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Sacrifice - The Ones I Condemn

Sacrifice - The Ones I Condemn
Stil: Thrash Metal
VÖ: 22. Januar 2010
Zeit: 45:58
Label: Cyclone Empire
Homepage: www.sacrifice.com.br

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Mitte der 80er verheißungsvoll gestartet, wurde es nach nur vier Alben still um die Kanadier. Apocalypse Inside auf Metal Blade aus dem Jahr 1993 beendete abrupt die Karriere der vier Canucks. Bis 2005 das brasilianische Label Marquee die ersten beiden Scheiben Torment In Fire und Forward To Termination als schicke Doppeldecker neu auflegte. Diese Neuauflagen der nur noch schwer erhältlichen Klassiker hat das Interesse innerhalb der Thrashszene ansteigen lassen und was dachte sich Mainman Rob Urbinati da? Klopfe ich bei den alten Jungs mal an, ob das Feuer noch vorhanden wäre. Und wie es am Brodeln ist! Das nun vorliegende Tondokument The Ones I Condemn zeugt von Thrash with Class, der die aktuelle Slayer in winzige Staubkrümelchen wie heller Lichtstrahl den Vampir zerbröselt.

Marquee veröffentlichten bereits letztes Jahr dieses Album und endlich hat sich mit Cyclone Empire aus dem Schwabenland ein heimisches Label gefunden, um den Europäern den manchmal langwierigen Importweg zu ersparen. Zu den zehn Abrissbirnen, die nicht nur bedingungslos stupide im D-Zugtempo knallen, gesellt sich mit "Soldiers Of Misfortune" ein Live-Bonus aus dem Jahr 2007. Netter Zusatz, aber nicht zwingend ein Muss. Das sind dagegen die zehn Studiokracher. Vollkommen schnurz, ob es sich um fiese Thrasher mit Speed wie "Hiroshima", "Give Me Justice" oder "We Will Prevail" handelt oder mehr ruhige Passagen greifen sollen. Es wird zu jeder Sekunde das letzte Tröpferl Schweiß aus dem Körper geholt. Soll es dennoch etwas "ruhiger" werden, wobei zum Verschnaufen fast keine Zeit bleibt, dann schwingen Ohrenspüler wie "Tetragrammaton", "Ultimate Power Corrupts" oder der der gut siebenminütige Rausschmeißer "Desolation Alive" das leicht verhaltene aber nicht minder brutale Zepter.

Vor allem der authentische erdige Sound ist bei dieser Scheibe wohltuend hervorzuheben. Wo sich die neue Heathen im digitalen Wegschneiden aller Gefühle und Spieltechniken zeitgemäß gibt, stehen hier Drums, Bass, Gitarren und die Leadspuren in einem einwandfreien Verhältnis zueinander. Besonders der Sound der Rhythmusklampfen macht ordentlich Druck ohne alles zuzukleistern. Voluminös aber kein Überbombastoverkill. Angenehm auch die fiesen aber jederzeit nachvollziehbaren Vocals von Rob, die sich vorzüglich auf dem instrumentalen Klangteppich breit machen.

Jeder Thrash-Fan, sei es von Slayer, Sodom, Exhorder, Forbidden, Dark Angel oder den zig anderen formidablen Genrespezis, wirklich jeder muss hier zugreifen, da gibt es keine Ausrede, denn selten hört man ein über die gesamte Spielzeit ein so fesselndes Album, das Thrash Metal in seiner ursprünglichen Form atmet, ohne sich um gängige moderne Einflüsse zu scheren. Ein Knaller, der mit Nachhalt knallt. Kaufpflicht, egal ob als CD oder im schicken LP-Format.

Siebi

6 von 6 Punkten

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