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Vehement - All That's Behind

Vehement - All That's Behind
Stil: Groove Thrash Metal
VÖ: 26. Oktober 2009
Zeit: 45:58
Label: My Kingdom Music
Homepage: www.vehementweb.com

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Vehement nennt sich eine italienische Thrash-Combo, die zwar schon seit sieben Jahren besteht, aber erst jetzt mit ihrem Debüt zu Potte kommt. Dabei ist der Name Programm, denn die vier Italiener holzen sich wirklich ziemlich vehement durch die Musiklandschaft. Dabei reiten sie aber nicht auf der Retro Thrash-Welle, sondern bieten dem Hörer durchaus modern angehauchten Thrash, der ganz grob in der Ecke von The Haunted oder Lamb Of God angesiedelt ist.

Beginnt die Scheibe mit dem etwas seltsamen Titel "Al Suelo Todo El Mundo" noch etwas gewöhnungsbedürftig (eine Mischung aus Gitarrenriffs und einer Pseudo-Nachrichtenshow), donnert der nächste Titel "The Slow Drowing Of Morality" dann schon der erste, in diesem Fall tonnenschwere Thrash-Hammer auf den Hörer zu. Aber nicht nur heavy können die Italiener, was schon der nächste, namensgebende Titel beweist, der das Gaspedal ordentlich durchtritt. So abwechslungsreich geht das fast das ganze Album, die Band hat also deutlich Wert auf Abwechslung im Songwriting gelegt. Zwar ist nicht jeder Song eine Granate geworden und ein paar durchschnittliche Stücke haben auch ihren Weg aufs Plastik gefunden, insgesamt aber kann man das Liedgut als recht gelungen bezeichnen. Der Thrash-Fan hat da schon Schlechteres vernehmen müssen...

Umgesetzt hat der Vierer aus Villafranca das Songmaterial recht kompetent. Die Gitarren glänzen durch messerscharfe Riffs und auch ein paar beachtliche Leads haben sich eingefunden, der Bass wummert wohlig und hält die Songs zusammen und das Schlagzeug stellt den perfekten Taktgeber dar, ohne sich zu sehr in den Vordergrund zu drängen. An der Sangesfront herrscht ein Wechsel zwischen heiserem Geschrei und zünftigen Growls, wobei letztere deutlich in der Unterzahl sind. Ganz zufrieden bin ich da mit der Hauptstimme nicht, auf Dauer klingt das etwas angestrengt und dadurch auch ein bisschen unspannend. Es gibt zwar auch deutlich schlechtere Sänger, aber zur Spitzenklasse gehört die Stimme von Fronter Mick dennoch nicht. Dafür klingt der Silberling absolut passend, knochentrocken und auf den Punkt, hat mit 45 Minuten durchaus genug musikalischen Nährwert zu bieten und kann schlussendlich sogar ein recht gelungenes Cover-Artwork bieten.

Für ein Debüt ist All That's Behind sehr ordentlich geworden. Ein paar kleine Schönheitsfehler verhindern zwar die Überwertung, aber der geneigte Thrasher tut gut daran, diesem Stück Musik ein Ohr zu leihen und damit eine Chance zu geben.

Hannes

4 von 6 Punkten

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