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Magnus - Acceptance Of Death

Magnus - Acceptance Of Death
Stil: Death Thrash
VÖ: 15. September 2010
Zeit: 38:16
Label: Witching Hour Productions
Homepage: www.magnusmetal.com

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Magnus sind zurück. Nach einer Pause von schlappen 13 Jahren hat sich die Band um Mainman Rob Bandit noch einmal zusammenraufen, drei neue Mitstreiter rekrutieren und sogar einen Vertrag über zwei neue Alben an Land ziehen können. Das erste davon wird dieser Tage veröffentlicht und nennt sich bedeutungsschwanger Acceptance Of Death.

Wenn ich mir aber den Gesamteindruck des Werkes noch einmal vor Augen führe, wird mir Angst und Bange, was den potentiellen Nachfolger betrifft, denn diese Scheibe hier ist schlicht und ergreifend grottenschlecht. Technisch auf einem Niveau gezockt, welches die bescheidenen Anfänge von Kapellen wie Venom, Sarcofago oder Sepultura wie die Werke von begnadeten Künstlern klingen lässt, rühren die fünf Polen stilistisch in der Ursuppe des Extrem-Metals, ohne irgend etwas Brauchbares oder wenigstens Nachvollziehbares schaffen zu können. Diese Art von strukturlosem Geholze mag anno 1981 wegbereitend für spätere Stile wie Black oder Death Metal gewesen sein und hatte somit damals durchaus seine Daseinsberechtigung, heutzutage klingt das Material einfach nur konfus und stümperhaft. Und wo z.B. Cronos' Mannschaft zwar nicht durch filigrane Technik, wohl aber wenigstens noch durch nachvollziehbare, manchmal sogar eingängige Songstrukturen punkten konnten, versagen Magnus auch hier auf ganzer Linie. Ich habe das Werk mindestens 25 Mal durchgehört, aber noch immer entziehen sich Stücke wie "They'll Bury" völlig meinem Verständnis. Das ist nicht old school, das ist einfach nur schlecht.

Der Klang dieses Outputs ist dem Songwriting sogar angemessen, die Scheiblette klingt, als wäre sie Anfang der Achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts mit einem ganz winzigen Budget entstanden. Das könnte ja sogar eine Art rumpeligen Charme entwickeln, wenn denn der Rest passen würde. Da dies aber nicht der Fall ist, gesellt sich zum Eindruck der talentfreien Zone dadurch auch noch derjenige der budgetfreien. Zum Können der einzelnen Musiker gibt es nicht viel zu sagen, die Vergleiche zu bestimmten Bands wurden ja schon weiter oben gezogen.

Anfangs ihrer "Karriere" haben Magnus den Durchbruch nie geschafft, weil sie nicht wirklich bemerkenswert waren. Geändert hat sich das auch nach 13 Jahren Pause nicht, nur dass jetzt noch der Faktor "verstaubt und altmodisch" dazukommt. Grütze bleibt Grütze, egal wie viel Zeit zwischen zwei Portionen vergeht. Hätten sie nur den Titel ihres Machwerks wörtlich genommen und den Tod dieser Kapelle akzeptiert...

Hannes

1 von 6 Punkten

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