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Enemy Of The Sun - Caedium

Enemy Of The Sun - Caedium
Stil: Cyber Thrash Metal
VÖ: 28. Mai 2010
Zeit: 52:27
Label: Massacre Records
Homepage: www.enemyofthesun.com

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Die neue Enemy Of The Sun-Scheibe macht es mir nicht einfach. Ich habe das Teil jetzt schon rauf und runter gehört, kann mich aber immer noch nicht festlegen, ob ich in Begeisterungsstürme ausbrechen soll oder nicht. Hört man das Material so nebenbei, dann fallen vor allem die Fear Factory-artigen, treibenden Industrial-Thrash-Stücke wie etwa der Opener "Another End Of The Rainbow" oder das stakkatoüberfrachtete "Stolen Sky" positiv auf und animieren mit einer sauberen Portion Groove zum Mitwippen. Hört man genauer hin, dann offenbart sich dem Hörer eine Mixtur aus spanisch angehauchten Melodien, orientalischen Rhythmen und ungewöhnlich platzierten Breaks und Hooks. Das ist cool, aber wie auf dem Erstlingswerk Shadows eben auch gewöhnungsbedürftig.

Was man definitiv festhalten kann, ist, dass wenn Waldemar Sorychta (ex-Grip Inc.), der ja inzwischen auf eine beachtliche Produzentenkarriere (Moonspell, Lacuna Coil, Tristania, Gathering) zurückblicken kann, was anpackt, man getrost davon ausgehen darf, dass es in ein erstklassiges Soundgewand gepackt wird. Dementsprechend kommen die auf Caedium verewigten Töne glasklar und mit gehörig Druck aus den Boxen gebraust und setzen insbesondere die aggressiveren Stücke der Scheibe exzellent in Szene. Ganze Arbeit hat dabei auch Sänger Jules Neväri abgeliefert, der die nicht einfach zu meisternde Aufgabe abbekommen hat, zu den abgedrehten Songs passende Gesangslinien zu generieren. Dabei hilft ihm seine kraftvolle und extrem variable Stimme, mit der er fiese Death-Grunts genauso gekonnt aus dem Ärmel schüttelt wie eingängige Power-Metal-Refrains und grimmige Thrash-Screams. Diese Leistung hat sicherlich Applaus verdient.

Die Mucke auf Caedium ist mit ihrer Wucht wie gemacht für Live-Konzerte, auf denen man sich mal so richtig schön austoben kann. Selbst die langsameren und melodischeren Stücke wie "Aimless" sollten hier dank ihrer Mitsingkompatibilität ins Schwarze treffen. Für die Berieselung im heimischen Wohnzimmer sind die Songs dagegen recht sperrig ausgefallen und beinhalten hier und da ein paar Längen. Wie gesagt, es kommt sehr auf die persönliche Stimmung an, wie Caedium einem gerade so reinläuft. Ich würde vorschlagen, auf das nächste Konzert zu gehen und dort die Scheibe direkt einzupacken. Denn dann bekommt man Enemy Of The Sun so zu hören, wie sie am besten sind: nämlich live!

Danach klappt es vielleicht auch mit dem Wohnzimmer...

Sebbes

4 von 6 Punkten

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