10 Headbänga online
20.09.2021 B&ouml
21.09.2021 B&ouml
21.09.2021 Anvil
22.09.2021 Within Temptation
22.09.2021 Sanctuary
23.09.2021 Brainstorm
Reviews (10266)
Navigation
Artikel des Tages
RSS RSS
Atom Atom
 

Review

CDs von Aisling kaufenZur Druckversion dieses ArtikelsDiesen Artikel als PDF speichern

Aisling - Stone Of Light

Aisling - Stone Of Light
Stil: Pagan Metal
VÖ: 26. Juni 2009
Zeit: 37:57
Label: Rising Records
Homepage: -

buy, mail, print

Aisling bedeutet übersetzt ungefähr "traumgleiche Vision" und weckt damit die Erwartung, ein hehres Poem voller fantastischer Figuren und Handlungen vorzufinden. Dabei ist die Wirklichkeit viel profaner, denn bei Aisling handelt es sich in Wahrheit um ein dichterisches Genre, das einzig und alleine politischen Zwecken dienen sollte und Ende des 17. Jahrhunderts in Irland aufkam.

Ist die italienische Band gleichen Namens damit eine politische Band? Beileibe nicht, Politik hat bei diesem Sextett nichts zu suchen, hier werden Geschichten erzählt, Geschichten, die sich um die Natur, Pagankultur und alles, was im landläufigen Sinne damit verbunden scheint, dreht. Epischer Pagan Metal also mit ein wenig Black Metal-Touch, so irreführend können Namen sein. Oder die Promo-Info...

Denn episch ist das Soundgebräu schon mal nicht zu nennen, zu kraftlos scheppert die Musik aus den Boxen. Die Produktion ist arg dünn und kann an keiner Stelle Druck aufbauen, gerade im Bereich der Rhythmussektion fehlt mir fürs Epische doch der Bums. Der Rest dafür klingt recht passabel, aber auch nicht überragend. Und auch die Spieldauer ist keinesfalls episch zu nennen, eher Mittelklasse.

Mittelklasse trifft auch auf die Songs zu. Einige nette und anhörbare Ideen findet man schon auf dem Silberling. Gerade im Gitarrenbereich kann die Band ein paar Pluspunkte sammeln, da bleiben einige Stellen im Gedächtnis. Der Großteil der Stücke aber bleibt relativ gesichtslos und verabschiedet sich recht flott wieder aus der Erinnerung. Einige wenige gute Momente machen halt noch kein gutes Album aus.

Auch an den Instrumenten herrscht die schon angesprochene Mittelklasse, da fällt mir weder im positiven als auch im negativen Sinn besonders viel auf. Dafür aber im Sangesbereich: Wirkt die Stimme von Valentino C. auf Dauer schon relativ eintönig, hört der Spaß ganz auf, sobald das Stimmchen von Gastsängerin Tamara Basile erklingt. So quiekend ertönt ihr Organ, dass es fast Zahnschmerzen verursacht und eher als Synchronstimme für Mickey Mouse geeignet scheint als für einen Beitrag zu einem Metal-Album.

Ein paar Ansätze sind da und retten das Album vor dem völligen Verriss, aber empfehlenswert wird das Werk dadurch noch lange nicht. Muss man nicht haben...

Hannes

2 von 6 Punkten

Zur Übersicht
Zur Hauptseite

Weitere Berichte und Infos
Weitere Reviews

© www.heavyhardes.de