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Mosfet - Sickness of Memory

Mosfet - Sickness of Memory
Stil: Thrash Metal
VÖ: 04. Juni 2010
Zeit: 38:39
Label: Refused Records
Homepage: www.mosfet.at

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Mosfet, was ist denn das für ein Bandname? So wirklich habe ich dafür keine Begriffserklärung oder Übersetzung gefunden, einzig eine eher technische Sache bei Wikipedia, die aber wohl nicht Namenspate bei der Bandtaufe war. Aber egal, Namen sind ja meist auch nur Schall und Rauch, auf die Band hinter dem Namen kommt's an. Und die kommt aus dem schönen Österreich, genauer gesagt aus Oberösterreich. Dass aus unserem südlichen Nachbarland qualitativ hochwertige Mucke härterer Gangart kommt, haben u.a. schon die Scheiben von Suicide und Darkside bewiesen; können Mosfet dieses Niveau erreichen?

Stilistisch haben wir es bei Sickness Of Memory mit einer sehr groovenden Basis an Thrash Metal zu tun, die mit deutlich zu vernehmenden musikalischen Grüßen an Göteborg garniert wurde. Melodic Thrash'n'Roll wäre dafür gar keine so verkehrte Bezeichnung. Dabei zaubert die Band da einiges an Hooks und Melodien aus dem Ärmel, die den Musikliebhaber ein ums andere Mal aufhorchen lassen. Der Groove, der von der Rhythmusfraktion eingebracht wird, dominiert die Songs ganz eindeutig, vor allem die Bassläufe sind sehr bemerkenswert, lassen dem Rest der Band aber genug Freiraum, um selbst zur Entfaltung zu kommen und den ein oder anderen Akzent setzen zu können. Die Leads und Soli sind sehr gefällig geraten, zwar keine technischen Höchstleistungen, dafür aber umso effektiver eingesetzt. Nur die Stimme von Fronter Phillip ist mir auf Dauer ein bisschen zu eindimensional, da wäre noch Raum für Weiterentwicklung. Dass die Abwechslung nicht zu kurz kommt, dafür sorgen diverse Tempowechsel; mal wird straight nach vorne losgethrasht ("Bring Me Blood"), dann wieder die eher verhaltene, dafür aber umso intensivere Schiene gefahren ("Eternal Desecration") und auch ein recht stimmungsvolles Instrumental gibt es mit "Dawn" zu bewundern, das aber eher als Einleitung zum nachfolgenden Kracher "Aurora" dienen soll. Nun könnte man nicht ohne ein gewisses Maß an Wahrheitsgehalt anmeckern, dass man solche Riffs und Melodiebögen schon des Öfteren gehört hätte, aber nicht immer ist es nötig, neue Wege zu beschreiten, um den Hörer gut zu unterhalten. Und genau das schaffen die Österreicher mit ihrer Scheibe.

Die Produktion wirkt warm und charmant-rumpelnd, der Umfang ist brauchbar und das Cover immerhin vorhanden.

Mit Sickness Of Memory haben Mosfet eine sympathische Scheibe geschaffen, die, ohne bahnbrechend zu sein, einfach nur gut unterhält. So was braucht's dann auch mal zwischenrein...

Hannes

5 von 6 Punkten

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