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[Damn] This Desert Air - Distance Waits (EP)

[Damn] This Desert Air - Distance Waits (EP)
Stil: Melodic Space Rock
VÖ: 09. April 2010
Zeit: 26:08
Label: Bastardized Recordings
Homepage: -

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Eine recht schnuckelig-kompakte und allem voran exzellent produzierte EP liefern uns dieser Tage [Damn] This Desert Air aus New Jersey ins Haus: Distance Waits! Am Grenzstreifen zwischen alten Radiohead, Space Rock a 'la Oceansize und vor allem Failure (die nach eigener Aussage zu den Haupteinflüssen zählen) und A Perfect Circle anzutreffen, hinterlassen die fünf Eigenkompositionen (plus überflüssigem Remix des Tracks "Ghost I Own") durchaus eine eigene Note. Die Vocals von Craig Cirinelli tendieren dabei zeitweise in Richtung Layne Staley, dann wieder direction Yorke... Thom... eben Radiohead.
Letzteres wird vornehmlich im von ausgeklügelten Atmosphäre schaffenden Key-Persern getragenen und von der Akustischen verzierten "Made Of Gold" deutlich. No Drums, trotzdem eine sehr hörenswerte Nummer, gesungen mit allem nötigen Gespür für das instrumentale Korsett. Anders, aber nicht weniger spannend lässt sich "Your Atlantis" an. Entfernte Querverweise zu Alice In Chains' "We Die Young" tauchen auf, eingebettet in einen vor Dynamik triefenden und mit krachenden Leads ausgestatteten Ritt to Outer Space. Ähnlich "Trembles", das in den Strophen trotz schlichter Instrumentierung ordentlich schiebt und in einen von Powerchords gepushten Refrain einmündet. Der Opener "Ghost I Own" gestaltet sich dagegen wie schon "Made Of Gold" ziemlich radiokopflastig, allerdings ohne Falsett-Einlagen, dafür mit einem Uptempo-Zwischenpart und immer wieder mit Nachdruck (im wahrsten Sinne des Wortes) über den Hörer hereinbrechenden Gitarrenwänden. Im direkten Vergleich wissen jedoch "Made Of Gold" und "Your Atlantis" gegenüber den beiden Letztgenannten mehr Pluspunkte einzuheimsen - mehr Überraschungseffekte und variantenreichere Melodiebögen. Trotzdem tut das dem durchweg hohen Niveau der Kompositionen keinen Abbruch, wozu auch der Brecher "Before Sunrise" seinen Teil beiträgt, der (man entschuldige den Vergleich) zumindest anfangs vom Arrangement her den Untoten der Cranberries wach ruft, sich aber in den Gesangslinien und dem vertrackten Mittelpart (plus Melodiesolo) dann wieder deutlich von diesem abhebt und sich erneut zu einem überaus eigenständigen Space Rocker, der am Ende gar scheppert wie Monster Magnet zu ihren Anfangszeiten, entwickelt. Wie gesagt, der Remix des Openers hätte lieber durch einen weiteren "echten" Song ersetzt werden sollen (autsch diese Drum-Loops).
Dennoch, Hut ab! Fünf Punkte haben sich [Damn] This Desert Air mit diesem Schatzkästchen zu Genüge verdient. Man harrt auf das, was da vielleicht bald in Form einer Fulllength kommen wird.

Fuxx

5 von 6 Punkten

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