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Salem - Playing God And Other Short Stories

Salem - Playing God And Other Short Stories
Stil: Death Metal
VÖ: 03. April 2010
Zeit: 47:36
Label: Pulverised Records
Homepage: www.salemband.com

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Ich mag Bands, die originell sind, deren Musik aus der Masse hervorsticht und Wiedererkennungswert hat, die sich auf musikalisches Neuland wagen und dabei Risiken eingehen. Salem ist solch eine Band, besteht seit immerhin 25 Jahren und kreiert auf ihrem neuesten Opus eine sehr eigene Mischung aus Death, Black, Gothic und Dark Metal mit leichtem orientalischen Einschlag. Und trotzdem gefällt mir die CD nicht wirklich, woran liegt das?

Nun, zuallererst mal an den recht sperrigen Arrangements, die mir den Zugang zu den Songs ziemlich erschweren. Oftmals fließen die Übergänge nicht, sondern sind recht abrupt aneinandergereiht. Den ein oder anderen Schlenkerer kann ich da nicht wirklich nachvollziehen. Natürlich gibt es auch genügend gelungene Momente, so dass ich dieses kleine Manko nicht überbewerten will, aber ein wenig schmälert das schon den Genuss am Werk.

Dann, und das ist viel gravierender, nervt mich der weibliche Klargesang (oder sollte ich eher von Gesäusel sprechen) ungemein. Bands wie The Project Hate MCMXCIX haben vorgemacht, dass so etwas auch im härteren Musikbereich funktionieren kann, aber hier wirkt das Frauenstimmchen einfach nur schwachbrüstig und völlig unpassend in die Songs gequetscht. Zudem wird immer an den Stellen, an denen sich dieses Säuseln erhebt, der Druck recht deutlich aus den Stücken genommen, was sie dann schlicht und ergreifend langweilig werden lässt.

Dabei agiert der Rest der Band auf durchaus solidem Niveau. Gut, die Stimme von Frontmann Ze'ev ist ob ihres krächzenden Stiles etwas gewöhnungsbedürftig, aber doch nicht so schlimm, dass man ihm gleich eine Briefbombe schicken müsste, wie es weiland der allseits bekannte Varg Vikernes getan hat (der hatte wohl andere Gründe). Und das Drumming gefällt mir sogar recht gut ob seiner Variabilität, das klingt manchmal richtig gut.

Der Sound der Scheibe ist recht ruppig und ursprünglich gehalten, was durchaus angenehm zur Kenntnis genommen wird. Nichts wirkt poliert oder glattgebügelt, alles klingt erfrischend authentisch. Das Cover-Artwork ist auch recht schick geworden und der Umfang gibt ebenfalls keinen Grund zur Klage.

Wie ich es auch drehe und wende, trotz recht beachtlicher Ansätze wird das keine große Liebesbeziehung zwischen mir und dem Silberling. Originell ja, gut eher nicht.

Hannes

3 von 6 Punkten

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