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Vogelfrey - Wiegenfest

Vogelfrey - Wiegenfest
Stil: Folk Metal
VÖ: 12. November 2010
Zeit: 49:04
Label: Trollzorn
Homepage: www.feenfleisch.de

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Seit nunmehr sechs Jahren sind diese Hamburger Recken nun schon musikalisch unterwegs, da wird es aber auch mal langsam Zeit für ein Debutalbum, auch wenn der große Folk Metal-Run inzwischen etwas abgeflaut ist.
Wie bereits genannt, haben sich Vogelfrey Folk Rock bzw. Folk Metal auf das Banner geschrieben. Dabei gehen sie schon um einiges knackiger zu Werke als so manch andere Band aus diesem Genre, das muss man nach dem ersten Hördurchlauf schon mal festhalten. Also ein gelungener Einstand? Nun, nicht ganz.
Nach der als Prolog betitelten Predigt (Intro) steigt man mit "In Acht Und Bann" recht aggressiv in den Longplayer ein. Doch leider hat man damit auch zugleich einen etwas sperrigen Opener auserkoren, was nicht zuletzt am "Sprechgesang" von Jannik (Vocals) liegt. Das selbe Bild erwartet den Hörer bei "Belsazar": fette Gitarrenriffs, untermalt von einer Geige sorgen für ein solides musikalisches Fundament, das auch vor Uptempopassagen nicht zurück scheut. Doch auch hier werde ich einfach mit den Vocals nicht richtig warm. Klingt irgendwie sperrig. Doch "Heldentod" lässt mich richtig aufhorchen: hier stimmt auf einmal wieder alles: die Melodie, das treibende Tempo und ja, auch der Gesang. Er kann es also doch, der Jannik. Zudem gipfelt der Song in einen Refrain, den man sofort mitsingen kann. Ebenso gut ins Ohr geht der "Ball Der Gehängten", auch wenn mir die Melodie von den Szene-Vorreitern In Extremo bereits bekannt vorkommt. Der Song ist recht flott gehalten und wird live für mächtig Bewegung vor der Bühne sorgen. Das "Blutgericht" ist ein düsterer Rocker mit einer leichten melancholischen Note im Refrain. Ruhig und nachdenklich beginnt "Waffenbruder", und diese Grundstimmung zieht sich auch durch den Song weiter durch, selbst als die Gitarren einsetzen. Ein guter Song, der schön mit der laut-leise-Dynamik spielt. "Puella Rufa" ist deutlich mehr Mittelalter-Orientiert als das restliche Material und läutet fast schon das Ende des Silberlings ein. Beim finalen "Feenfleisch" (lässt man den gesprochenen Epilog mal außen vor) kommen anfänglich sofort Assoziationen zu Rammstein ins Gedächtnis, was klar an den Gitarren liegt. Mit Abstand der aggressivste Song des Albums, jedoch wirkt der Song nicht wie aus einem Guss, irgendwie zusammen gestückelt.
Fazit: die ersten Songs und der letzte sind schon etwas gewöhnungsbedürftig, im Mittelteil können die Hamburger jedoch gut punkten.

Ray

4 von 6 Punkten

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