7 Headbänga online
17.09.2021 Spitfire
17.09.2021 dArtagnan
18.09.2021 Freedom Call
18.09.2021 Velvet Viper
19.09.2021 The Beauty Of Gemina
19.09.2021 The Munich Fiends
Reviews (10265)
Navigation
Artikel des Tages
Review:
Austere

Interview:
Artillery

Live-Bericht:
Coheed And Cambria

Video:
Darkwell
RSS RSS
Atom Atom
 

Review

CDs von Sanction-X kaufenZur Druckversion dieses ArtikelsDiesen Artikel als PDF speichern

Sanction-X - The Last Day

Sanction-X - The Last Day
Stil: Melodic Metal
VÖ: 26. Juni 2009
Zeit: 50:10
Label: Metal Heaven
Homepage: www.sanction-x.com

buy, mail, print

Mit Sanction X bekommen wir es mal wieder mit einem kleinen All-Star-Projekt zu tun. Gegründet wurde die Band 2008 von Sänger Eberhard "Ebby" Paduch (Stonefield, Defending The Faith, Infinity's Call) und Gitarrist Robert "Robby" Böbel (Talon, Frontline, Evidence One). Dazu vervollständigen Bassist Roberto D'Amico (Defending The Faith, Eternal Darkness), Keyboarder Ben Eifert (Constantine) und Drummer Peter Langer (Stormwitch, Armada) das Line-Up. The Last Day heißt der Erstling und wurde von Robby Böbel auch gleich mal produziert. Erfahrung hat er ja und das ist dem Ergebnis dann auch wirklich anzuhören, doch der Reihe nach.

Mit einem kleinen Solo beginnt der groovende Opener "The Calling" und sorgt auf jeden Fall schon mal für ein genaues Hinhören. Die Gitarre ist schön druckvoll, die Melodie sehr eingängig, der Sound dazu recht fett und Ebby Paduch singt schön rau und prägnant. So macht Melodic Metal Spaß. "When Fire Will Touch The Night" rockt ganz gut im Midtempo bevor kurz vor dem Refrain das Tempo etwas rausgenommen wird um letztendlich dann wieder an Fahrt aufzunehmen. Durch die Dynamik kommt auch die Atmosphäre des Songs gut rüber. Mit recht spacigen Keyboardklängen beginnt der "Demon's Dance", welcher dann allerdings sehr flott über das Parkett fegt. Der Song klingt recht wuchtig und gefällt auch durch seine leichten progressiven Untertöne. "Eyes Of A Stranger" klingt anfangs wie eine Ballade, artet aber in einem groovigen Midtempo mit AOR-Einflüssen aus und zählt definitiv zur Kategorie Ohrwurm. "Alone Again", "Feelings Came To Me" und "Reason Why We Were Born" stampfen mal mehr, mal weniger groovend im Midtempo voran und sind nicht wirklich schlecht, ähneln aber frappierend an bereits gehörte Songs. Es sind zwar wirklich gute Melodien vorhanden, die auch zu gefallen wissen, aber die sich ähnelnden Arrangements gehen insgesamt etwas zu Lasten der Abwechslung. Etwas mehr sticht das düstere "The Eyes" heraus, welches vom Arrangement erfrischend anders ist. Das erinnert etwas an das letzte Lion's Share-Album Dark Hours. In die gleiche Sparte fällt auch der Titeltrack, der durch getragene und schon fast mystische Atmosphäre überzeugen kann. "Eternal Light" dominiert wieder mehr im Midtempo während der Albumausklang "Fly Away" erst mal wieder balladesk beginnt aber mit zunehmender Dauer bis zum Refrain hin eine schon fast bedrohliche Stimmung Einzug hält. Auch dieser Song kann dank seiner anderen Ausrichtung auf der Haben-Seite verbucht werden.
The Last Day ist in jedem Fall anzumerken, dass hier Musiker am Werk sind, die etwas von ihrem Handwerk verstehen und auch lang genug im Geschäft sind. Das instrumentale Zusammenspiel ist genauso wenig zu bemängeln wie der Gesang. Sänger Ebby Paduch gibt sowohl in den mittleren als auch in den etwas höheren Lagen eine gute Figur ab und besitzt genügend Ausdruckskraft und Charisma in seiner rauen und kräftigen Stimme.

Was allerdings gegen Sanction X spricht ist das insgesamt doch zu ähnelnde Songwriting und somit auch der Abwechslungsreichtum. Wobei ich an dieser Stelle nochmals betonen will, dass schlechte Songs auf The Last Day Mangelware sind. Man merkt zumindest dem Album an, dass Robby Böbel seine Finger im Spiel hat. Ganz egal ob am Gitarrenspiel oder dem geschickten Kombinieren seiner Bands Frontline und Evidence One. Das Beste aus beiden Welten könnte man genauso gut sagen. Die Lieder kommen schnell auf den Punkt, sind gleichzeitig melodisch und nicht zu soft, aber bieten auch wenig Überraschungsmomente. Alles in Allem ist The Last Day somit ein solides und geradliniges Debütalbum geworden, welches Anhänger des Melodic Rock/Metal zumindest mal antesten sollten.

Andi

4 von 6 Punkten

Zur Übersicht
Zur Hauptseite

Weitere Berichte und Infos
Weitere Reviews

© www.heavyhardes.de