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101 South - No U-Turn

101 South - No U-Turn
Stil: AOR/Melodic Rock
VÖ: 20. November 2009
Zeit: 42:36
Label: AOR Heaven
Homepage: -

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Auf Autobahnen sind in der Regel keine Kehrt- bzw. 180-Grad-Wendungen erlaubt, außer man sitzt in einem Polizeiauto, das weiß auch die nach dem US-Highway benannte Band 101 South. Hoffentlich gilt das auch für den Sound der Kalifornier um den ehemaligen Harlan Cage-Keyboarder Roger Scott Craig. No U-Turn ist zumindest der Titel des nun dritten Albums (nach dem gleichnamigen Debütalbum aus 2000 und Roll Of The Dice aus 2002), welches seit der Bandgründung im Jahre 1999 das Laserlicht der Welt erblickt. Dieses Mal gesellen sich zu Mr. Craig und Mr. Hall die recht unbekannten Jimmy Turner (Bass) und Hans Geiger (Drums), sowie die Gitarristen Michael Turner, David Pasillas, Bill Liesegang (Nina Hagen) und Ian Bairnson (Alan Parsons Project) dazu.

Gleich mit dem Opener "When You're In Love" zeigen 101 South, dass sie in den letzten Jahren nichts verlernt haben. Breite Keyboardflächen, die sehr harmonisch und melodisch in den Gesamtverbund zu Gitarre und Rhythmusfraktion eingearbeitet sind. Dezente Erinnerungen an Foreigner werden ebenso wach wie Parallelen an "We Took The Wrong Road" vom Erstling. Genauso stimmungsvoll und mit mehr Ohrwurmqualitäten ist "All In The Game" ausgestattet. Allerdings muss gleich mal hier angemerkt werden, dass der Härtegrad ungefähr fast derselbe wie von Butter in der Sonne ist. "Lonely Heart" erinnert mich vom Aufbau her an ein Lied aus den 1980ern, an dessen Namen und Interpreten ich mich just nicht entsinnen kann (gibt ja auch ganz wenige...), zumindest kommt es mir sehr bekannt vor. Dezent rockt "What Are You Gonna Do Anyway" vor sich her und kann mit äußerst gelungener Melodieführung überzeugen. "End Of The Game" ist eine Spur ruhiger ausgefallen während "From What You Know Now" im Midtempo leicht melancholische Stimmung verbreitet. Mit basslastiger Ausrichtung groovt sich "Yesterday Is Gone" in die Hirnwindungen. "Take Me Home" heißt die gute Akustikballade, die vom leicht rock'n'rolligen "Don't Tell Me It's Over" abgelöst wird, bevor mit der Breitwandballade "Blue Skies" das Album abgerundet wird. Im Gegensatz zu den anderen Songs übernimmt hier Chris Thompson (Michael Mann Band) anstatt Gregory Lynn Hall das Mikro.

Nein, geändert bzw. eine Kehrtwendung gemacht haben 101 South nicht. Denn ohne großartigen Schnickschnack - also wie auf den Alben zuvor auch - wurden zehn kompetent arrangierte AOR-Songs aufgenommen, die von Gregory Lynn Hall wirklich hervorragend und ausdrucksstark eingesungen worden sind. Die Lieder mögen zwar für den ein oder anderen zu kommerziell, mit Pathos belegt, seicht und vielleicht auch in der Gesamtheit eine Spur zu gleichförmig sein, dennoch sollte das Album Foreigner-, Journey-, Survivor- und Pride Of Lions- Fans ganz gut reinlaufen. Denn dazu sind die Songs zu gefällig, kompakt und verbreiten noch genügend Westcoast- und Sonnenuntergangsstimmung für die Abende zu zweit.

Andi

4 von 6 Punkten

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