9 Headbänga online
18.05.2021 October Tide
21.05.2021 Freedom Call
21.05.2021 Silverstein
22.05.2021 Decembre Noir
22.05.2021 Enforcer
24.05.2021 Enslaved
Reviews (10241)
Navigation
Artikel des Tages
RSS RSS
Atom Atom
 

Review

CDs von Blood Thirsty Demons kaufenZur Druckversion dieses ArtikelsDiesen Artikel als PDF speichern

Blood Thirsty Demons - Let The War Begin (Re-Release)

Blood Thirsty Demons - Let The War Begin (Re-Release)
Stil: Horror Metal
VÖ: 05. November 2010
Zeit: 52:05
Label: My Kingdom Music
Homepage: -

buy, mail, print

Zeit zum Gruseln. Nach Halloween, das in Deutschland mittlerweile auch unzählige offizielle und private Partys nach sich zieht, ist es wieder einmal an der Reihe, dass Mr. Mustaine seine Gesellen zu sich bestellt und ein neues Album einzimmert. Doch halt, nicht vom Mega-Dave ist hier die Rede, nein, von seinem Namensvetter namens Cristian aus dem schönen Varese Italiens, der seit 2000 mit seinem Baby Blood Thirsty Demons die Freunde dunkler Metalmusik erfreut. Also Fans von Death SS, King Diamond oder 70er-Bands wie Black Widow haben sicherlich schon von den blutdurstigen Dämonen gehört.

Let The War Begin wurde für das neue Label My Kingdom Music nochmals eingespielt, wobei Cristian alle Instrumente übernahm, die Gesellen also nicht mehr im Bunde sind. Der Sound ist im Gegenzug zur Erstveröffentlichung 2005 etwas "vollmundiger" und fetter. Die Songs sind durchweg gut bis sehr gut. Hier zeigt sich, woher auch neuere Helden wie die hippen Ghost ihre Inspirationen haben. Nicht zu brutal, immer etwas im Hard Rock verwurzelt, wird bei fiesem tiefen Gesang (keine Growls, keine Grunts und schon gar nix Gutturales!) eine schaurig-schöne Atmosphäre erzeugt. "Black Solitude" oder das zu Beginn stampfende, dann aber in einen flotten Banger umschlagende "I Am The Evil" animieren zu andächtigem Lauschen wie Fistraisen.

Der trockene Sound passt wie der Popo auf den Eimer. Cristian lässt die Gitarre jeweils songdienlich erschallen. Wo mehr Distortion nötig ist, da wird es gesetzt. Höher, schneller, weiter, fetter gilt hier nicht. Weniger ist mehr ist die Devise. Dieses akzentuierte Instrumentieren ist eine der lieb gewonnenen Eigenschaften bei Blood Thirsty Demons. Effektiv und simpel, dennoch mit sehr viel Tiefgang belegt. Was stückweise an den einfachen aber passenden Keysounds im Hintergrund liegt. Diese untermalen die morbide Attitüde anschaulich. "Burn The Witches" lebt von dieser Konstellation. "Lucifer's Fall" bildet den Höhepunkt einer gehaltvollen Scheibe und grenzt durch sein gezügeltes Tempo am Doom. Zu den ursprünglichen neun Songs plus Intro reicht uns der Mustaine aus Italia zwei Bonusstücke. Das frech-frivole melodische "I Can't Change This World", wo der Meister einer Gesangsmelodie folgt, und ein "Black Sabbath Medley" sind die Zuckerl, die auch Käufer der 05er Erstauflage anlocken sollen.

Wer Blood Thirsty Demons kennt und mag und auch die Originalscheibe besitzt, sollte zumindest mal reinhören und wird dann fanomenal zuschlagen. Neueinsteiger in die musikalische Welt des Cristian Mustaine machen mit einem Erwerb nichts falsch und nehmen neben dem neuen Geschoss Misanthropy diesen Re-Release gleich mit. Doppelt genäht hält halt besser, was die Großmutter schon wusste. Jetzt noch eine Neuauflage von In The Grave und Sabbath-Solve Et Coagula und der Rezensent wäre gar oberglücklich.

Siebi

5 von 6 Punkten

Zur Übersicht
Zur Hauptseite

Weitere Berichte und Infos
Weitere Reviews

© www.heavyhardes.de