death Machine großartig ändern wird, wage ich allerdings zu bezweifeln. Nein, schlecht ist die Scheibe nicht, das will ich damit gar nicht sagen. Aber "nicht schlecht" reicht angesichts der Konkurrenz heutzutage nicht, um den Durchbruch zu schaffen. Okay, nach 30 Jahren Bandgeschichte glaubt wahrscheinlich nicht mal Mastermind John Ricci noch an ein Wunder, was einem ob des gezeigten Durchhaltevermögens schon Respekt abnötigt. Aber zu berechenbar bleiben die Veröffentlichungen aus dem Hause Exciter. Den Traditionalisten mag das freuen, aber was beispielsweise vor zwei Jahren nur "ganz in Ordnung" war, wird 2010 als neuerlicher Aufguss auch nicht besser.

Dabei sind die Songs durch die Bank solide ausgearbeitet. Neues wird zwar nicht geboten, aber wer Exciter kennt und liebt, wird auch vom neuen Material nicht enttäuscht werden. Gleichzeitig ist genau das auch ein Hemmschuh des Erfolges, denn um aufzufallen, braucht es mehr als solides Liedgut. Die Scheibe ist keineswegs langweilig, sie bietet innerhalb der Genregrenzen durchaus variables Songwriting, aber bei keinem der Stücke habe ich das Gefühl, dass hier jemand ob eines neuen Klassikers jauchzend aufspringen würde. Exciter halt, wie man sie seit drei Jahrzehnten kennt, hier bekommt der Fan, was er will und wer der Band bisher noch nichts abgewinnen konnte, für den wird sich auch jetzt nichts ändern.

Nun, vielleicht werden Fans der ersten Stunde von den "Sangeskünsten" von Kenny Winter abgeschreckt, denn sein gepresstes Krächzkeifen, das nahe an der Parodie vorbei schrammt, kann einem wirklich die Lust an der Scheibe vermiesen. Geschmackssache ist noch wohlwollend ausgedrückt. Der Rest der Band bewegt sich auf solidem Niveau, wobei John Ricci mal wieder jede Gelegenheit zum Schreddern nutzt, was zwar oft beeindruckend, manchmal aber einfach nur übertrieben ist.

Klanglich habe ich so meine Probleme mit der CD, irgendwie klingt sie recht dumpf und kraftlos. Das kann natürlich gewollt sein als Reminiszenz an die eigene glorreiche Vergangenheit der Achtziger Jahre, allerdings tippe ich eher auf die Qualität der 160kbit-mp3-Promo, bei der sich jemand beim Rippen nicht allzu viel Mühe gegeben hat. Kann das für ein Label denn wirklich so schwierig sein, ein paar MB mehr auf dem eigenen Server zur Verfügung zu stellen, damit die Band bei der Bewertung nicht unter der schlechten Qualität der Promo zu leiden hat?

Tja, eine brauchbare Speed/Thrash-CD ist den Kanadiern mit ihrem 2010er Werk schon gelungen, zu mehr reicht's aber dann doch nicht. Mit Sympathie-Bonus und Old School-Extrapunkt schnitze ich mir mal vier Punkte aus den Rippen, mehr geht da beim besten Willen nicht.

Hannes

4 von 6 Punkten

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