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Graveyard - One With The Dead

Graveyard - One With The Dead
Stil: Death Metal
VÖ: 01. September 2009
Zeit: 47:44
Label: Blackseed Productions
Homepage: www.graveyardofdoom.com

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In letzter Zeit ist mir des Öfteren eine Scheibe untergekommen, die so schwedisch wie sonst was klingt, dabei aber gar nicht aus diesem schönen Lande stammt, Fleshcrawl und Lay Down Rotten sind heimische Vertreter dieser Gattung. Dass aber auch im sonnigen Spanien derart böse durch das skandinavische Unterholz gebraten wird, ist auch mir neu, aber Graveyard passen genau in dieses Schema, das kann ich beim besten Willen nicht leugnen.

Die Iberer klingen vom Sound her genau wie die schwedischen Altvorderen der ganz alten Stockholmer Schule, namentlich Dismember und alte Entombed grüßen an jede Ecke des Albums (seit wann haben Alben Ecken?). Damit kann die erst 2007 gegründete Band zwar keinen Blumentopf für Originalität gewinnen, weiß aber ein bestimmtes Klientel perfekt anzusprechen. Dieses wird denn durch One With The Dead bestens unterhalten, zumindest, wenn die Zielgruppe keinen gesteigerten Wert auf Wiedererkennungswert legt. Denn bei aller Liebe zur Musik alter Schule bleiben die Stücke auf dem Longplayer im Großen und Ganzen doch etwas gesichtslos und austauschbar. Das liegt nicht mal daran, dass alle Songs gleich klingen würden, nein, die Band aus Spananien variiert das Tempo auf dem Output sogar recht effektiv und zeigt damit eine recht beachtliche Bandbreite in ihrem Songwriting. Aber die Stücke ähneln sich in ihrer Grundstimmung ganz frappierend, egal, ob die Band aufs Gaspedal tritt oder eher die langsame Gangart anschlägt, irgendwie bleibt die Scheibe von vorne bis hinten im gleichen Düstersumpf stecken. Einzig das Instrumental "Abandoned Churches" mit seinen Maiden-ähnlichen Gitarrenspuren kann aus dieser Gleichförmigkeit ausbrechen, zum Teil auch noch das Candlemass-Cover "A Tale Of Creation", bei dem zumindest die Growls für ein bisschen Eigenständigkeit sorgen.

Technisch dagegen ist alles in Butter. Die Dan Swanö-Produktion (der übrigens auch für einen Teil der Vocals beim Abschlussstück verantwortlich zeichnet) klingt erwartungsgemäß exzellent und kann auch das durchaus vorhandene Können der einzelnen Musiker in ansprechender Form präsentieren. Gerade die Gitarren sägen wohlig in Tiefsttonregionen durch die Pampa und können so für den ein oder anderen Gänsehaut-Effekt beim Rezensenten sorgen.

Eigentlich ist One With The Dead gar keine schlechte Scheibe, wenn es da nicht schon so viele gleichwertige oder gar bessere CDs mit dieser Art von Musik gäbe. Für eine positive Wertung fehlen dann einfach ein paar überdurchschnittliche Stücke, die auch im Gedächtnis hängen bleiben, so versinkt die Scheibe im Meer der Namenlosen. Schade drum...

Hannes

3 von 6 Punkten

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